Bit.Trip RUNNER

(Artikel)
Rian Voß, 02. Juni 2011

Bit.Trip RUNNER

Jump 'n' Rhythmus

Dieses Review wird dem eigentlichen Spiel wahrscheinlich nicht gerecht, aber es gibt bei Bit.Trip RUNNER von Gaijin Games auch viel mehr zu Erleben als zu gucken. Nachdem mich ja schon Bit.Trip BEAT stark fasziniert hat, musste ich mir natürlich auch andere Teile der Serie angucken, und momentan ist Commander Videos prominentester Auftritt an der Reihe.


In Bit.Trip RUNNER ist, wie in den anderen Spielen, der Name Gameplay-vorschreibend: Commander Video, ein sehr schwarzes und ein bisschen weißes Männchen, rennt von links nach rechts und muss allerlei Hindernissen ausweichen. Das Ganze hätte man auch fast auf dem Gameboy realisieren können, wenn da nicht die musikalische Komponente wäre:
Sämtlichen erfolgreichen Handlungen werden in der ohnehin schon hervorragenden Bleep-Bloop-Musik in wohlklingende Töne umgewandelt, was natürlich auch hervorragend zur bunten Retro-Grafik passt. Sammelt der Commander neben den punktebringenden Goldbarren auch noch die fliegenden Plus-Symbole ein, erhöht sich der... Musiklevel? Ich weiß nicht, ob es rein spielerisch auch etwas bringt, etwa wie einen zusätzlichen Multiplikator, allerdings wird die Musik mit jedem eingesammelten Plus-Symbol umfangreicher und harmonischer, so dass mir die Punkte fast vollkommen egal sind, wenn ich dafür ein Plus einsammeln darf.

Das alles klingt jetzt zwar sehr simpel, ist aber in der Tat ziemlich schwierig und letztendlich das perfekte Spiel für, naja, Perfektionisten, denn es gilt: ein Fehler, und man darf den Level sofort wiederholen. Kein Quicksave, keine Gnade. Das sind noch die Zeiten, wo man ohne Fehler einen Durchgang zu schaffen hatte, weswegen sich die Spielzeit ins Vielfache im Vergleich zu einer Version, die über Quicksave verfügt, schraubte, aber gerade bei solchen Spielen hat man doch das größte Gefühl, etwas geschafft zu haben - wenn man es denn schafft.
Beginnt man das Spiel, kommt man noch mit wunderbar wenigen Tasten aus: eine fürs Springen, eine fürs Ducken. Dann kommt noch das Kicken dazu, dann das Aktivieren von Sprungplattformen und letztendlich das Reflektieren von anfliegenden Pixel-Bällen. Das kann ganz schön verwirrend werden! Leider hilft einem da die Knallibunti-Umgebung nicht wirklich und lenkt eher ab. Ich bin nicht nur einmal wegen der bunten Grafik gestorben.

Bit.Trip RUNNER ist, wie ich finde, sogar noch besser als das schon sehr gute Bit.Trip BEAT, auch wenn sich sehr leicht sagen lässt, dass ein derartiges Perfektionisten-Spiel nicht für jedermann geeignet ist. Dennoch seinen Preis durchaus wert. Rian

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24. April 2017 um 07:22 Uhr
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