Pure

(Artikel)
Benjamin Strobel, 22. Dezember 2009

Pure

Quad-Rennen mit Stil

Nachdem ich von Burnout Paradise so enttäuscht war, hatte ich erst mal Angst von Arcade-Racern auf der Konsole. Was war geschehen? Warum konnte Burnout nicht so gut bleiben wie es war? Ich hab dann erst mal eine Rennpause gemacht (wie Schumi!), aber dann fiel mir Pure in die Hände. Dieser anderthalb Jahre alte Quad-Racer von Disney Interactive, beliebte Bundle-Copy für die 360. (zehn Euro bei Amazon)

"Okay", denke ich. "Mal wieder ein Racer!" Eingelegt, angespielt, süchtig geworden. Daher auch mein Einstieg rund um Burnout: Ähnlich wie bei Takedown und Revenge kann ich einfach nicht aufhören diesen Titel zu spielen. Nur noch ein Rennen, nur noch dieses Event, und nur dort nochmal Erster werden! So redet man sich schön, wenn man die ganze Nacht vor dem Bildschirm sitzt. Wichtige Anmerkung: Die deutsche Sprachausgabe ist sehr gelungen und ich verspürte ausnahmsweise mal keinen Drang, auf englisch umzustellen. Und nur damit wir uns vestehen: Bei Burnout Paradise ging nicht mal das. Deutsch und Französisch gab's da. In deutsch war es mies und in französisch... naja, lassen wir das.

Kopf an Kopf beim Start

Kaum hat man die Disc eingelegt, wird man ins Spiel geworfen. Stimme aus dem Off (Gott oder so ähnlich): "Bevor Sie richtig spielen dürfen, müssen sie erst mal beweisen, dass Sie gut genug sind." Und dann musste man so lange Tutorial spielen, bis man's gepackt hatte. Okay, das war auch nicht zu schwer. Und wenn man anschließend richtig spielen wollte, ging erst mal der Editor auf. Schön! Quad numero uno zusammenschrauben. Mit gefühlten drei Millionen Einzelteilen. Es gibt sogar zehn veschiedene Markengriffe! Für Freaks ist das ein Paradies (definitiv nicht das Burnout Paradise, haha), man kann Stunden damit verbringen und jedes Produkt ist wohl einzigartig. Viele Teile sind rein ästhetischer Natur, wichtige Bauteile (Motor?) beeinflussen hingegen die Statistiken eures Fahrzeugs. Mit der Zeit kann man natürlich immer neue Teile freischalten (Sucht!).

Kopf an Kopf im Rennen

Wenn das Spiel dann wirklich losgeht, bemerkt das geschulte Spielerauge, dass die Grafik auch ein Jahr nach dem Release noch immer schön anzusehen ist. Die Strecken offenbaren großartige Weitsicht und sind richtig schön bergig, schlammig, verwinkelt und fies. So mag man's!
Neben dem eigentlichen Fahren fokussiert Pure noch sehr stark auf's Tricksen. So gilt es, bei jedem noch so kleinen Hügelchen abzuspringen und in der Luft möglichst abgefahrene Kunststücke zu machen. Dies baut eine kleine Leiste unten auf, die nach und nach immer bessere Tricks freischaltet. Bis man schließlich richtig aufwändig inszenierte Spezialmoves machen kann. Allerdings kann man die Energieleiste auch zum Boosten benutzen. Je mehr Tricks, desto mehr Boost - allerdings verliert man beim Boosten wieder nach und nach die höherstufigen Tricks, so dass man auf geringen Stufen wieder länger braucht, um die Leiste aufzubauen. Das kann einen wahnsinnig machen! Soll ich boosten? Nein, dann werd ich ein Trick-Level verlieren.. aber Moment: Wenn ich nicht booste werde ich verlieren! Aber reicht der Boost schon? Oder lieber noch ein Trick und dann erst boosten? Das alles ist schon eine große Gemeinheit.

Kopf in die luftige Frische und einfach mal loslassen!

In der Welttournee gibt es dann veschiedene Renntypen: Normales Rennen, Sprint und Freestyle. Der Sprint ist im Grunde einfach ein schnelles Rennen, während es beim Freestyle nicht um die Position geht, sondern um's Punkten durch Tricks. Das Ganze teilt sich auf in zehn Stufen (ja, es wird schwerer, man beginnt bestimmte Strecken zu hassen, weil man einfach nicht Erster wird). Und mit jedem Rennsieg werden neue Bauteile freigeschaltet, sodass man sein Quad ständig verbessern kann. Außerdem kann man sich mit bis zu 15 anderen Spielern online Kopf an Kopf-Rennen liefern. Wenn man nicht ohnehin gerade damit beschäftigt ist, sich neue Quads zusammen zu bauen. Für einen Zehner, sogar auch sonst, kann ich Pure wärmstens empfehlen. Ein würdevoller Arcade-Racer! Nex

Kommentare

Ben
23. Dezember 2009 um 19:35 Uhr (#1)
Anhang: Leider kein Offline-Multiplayer. Schade!
Damien
24. Dezember 2009 um 12:37 Uhr (#2)
Ich frage mich, was sich die Hersteller dabei denken. Arcade-Racer ohne Splittscreen...
Motorstorm habe ich mir damals gerade aus diesem Grund nicht gekauft.
Ben
24. Dezember 2009 um 14:30 Uhr (#3)
Ja, es ist irgendwie frech. Man will ja schließlich auf der Couch sitzen und seinen Gegenspieler anfluchen.
999eric999
07. November 2010 um 19:08 Uhr (#4)
Kann ich das spiel pure runterladen oder nich ???
Gast
17. Oktober 2019 um 13:05 Uhr
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