Assassin's Creed Brotherhood

(Artikel)
Joshua Peters, 03. Oktober 2011

Assassin's Creed Brotherhood

Morden im Multiplayer

Ich habe seinerzeit den ersten Assassin's Creed-Teil nicht durchgespielt, und hatte auch wenig Motivation das noch zu tun. Auch wenn ich ja wusste, dass es noch einen Twist gibt und der gut ist. Dann kam der zweite Teil und alle fanden den soooo toooooll! Und auch von Brotherhood waren viele begeistert. Nun gut, quäle ich mich halt mal durch den ersten, wenn ich schon mal alle Spiele zu Verfügung habe. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Der zweite Teil war wirklich sehr gut und auch Brotherhood konnte überzeugen - aber was ist das? Gar kein Artikel über Brotherhood im D-Pad? Oh - doch, ein Preview-Artikel, der aber eigentlich schon alles enthält, was man über das Spiel wissen muss. Außer den Multiplayer-Modus.


Auf den komme ich später noch einmal zurück, erst mal eine Auffrischung, damit ihr euch nicht noch durch den anderen Artikel kämpfen müsst. Wir springen genau an der letzten Stelle von AC2 wieder in Ezios Erinnerungen und werden erst mal vom Rest der Bruderschaft zusammengeschissen. Wenig später bereuen wir unsere Entscheidungen dann auch selbst. Alles geht kaputt und wir verziehen uns nach Rom. Desmond und Kumpanen suchen sich derweil auch einen neuen Unterschlupf. Von nun an verfolgen wir die Geschicke unseres Lieblings-Italieners im von den Borgia besetzten Rom.
Wirkliche Änderungen in der Steuerung gibt es kaum, aber Ezio wurde mit neuen Moves und Waffen versehen. Er kann jetzt auch große Eisen permanent mit sich herumschleppen, das Gift auf Distanz verschießen und die Pistole gemeinsam mit dem Schwert führen. Und man kann eine Armbrust haben! Endlich ein etwas dezenteres Werkzeug für's Töten auf Entfernung. In AC:B wird man allerdings von Nebenmissionen und anderen Beschäftigungen erschlagen, während man bei zwei ja nur ab und an mal ein Rennen gelaufen ist oder Ehemänner verprügelt hat. Hier können wir durch Rom streunern, können Gebiete vom Einfluss der Borgia befreien, dort dann Renovierungsarbeiten vornehmen, oder man tötet Templer-Agenten, besucht Schreine, die den Assassinengräbern ähneln, zerstört Waffen, führt Attentate aus, lässt Attentate ausführen, findet Botschaften von Subjekt 16, der mysteriösen Versuchsperson vor Desmond, und und und! Zwar ist die Story an sich nicht besonders lang, aber der Open-World-Aspekt und ein Arsch voll Herausforderungen fesseln einen sehr lange an die Konsole, wenn man denn will. Eine weitere Neuerung, die mich erst mal verwirrte, waren die Handelswaren, die Gegner bei sich tragen können. Gemüse, Stoffe, Edelsteine - alles mögliche. Und das kann man verkaufen für weitere Gewinne! Das habe ich auch sehr fleißig getan. Später gab es dann plötztlich Shop-Quests. Diese bestanden aus dem Sammeln bestimmter Güter, um neue Items freizuschalten. Leider habe ich alle seltenen Güter, die ich dafür hätte gebrauchen können, schon verscherbelt. Fuck.


Neben der Kampagne, die im Grunde nur ein ziemlich gutes Add-On ist, gibt es auch den Multiplayermodus, der auch schon für den zweiten Teil angekündigt war. Die Geschichte hinter dem Multiplayer sieht wie folgt aus: Abstergo Industries hat einen riesigen Haufen Animi, also Virtualisierungsmaschinen, mit denen nun alle Mitarbeiter, die sich ausgezeichnet haben, trainieren können. Dabei machen sie sich den Sicker-Effekt zunutze, so, dass die Agenten alles lernen, was sie im Animus zustande kriegen, um dann irgendwann die Assassinen zu plätten. Wir spielen also einen Abstergo-Agenten, der mit vielen anderen in einer Halle liegt, die LAN-Party seines Lebens in seinem Kopf erlebt und dabei zum Supersoldaten wird. Es gibt verschiedene Spiel-Modi und man bekommt natürlich nach jedem Spiel Erfahrungspunkte, durch die man im Level steigt, wodurch neue Perks freigeschaltet werden, mit denen man seinen Char an seinen Spielstil anpassen kann. Klassen gibt es nicht, nur Aussehen.


Die Modi sind vier an der Zahl: Gesucht, Kopfjagd, Allianz und Gesucht - Erweitert. Bei Gesucht bekommt man ein Ziel vorgegeben, während man selbst auch das Ziel von irgendwem ist. Ein Kompass zeigt einem grob an, wo man hin muss, und ein Bild, wie das Ziel aussieht. Damit es nicht zu Verwirrungen kommt, darf jedes Aussehen nur einmal pro Sitzung auftauchen und jeder kann (fast) jedes Aussehen auswählen. Es gilt also: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Nun muss man versuchen möglichst elegant und unbemerkt sein Ziel von seinem Leben zu trennen und dabei nicht getötet zu werden. Abhängig von der Platzierung in der Rangliste können einen auch mehrere gleichzeitig verfolgen. In Kopfjagd werden zwei Teams gebildet, in welchen alle Mitglieder gleich aussehen. In zwei abwechselnden Runden muss das eine Team das andere jagen. Es geht also für das gejagte Team darum sich möglichst gut zu verstecken. Allianz ist so eine Art Team-Gesucht mit kleineren Teams, die zusammenhalten müssen. Gesucht - Erweitert, ist Gesucht, nur mit erweiterten Regeln!

Der Multiplayermodus ist zwar nett und macht auch eine Weile lang Spaß, ist aber meiner Meinung nach kein Kaufgrund, sondern nur eine nette Dreingabe. Die Kampagne hingegen ist wieder sehr sehr gut gelungen und ich hatte sehr viel Spaß an der riesigen Menge an Sidequests, Herausforderungen und Open-World-Beschäftigungen. Ein anderes Highlight war natürlich Evils Name in den Credits. Go Evil!

Auch Ihr - Jozu

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11. Dezember 2017 um 07:03 Uhr
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19. November 2010
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