Ey ihr! Ich bin auch noch da!

(Artikel)
Kristin Riedelsberger, 03. Januar 2014

Ey ihr! Ich bin auch noch da!

MEIN D-Pad-Jahresrückblick

Es gab da mal diesen albtraumhaften Vorfall während der Schulzeit. Damals wartete ich während einer Schulaufführung inmitten des Ensembles auf den nächsten Auftritt, zog mich gemütlich um, warf dann noch einen kurzen Blick aus dem Fenster – und als ich mich wieder umdrehte waren plötzlich alle verschwunden, die Musik schallte durch die Flure und ich blieb mit dicken Tränen in den Augen, einsam und verlassen und zutiefst gekränkt zurück. Niemand hatte mich an die Hand genommen, keiner meiner so genannten Kameraden auf mich geachtet. So etwas, schwor ich mir damals, sollte mir nie wieder passieren.

Und dann veröffentlicht Haris am 01.01.2014 einen "WAS DAS DPAD ÜBER DAS LETZTE JAHR DENKT"-Artikel. Und wer wurde dabei komplett außen vor gelassen? Ich. Dabei war Chefredakteur Rian Voß sogar am 31.12. noch persönlich hier und zockte sich stundenlang vor Final Fantasy XIII-2 die Gamerdaumen wund, während ich mich in den Vorbereitungen für das gemeinsame Silvesterbuffet in kiloweise Käse, Schokolade und Mehl wälzte! Pah! So wird es einem also gedankt, dass man sich über ein Jahr hinweg einen Artikel nach dem anderen aus den Fingern saugt!

Chrrrrrrrrr... Gut. Genug gemeckert. Back to Topic. Schließlich geht es ja hier nicht um mich, sondern um euch, die Leser des D-Pads. Und um meine Fans, die meine persönliche Bestenliste mit Sicherheit schon sehnsüchtigst vermissen. Und deshalb kommt jetzt hier mein ganz persönlicher Rückblick auf das Spielejahr 2013. Ätschibätsch!

Emotionalstes Spielerlebnis

Header: Journey - Intensiv und formvollendet.
Da das hier jetzt ja mein ureigenster Blick auf das letzte Jahr und nicht diese blöde GOTY-Liste ist, kann ich immerhin ein Spiel lobpreisen, das eigentlich schon 2012 seinen Weg in die Regale gefunden hat: Journey. Wäre es mir schon im letzten Jahr vor die Füße gefallen, es hätte es auf unserer GOTY-Liste 2013 bestimmt bis an die Spitze geschafft. Die Gefühle, die Journey auslöst, sind so echt und tief und bewegend, dass sie in ihrer Intensität selbst ein The Last of Us[i] locker in die Flucht schlagen, denn wohl kein anderes Spiel schafft es [i]euch selbst so sehr in eine künstliche Welt zu saugen, dass ihr eine Reise, die ihr dort antretet, tatsächlich als eure eigene wahrnehmt.


Größte Enttäuschung

deponiamurks
Jetzt einmal abgesehen vom Uberfail meiner D-Pad-Kollegen hatte ich im letzten Jahr eine ganze Reihe herber Enttäuschungen zu verkraften. Da wäre zum Beispiel das viel zu kurze Lilly Looking Through, das ich noch im Frühjahr mit überschwänglicher Freude angekündigt habe, das "Adventure" Dracula, das sich als halbfertige Wimmelbild-Beschäftigungstherapie herausstellte und, nicht zu vergessen, das an Langeweile nicht zu übertreffende Japano-RPG Ni No Kuni, das sich dubioser Weise auf Amazon noch immer mit fast fünf Sternen rühmen darf. "Never judge a book by its cover" ist alles, was mir dazu einfällt, denn so hübsch die Grafik auch anzusehen war, so sinnentleert waren Story und Quests.
Der tiefste Schlag allerdings kam am Ende aus einer ganz anderen Richtung: Mein geliebter Poki stieß mir mit Anlauf ein zuvor in Meerrettich gewälztes, stumpfes Brotmesser in den Rücken und bescherte allen Deponia-Fans das wohl bislang furchtbarste Ende einer Spiele-Trilogie überhaupt. Die Wunden eitern bis heute und die Daedalic-Foren quellen noch immer über vor Hasstiraden und verzweifelten Bittgesuchen. Dabei hatte mein Jahr mit dem hamburger Adventure-Entwickler doch so gut angefangen...


Schönste Atmosphäre

notr
...Und zwar mit Matt Kempkes märchenhaftem The Night Of The Rabbit. Die Atmosphäre, die die wunderschönen handgezeichneten Hintergründe mit ihren Lichtspielereien versprühten, die fantastische Musik und die Flut an unheimlichen, magischen und gemütlichen Momenten und Szenerien ist bisher unübertroffen und stellt alles in den Schatten, was mir im Laufe des Jahres begegnet ist. So im Nachhinein betrachtet hätte der Titel auf jeden Fall als einziges der Daedalic-Spiele-Flut wirklich ein S verdient gehabt – aber ich unterlag ja dem Irrglauben, ich müsste mir mein "Splendid!" noch für die anderen Rezensionen aufsparen. Pf.


Und nun: Meine Spieleoffenbarung 2013!

tox
Tja, wenn der alte Quell großer Spielfreude versiegt, dann muss man sich einen neuen suchen. Und tatsächlich: Mein Lieblingsspiel des letzten Jahres ist tatsächlich ein Japan-RPG, und zugleich das allererste, das ich überhaupt jemals selbst gespielt habe! Tales Of Xillia begeisterte mich so sehr mit seinen Charakteren, seiner Story, seiner Atmosphäre und – man höre und staune! – selbst seinem Echtzeit-Kampfsystem, dass ich in einen richtigen Heulkrampf geriet, als sich die Geschichte schließlich ihrem Ende näherte. Selbst von Menschen, die bereits sämtliche Tales-Teile zuvor mit mehr oder minder starker Begeisterung gespielt haben, wurde Xillia mitunter als das beste Tales bislang gefeiert, und da es auch mich dazu gebracht hat, mich plötzlich in Tales of the Abyss, Tales of Graces f und wiederholt in Tales of Vesperia zu stürzen, kann ich das sogar schon bestätigen! Bleibt nur zu hoffen, dass auch der zweite Teil, der gegen Ende des Jahres in Deutschland erscheinen soll, genauso überragend wird. Ich bin auf jeden Fall angefixt!


So, und damit wünsche ich euch auch noch mal ein schönes neues Jahr! Mögt ihr alle gesegnet werden mit einem herausragenden Spieleregen - und achtsamen Freunden! Kristin

Kommentare

Rian
03. Januar 2014 um 15:41 Uhr (#1)
Lügen! Fälschungen! Das... ist nicht so... wirklich wahr... naja... sorry ;___;
Haris
03. Januar 2014 um 15:48 Uhr (#2)
Ich fühle mich so schlecht :( Ich wusste doch, dass wir den DOTA-2-Platz in der Topliste lieber Kristin hätten überlassen sollen.
Jozu
04. Januar 2014 um 15:02 Uhr (#3)
oh...
Gast
18. November 2019 um 01:08 Uhr
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