Titanfall DLC

(Artikel)
Torsten Ingendoh, 05. August 2014

Titanfall DLC

Neue Maps zum Austoben

Wisst ihr, wir haben schon länger nicht mehr über Titanfall geredet. Kaum zu glauben, wie können wir uns vor unserem aktuellen Lieblings-Online-Shooter nur so verschließen? Vor allem da jetzt zwei der drei angekündigten DLC-Mappacks draußen sind. Also nehme ich diesen besten aller Gründe mal zum Anlass, um das Thema wieder anzuschneiden. Es hat sich neben DLC auch patchtechnisch einiges getan. So gibt es für alle etwas Neues zu entdecken. Dann lassen wir mal unseren Titanen stürzen.

Patchänderungen

Respawn hat an so einigem rumgeschraubt. Neben Verbesserungen am Matchmaking wurde vor allem an den Waffen gearbeitet. Am schwersten hat es das Carbine getroffen, welches, ehrlich gesagt, ziemlich übermächtig war. So musste es an Genauigkeit einbüßen und im Standardmagazin finden sich nur noch 24 Kugeln. Wer 30 Kugeln will, braucht das große Magazin. Die Schrotflinte richtet nun weniger Schaden auf mittlerer Distanz an. Hemlok und Compact SMG machen nun mehr Aua pro Patrone und die Satchels haben einen kleineren Explosionsradius. Auch die gute 40mm Cannon musste einstecken: Hier befinden sich nundeutlich weniger Kugeln im Magazin, dafür hat der Quad Launcher ein Raketenpäckchen mehr enthalten. Hinzu kommen noch zahlreiche Tweaks in Interface und Gameplay. Man kann nun für jeden Spielmodus zwei spezielle Piloten- und Titanenloadouts erstellen und sie auch benennen. Es gibt nun auch Burncards für die Titanenausrüstung und man kann Burncards schneller auswählen, wenn man tot ist. Außerdem erweitert jeder Generationenaufstieg das Burn-Card-Inventar um sechs Slots bis zu einem Maximum von 100 auf Gen 10. Wem das nicht reicht: Der neue Schwarzmarkt bietet Burncard-Boosterpacks für In-Game-Credits an, die man sich zusätzlich in den Matches verdient. Weggeworfene Burn Cards werfen ebenfalls einige Credits ab. Microtransactions mit Echtgeld soll es weiterhin nicht geben.

DLC1screenSwampland01

Momentan darf man auch einen neuen Spielmodus ausprobieren: Marked for Death. Dabei wird in jedem Team ein Spieler zum Abschuss freigegeben. Um zu punkten, muss man den markierten Feind töten, bevor es den Teamkollegen umgehaut. Nach genügend Matches kann ich gelassen behaupten, dass rein per Zufall markiert wird - wer sich also für seine eigene Markierung den Titanen aufspart, kann ziemlich in die Röhre gucken. Spielerisch gefällt mir der Modus sehr, da er den Kampf gegen Piloten besser betont als Pilot Hunter. Anstatt alles abzuballern, was einem im Weg steht, kann man hier viel zielgerichteter auf die Jagd gehen. Teamwork ist wichtig beim Verteidigen, aber eine geniale Einzelaktion kann auch den Sieg erhaschen. Von mir aus kann dieser Modus bleiben. Es ist übrigens ein besonderer Frust, wenn man den Punkt verliert, weil der markierte Zielkollege stirbt, während man gerade das feindliche Ziel aus dem Titanen reißt. Eventuell könnte Respawn den Gegner zumindest für die Punktzahl bereits beim Raußreißen für tot erklären.

Expedition

Mit dem ersten DLC-Pack reihen sich drei neue Maps ein: Swampland, Runoff und Wargames. Jede Karte bietet viel mehr offenes Areal, was dem DMR und dem Kraber neue Einsatzmöglichkeiten bietet. Das scheint auch das Motto zu sein: Kämpfen auf Distanz. Das stellt mich schon deshalt zufrieden, weil die Originalkarten diesbezüglich nur wenig boten. Es zeigt aber auch, wie schwer Sniping in diesem doch sehr schnellen Spiel ist, vor allem da die Maps nicht nur mehr Weite bieten, sondern auch mehr Höhe. Vor allem Swampland mit seinen hohen Bäumen bietet viele Snipernester in schwindelerregenden Höhen. Wem das zu viel ist, der kann auch in die Ruinen laufen, um sich an Nahkampfscharmützeln zu beteiligen. Selbiges gilt auch bei Runoff, das mit den verwinkelten Gebäudepassagen viele Möglichkeiten bietet sich auf kurze Distanz zu beharken, man aber auch viel im Freien herumturnen kann. Hier wird aber auch schnell klar, dass das Außenareal von Runoff viel deutlicher von Titanenkämpfen dominiert wird als etwa bei Swampland.

DLC1screenWargames01

Wargames ist saucool. Anstatt auf irgendeinem Planeten zu kämpfen, ist das Setting hier eher eine LAN-Party. Die Pilotenkapseln aus dem Training werden zu einem Netzwerk verbunden, um eine Schlacht zu simulieren. Die Karte sieht sehr nac Tron aus, mit einigen Gebäuden aus den verschiedensten Karten hier und dort angepappt. Das Intro besteht auch nicht aus der klassischen Schiffslandung, sondern zeigt, wie man gerade die Kapsel aktiviert, passend mit Ansage, was gleich gespielt wird. Nett gemacht. Von den drei DLC Maps hat sie auch das einfachste Layout. Es gibt kaum Schlupfwinkel oder Schleichpfade, die Größe ist sehr überschaubar und es geht eigentlich sofort zur Sache. Als nettes Detail zerfallen getötete Feinde sofort zu digitalem Staub.

Frontier's Edge

Auch das zweite Zusatzpaket folgt dem Trend des guten Mapdesigns. Auf den Karten DigSite, Export und Haven darf sich nach Herzenslust ausgetobt werden. DigSite entführt uns in eine Erzmine, in der laut Ladebildschirm "hoch energetisches Erz" abgebaut wird. Die feuchten Höhlen sind vor allem eines: Schwach beleuchtet. Wie es sich für eine Titanfall-DLC-Map gehört, gibt es genügend weitläufige Areale für Fernkämpfe, ebenso wie viele enge Räume für nähere Scharmützel. Zusätzlich wird die Zielerfassung durch die nicht so hellen Lichtverhältnisse erschwert. Export ist weitaus besser beleuchtet und bietet dafür weniger Weitläufigkeit. Das Design ist anfangs etwas verwirrend, da viele Wege doch durch Gebäude gehen, aber man findet sich dann doch schnell zurecht. Wer snipen will, bekommt einen schönen Aussichtspunkt, von dem man fast die ganze Karte ausspähen kann. Doch vorsicht, im Gebäude darunter kann ein Spieler auch einfach auf einen Generator schießen, wodurch der Zaun Stromstöße verteilt und jeden Scharfschützen da oben grillt. Fies.

haven_03

Haven entführt die Kämpfer endlich mal wieder in ein urbaneres Setting. Ein Wellnessresort an einem Strand mit großen Gebäuden, die hohe Räume bieten. Schon mal einen Titanen an einer Hotelrezeption gesehen? No problem, aber mit Zimmerservice kann er wohl nicht rechnen. Die mittlere Kampfdistanz scheint hier das höchste der Gefühle zu sein, da es nur an den Rändern größere Flügel zum Überblicken gibt. Dafür kann man sich von außen schnell mit Ziplines wieder ins Zentrum bewegen, um flugs zur Action zu finden. Viele Räume haben zusätzlich mehrere Zugänge, was Camping fast schon unmöglich macht und die Dynamik der Schlachten am Leben erhält.

9,99€ werden pro DLC verlang, was etwa 3,33€ pro Karte entspricht. Manch einer mag sich beschweren, dass man hier sehr wenig für sein Geld kriegt, wenn man das aber auf CoD Preise hochrechnet, dann klingt das nicht mehr ganz so überzogen. Dort werden immerhin noch 15€ pro fünf Karten verlangt. Vor allem aber setzen die Mappacks den Trend des Hauptspiels fort, nämlich verdammt gut designte Schlachtfelder. Alternativ gibt es auch einen Season-Pass für 24,99€, mit dem man dann auch den dritten DLC bekommt, sobald er erscheint. Titanfall hält sich wacker auf Platz Eins meiner Lieblingsshooter für Multiplayer und mit den neuen Karten wird das Spiel dort auch eine Weile bleiben, vermutlich bis Titanfall 2 kommt. Und das wird kommen, wir sprechen hier von EA. Wer das Spiel genau so liebt wie ich, der sollte sich den DLC gönnen.

Kommentare

Rian
06. August 2014 um 17:20 Uhr (#1)
Ich bin von den kleinen Neuerungen auch angetan, ebenso gibt's an den Karten nichts zu meckern. Allerdings merkt man die Preisschwelle beim Onlinespiel doch schon, wenn in den DLC-Playlists häufiger mal nur Vierer- oder Fünfterteams zustande kommen. Es kauft sich einfach nicht jeder, und selbst wenn, dann spielt es nicht jeder.
Ben
07. August 2014 um 10:20 Uhr (#2)
Ich finde die Änderungen und Ergänzungen durch die Patches tatsächlich beachtlicher als die neuen Karten. Zumal sie kostenlos sind. Sie shaden der Abwechslung allerdings nicht.
Gast
02. Dezember 2021 um 05:10 Uhr
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13. März 2014
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Plattform - Nachfolger der Xbox 360 von Microsoft. Angekündigt am 21. Mai 2013, ist die Heimkonsole am 22. November 2013 in Deutschland und weiten teilen Eruopas erschienen.

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