Dead Space 2

(Artikel)
Benjamin Strobel, 31. August 2010

Dead Space 2

Mehr Tote, mehr Weltraum

Bei EA gab es dieses Jahr Viscerals Dead Space 2 zu sehen! Als ich in der kuscheligen Entwickler-Kabine war, durfte ich nach ein paar Erklärungen der Neuheiten sogar selbst spielen (die E3-Demo, leider also nichts Neues). Eins fällt sofort auf: Dead Space 2 sieht aus und spielt sich ganz genau wie sein Vorgänger.

Okay, nicht ganz genauso. Die Grafik wurde nochmal ordentlich aufgewertet und die Effekte können sich sehen auch lassen. Wie schon im ersten Teil setzt man wieder auf kurze Cinematics zwischendurch, aber diesmal gibt es noch mehr Action! Einer der Entwickler verrät mir, dass man bei Dead Space 2 keine langweiligen Phasen haben möchte - der Spieler soll ständig gefordert werden und, ich füge hinzu, von einer Szene in die nächste stolpern.

Es besteht weiterhin das klassische Kampf-Gameplay: Gliedmaßen abschießen! Was jedoch die Endgegner angeht, setzt das Team ganz auf größer = besser. In der Demo gibt es einen Kampf gegen ein fies-großes Vieh, das einen auch direkt festhält, wodurch man gezwungen ist, schnell die Schwachstellen zu identifizieren und abzuschießen ehe das Ding anfängt einen zu verspeisen. Natürlich ist der harte Kampf von mehreren Cutszenes begleitet, um es noch cineastischer wirken zu lassen. Eine gelungene Präsentation!

Neu sind auch Passagen in Schwerelosigkeit, bei denen man Isaac jetzt völlig frei steuern kann. Mit einem Paar kleiner Düsen auf dem Rücken lässt sich der Ex-Mechaniker mit tödlichem Plasmacutter frei durch den Raum steuern. In einer Mission muss man Isaac so zu verschiedenen Terminals navigieren, während man gleichzeitig gegen einen neuen Gegnertyp kämpft (Tentakelsäcke, fiese Dinger). Auf dem Boden zurück erwarten ihn neben ein paar neuen Bösewichten natürlich auch altbekannte Feinde. Sterben bei Dead Space 2 ist übrigens richtig fies. Mir ist aufgefallen, dass die Tötungen noch eine Ecke brutaler geworden sind: Ein Vieh reißt Isaac den Helm vom Kopf und spuckt ihm eine Ladung Säure ins Gesicht. Die Animation dauert 10 bis 15 Sekunden und lässt sich nicht skippen. Da will jemand den Spieler richtig verhöhnen, eh? Insgesamt sind die Feinde auch im Kampf deutlich aggressiver und stellen eine noch größere Herausforderung dar als im Vorgänger. Und so richtig leicht war es damals auch schon nicht.

Achja! Wichtige Sache! Man hört jetzt erstmals Isaacs Stimme. Sogar regelmäßg. Der stumme Held kommt aus sich heraus und spricht mit seinen Partnern, die ihn durch seine Missionen lotsen. Dabei sollte man meinen, der arme Kerl wäre inzwischen wahnsinnig geworden. Aber vielleicht tat ihm der ganze Horror in Teil eins ja auch gut und er fühlt sich erst so richtig vital seitdem (Nahtod-Erfahrund und bla, vielleicht ist er auch noch religiös geworden?). Ich fange an zu labern. Das liegt daran, dass es bisher leider nicht viele Neuerungen gibt. Bis zum Release im 1. Quartal 2011 ist auch noch massig Zeit und ich denke, da werden noch ein paar Dinge auf uns zukommen. Bis dahin behalte ich Dead Space 2 natürlich im Auge! Nex

Kommentare

Damien
31. August 2010 um 20:47 Uhr (#1)
Also wie angekündigt weniger subtiler Horror und dafür mehr pure Action. Man will ja keine langweilige Phasen... Super Visceral Games!
Ben
31. August 2010 um 21:08 Uhr (#2)
Ich finde grundsätzlich gut, wenn das Spiel einen auf Trab hält, aber im Horror-Genre sind gerade die bedrückenden Phasen ohne Action besonders wichtig. Ich denke aber auf keinen Fall, dass man gänzlich darauf verzichten wird. Es sah immer noch schockig aus und auf so einer Präsentation muss man ja auch etwas Action zeigen, da mit so vielen Leuten im Raum sowieso keine richtige Grusel-Atmosphäre aufkommt.
Gast
08. Februar 2023 um 17:56 Uhr
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