Angespielt: Paddle Up

(Artikel)
Rian Voß, 29. September 2016

Angespielt: Paddle Up

Wozu überhaupt noch echtes Tischtennis?

Manche Menschen mögen Schwimmen. Oder einen Ball durch die Gegend treten. Ich mag Tischtennis. Was ich an Tischtennis nicht so mag, ist, dass man es drinnen spielen muss. Draußen kann man es zwar auch spielen, aber macht das mal in Schleswig-Holstein, wo der Passatwind mehr Röcke hochpustet als der Herr der Schildkröten an einem guten Tag. Da weiß man ja nie, ob man was richtig gemacht hat oder nur Dusel hatte. Also muss man sich eine Platte kaufen. Und die in einen Raum tun. Der dann quasi nur für die Platte da ist, denn wer will schon umbauen? Das ist alles ziemlich dumm. Stattdessen kaufe ich mir lieber eine VR-Brille und spiele virtuelles Tischtennis mit den drei anderen Leuten, die auch eine haben!

Für Lesefaule: Das Video zeigt eigentlich alles, was wichtig ist. Schaut es euch halt beim Abendessen an, so lang geht es jetzt wirklich nicht.

Paddle Up ist zwar noch im Early Access, aber... warum eigentlich? Okay, mehr Content wäre eigentlich nett, aber von mir aus kann das Spiel auch in die Vollversion gehen. Es hat alles, was man braucht: Topspin. Backspin. Rightspin. Das war's. Mehr braucht man nicht.

Okay, es hat noch mehr Dinge. Beispielsweise kann man seine Schläger mit vier Belägen beziehen, die dann auch wirklich die Eigenschaften des Schlags verändern. Das ist wichtig, denn manch einer will ja vielleicht nicht, dass der Ball wie vom Hafer gestochen von der Schlagfläche springt und eine Oma am Rande des Spielplatzes erschießt. Also kann man sich zwischen verschiedenen Spin- und Bounce-Stärken entscheiden. Ebenfalls wichtig: Hüte. Vom Kackehaufen über den Pferdekopf bis zum Zaubererhut ist alles dabei.

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"Hüte", denkt ihr. "Das ist doch bescheuert, in VR sieht man sich doch sowieso nicht!" Ja, aber die anderen schon! Paddle Up hat jetzt schon einen sehr ordentlichen Multiplayer, der geringe Latenzen und flüssiges Spielen selbst bei so krötigen Verbindungen wie bei Ben (Schleswig-Holstein) und mir (Bayern) erlaubt. Es ist hier aber wichtig zu erwähnen, dass bei Paddle Up nicht immer alles gleich fair ist. Denn ich bin nun mal besser als Ben und gewinne die ganze Zeit. Da müssen die Entwickler definitiv noch was machen.

Und auch ansonsten kann man die unendlichen Möglichkeiten der virtuellen Realität ausnutzen. Spielt im Weltraum! Oder auf dem Dach eines Penthouses, das ihr euch nie leisten könntet! Ohne Wind! Dafür manchmal mit Lag! Und dann schiebt alles auf den Lag! Man kann natürlich auch gegen CPU-Gegner spielen, Trainingskurse absolvieren, Bierpong spielen oder stundenlang herumblödeln.

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Mir gefällt Paddle Up sehr. Wenn ich bei der Arbeit bin, denke ich mir: "Mann, ich würde jetzt schon gerne nach Hause und gegen die frustrierend starke CPU verlieren." Es fühlt sich realistisch an, es sieht ordentlich aus und der Netcode kann nur noch wenig besser werden. Sogar dreidimensionaler Voicechat ist eingebaut. Sehr gut, weiter so! Kann es nur empfehlen!

Paddle Up wurde auf PC (Windows 10 64-Bit, 16 GByte RAM, Intel Core i5-4690, Nvidia GeForce GTX 970) mit HTC Vive angespielt. Der Redakteur hat sich das Spiel im Early Access selbst gekauft.

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24. November 2017 um 00:47 Uhr
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2016
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Plattform - PC-Spiele haben mit die älteste Tradition. Heutzutage laufen die meisten Games unter dem Microsoft Windows.

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