Dragonball Z

(Artikel)
Benjamin Strobel, 08. April 2017

Dragonball Z

DBZ Games (1): Super Nintendo

Dragonball sollte eigentlich jedem ein Begriff sein. Als der Dragonball Z-Anime im August 2001 erstmals im deutschen Fernsehen lief, war er eigentlich schon ein alter Hut: In Japan lief die Serie nämlich schon 1989 an. Und bereits 5 Jahre davor erschien der erste Manga.

Dieser Beitrag wurde erstmals am 20.05.2008 veröffentlicht.

Aus dieser Zeit stammen auch die ersten Dragonball Games. Die NES-Spiele lasse ich ganz gekonnt einfach aus, da es sich bei denen nur um japanische Text-Adventures handelt. In Teil eins meiner Reihe um diesen multimedialen Entertainment-Blockbuster möchte ich mich daher auf die SNES-Titel stürzen.

DBZ Chou Saiya Densetsu (1992)

Für euch hab ich einfach mal ein neues Spiel angefangen.
Wenn wir die Augenkrebspixel der NES-Spiele außer Acht lassen, ist Chou Saiya Densetsu ("Die Legende der Sayajin") das erste richtige Dragonball Z-RPG. Leider ist der Titel nur in Japan erschienen und hat jene Landesgrenzen auch nie offiziell verlassen. Ein findiges Team hat sich allerdings irgendwann dran gesetzt und das Spiel ins Deutsche übersetzt, sodass man beim Spielen auch versteht, was man tut.
Das Kampfsystem ist rundenbasiert. Man bekommt fünf Kampfkarten, die unterschiedliche Angriffe verursachen. Diese Karten muss man unter seinen Kämpfern aufteilen. Einige bewirken Mehrfachangriffe oder auch Spezialattacken wie etwa ein Kamehameha. Solche Manöver kosten allerdings KI und lassen sich mit der entsprechenden Karte nur dann ausführen, wenn man ausreichend Energie dafür übrig hat. Für jede verwendete Karte bekommt man in der nächsten Runde eine neue, zufällige Karte. Mit verschiedenen Items lassen sich die Karten auch verbessern oder austauschen. Die Story steigt zu Beginn von Dragonball Z ein und geht bis zur Namek-Saga. Es gilt stets, die Umgebung zu erkunden, sein Team zu trainieren (wir kennen den Schnick-Schnack ja aus Final Fantasy & Co) und dann Stück für Stück durch Storykämpfe die Geschichte voranzutreiben. Der Schwierigkeitsgrad ist durchaus angemessen: Ohne Training bekommt man auf die Schnauze, aber wenn man sich vorbereitet, gewinnt man auch.




Bam! In your face, Pflanzenmann!
Mir persönlich gefällt die Aufmachung ziemlich gut. Die Animationen der Spezialangriffe gestalten die Kämpfe spannend und abwechslungsreich. Insgesamt sind die Möglichkeiten zwar sehr begrenzt und das KS geht nicht weit in die Tiefe, aber rundum macht das Spiel wirklich Spaß. Was ich meine ist: Als Fan kommt bei einem so richtig das Dragonball-Feeling durch! Und wenn man zum 27. Mal Freezer den Arsch aufreißt! Ob man die Story zum hundertsten Mal durchscrollt! Scheiß was drauf! Die Atmosphäre stimmt.

DBZ Super Butoden 1-3 (1993)
Bei der Super Butoden-Reihe handelt es sich um klassische Beater. Zwei Schlagtasten, eine Taste für Ki-Manöver und dazu noch eine Taste, die das Schweben ermöglicht. Markantes Merkmal der Reihe ist der Trennbalken, der in der Mitte des Bildschirms auftaucht, wenn sich die Kämpfer weiter voneinander entfernen. Nervt tierisch.


Super Butoden 3: Hat den gleichen nervigen Trennstreifen wie seine Vorgänger.
Der erste Teil (1993 in Japan erschienen, kam erst 1999 nach Europa) bietet leider nicht mal die Möglichkeit, KI aufzuladen, da heißt es: Warten. Wird man allerdings geschlagen, verringert sich die KI-Leiste wieder. Durch Spezialangriffe wird man bewegungsunfähig und kann nicht auf natürliche Weise entkommen. Sie lassen sich dafür durch Knopfkombinationen blocken oder kontern. Je ebsser man ihnen entwischen möchte, desto schwieriger wird auch die Knopfkombination.
Mit acht Charakteren hat man zwar eine nette Auswahl bis hin zur Cell-Saga, aber der Spielspaß bleibt total auf der Strecke. Die langsamen und zähen Bewegungen verhindern, dass ein flüssiges Kampfgeschehen zustande kommt. Zudem sorgt ein hoher Schwierigkeitsgrad für reichlich Frustration. Mit dem zweiten Teil (1993 in Japan erschienen, schon 1994 in Europa) kommt dann die Möglichkeit, KI aufzuladen - aber lahm wie sonstwas. Trotz neuer Charaktere und leichterer Spezialmannöver wird der Spielfluss nach wie vor durch fehlende Performance abgebremst. Das wird auch im dritten Teil nicht besser. Worum geht's denn bei DBZ? Schnelle Auffe-Fresse-Action! Dafür werden die Kämpfe fairer und das Aufladen von KI geht flott von der Bühne, sodass man auch mal harte Treffer landen kann: KAMEHAMEHA! Erstaunlich: Super Butoden 3 erschien 1994 sowohl in Japan als auch in Europa.

DBZ Super Gokuden 1-2 (1995)

Der Klassiker: Goku VS Piccolo
Butoden, Gokuden - klingt irgendwie alles gleich. Egal: Nochmal RPGs! Und wieder nur in Japan! Doch zum Glück sind auch diese beiden Spiele übersetzt worden. Die meiste Zeit wird einem jedoch die Story vorgekaut und man darf ab und zu eine Frage mit Multiple-Choice-Fragen beantworten. Beispielsweise tritt Tao-Bai-Bai auf. Frage: "Wer ist das? 1. Tao-Bai-Bai 2. Muten Roshi" - Willkommen bei 9Live.
Das KS ist wirklich interessant. Jede der vier Tasten auf dem Controller repräsentiert einen Angriffstyp. Jeder Typ ist einem anderen überlegen, unterlegen bzw. gleichwertig. Zusätzlich kann man auch einen Spezial- oder Betäubungsangriff ausführen. Der Spezialangriff ist allen Angriffen überlegen - außer dem Betäubungsangriff. Dieser wiederum ist allen anderen Angriffen unterlegen. Rock, Paper, Shotgun. Der bootet eben nur die Superattacken aus. Fiese Sache.

Die Kämpfe sind zwar teils überaus zufallsbasiert, da man nie weiß, auf welchen Angriff man trifft und wann man vielleicht den Betäubungsangriff einsetzen sollte, um einer fetten Höllenspirale zu entkommen. Es ist halt wie im wahren Leben: Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.


Hyper Dimension: Das Kamehameha finde ich irgendwie mikrig.
DBZ Hyper Dimension (1996)
Dieses Beat'em Up beschäftigt sich mit der Saga ab dem Cell-Tournier. Auch hier erwarten uns acht Kämpfer, inklusive Buu und den Fusionen Vegetto und Gotenks. Die Zeiten der Schwebe-Taste sind abgelaufen, dafür haben wir eine weitere Schlagtaste! Besondere Eigenart des Spiels: Lebensenergie und KI verschmelzen zu einer Leiste. Das Aufladen regeneriert also auch unsere Lebensanzeige. Dafür müssen wir unsere kostbare Energie opfern, um eine Spezialattacke auszuführen. Da kommt tatsächlich ein bisschen Tatktik ins Spiel! Ebenfalls erfreulich ist, dass die Animationen flüssiger und der Spielabläufe etwas schneller geworden sind. Spezialangriffe frieren den Feind auch nicht mehr ein, sodass er solche Angriffe blocken oder ihnen ausweichen kann. Dafür sehen die Attacken auch nicht mehr so eindrucksvoll aus. Schade eigentlich.

In drei Tagen geht es weiter. Da nehme ich mir die PSX- und Saturntitel vor. Nex

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22. August 2017 um 01:54 Uhr
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