Viewtiful May Evil

(Artikel)
Benjamin Strobel, 02. April 2008

Viewtiful May Evil

God Hand, die Zweite

Gut erkannt: hier vereinen sich die Spiele Viewtiful Joe, Devil May Cry und Resident Evil zu einem durchgeknallten Hybriden. Doch das ist keineswegs ein Zufall, hat dasselbe Entwicklerteam eben an genau jenen Titeln mitgewerkelt. So erhält man die goldige 3rd-Person Schulterperspektive aus RE4 sowie schlagfeste Kombinationsangriffe und durchgestylte Cutszenes wie sie aus Devil May Cry bekannt sind. Die verrückten Ideen und abgedrehten Charaktere entstammen ganz eindeutig aus demselben Universum wie Viewtiful Joe.
Äh, ja, hab ich nicht letzten Monat schon mal von God Hand berichtet? Jap. Aber das Spiel ist einfach so gut, dass ich noch mehr davon erzählen möchte muss. Wer den ersten Artikel aber noch nicht gelesen hat, sollte das auf jeden Fall nachholen und anschließend hierher zurückkehren.

Was ich hinzufügen kann

FLIIIIIEEEEG!
Da ist zum einen die enorme Spielzeit. Die in speicherbare Abschnitte untergliederten Missionen benötigen allesamt mehrere Stunden Spielzeit, mit weiterem Fortkommen ansteigend mehr. Während man für Mission eins mit einer Stunde noch auskommt, ist im vierten Level bereits mit der dreifachen Länge zu rechnen.

Obwohl die Texturen PS2-schwammig und die Level eher simpel bis langweilig gestrickt sind, unterscheiden sich die Locations als solche doch sehr stark voneinander, was sich natürlich auch auf die Art und Erscheinung der Feinde auswirkt. So treibt es uns nicht nur in die Saloons der Prärie, das Innere eines Schlosses und verschiedene Höhlen, sondern auch in einen Zirkus und sogar auf einen gigantischen Krabbelroboter, der nur zu sehr an die guten alten Scarabs erinnert, die wir bereits aus Halo kennen.


Drei gegen einen? Ist doch unfair! Also, für die...
Obwohl der Fokus in God Hand ohne Frage auf sinnfreier Klopperei liegt, tauchen zwischendurch auch immer mal kleine Rätsel und optionale Aufgaben auf. So zum Beispiel das Retten von Unschuldigen, indem man ihnen Gegengift sucht, sie aus einer Schar von Gegnern befreit oder verhindert, dass Feinde sie aus reiner Bosheit in Luft sprengen.
Erstaunlich ist im Übrigen auch, dass God Hand einfach nicht langweilig wird. Es benötigt nicht mehr Knöpfe als nötig, keine tiefe Story und nur ein einfaches Gameplay (Feinde schlagen). Das Schöne ist, dass diese einfache Art zu spielen problemfrei Spaß macht. Und obwohl das Spiel sehr leicht zu erlernen ist, meistert man es nur schwer. Man stolpert, steckt ein, stirbt. Aber da es jedes Mal aufs Neue motivierend ist, seine Gegner quer durch die Stage zu boxen, stört es kaum, wenn man einen Bereich wiederholen muss. Auch nicht beim dritten oder zehnten Mal. Ganz ehrlich. Und obwohl God Hand einen hohen Schwierigkeitsgrad hat, ist es nie wirklich unfair. Man sollte sich allerdings damit anfreunden, dass die Kamera etwas gewöhnungsbedürftig ist. Wer damit zurecht kommt, wird lange, lange Spaß an der Hand Gottes haben. Nex

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22. Januar 2020 um 19:39 Uhr
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