Shatter

(Artikel)
Rian Voß, 10. Januar 2011

Shatter

Bis die Welt zerbricht

Hah! Endlich mal wieder ein Spiel, das die Pong-Regel gänzlich erfüllt: Avoid missing ball for highscore. Das heißt zwar nicht, dass das Spiel gut sein muss, aber man muss keinen Bachelor im Game Design gemacht haben, um die volle Gänzlichkeit des Spiels wertschätzen zu können. Und komplexer als versprochen wird Shatter auch nicht, denn hier haben wir es mit einem gelungen Breakout with a Twist zu tun. Und die beiden graziösen Features lauten: Saugen und blasen.

Ist mir jetzt vollkommen egal, was für pubertäre Gedanken ihr habt, hier geht aus auf jeden Fall nicht um ein Pong-Hentai-Spiel. Nein, nein. Wir spielen ein Gerät, das, wie viele seiner Geschwistergeräte, tagein, tagaus nur eins macht: stupide im Weltall einen Ball gegen eine Wand werfen. Aber da machen wir nicht mit. Mit Wucht hauen wir unseren kleinen Tennisflopp ins Fundament, zerbrechen die Wände und befinden uns nun auf der Flucht vor... Tja, wovor eigentlich? Und warum eigentlich? Egal! Hauptsache weg!

Die Flucht vor dieser unheiligen Maschinerie gestaltet sich levelweise und in jedem Abschnitt müssen sämtliche Objekte zerstört werden, eben so wie beim klassischen Breakout. Mit zerstörten Kisten und sonstigen explosiven Angelegenheiten kommt man an Power-Ups ran, die einem das Leben schöner und den Ball etwa unstoppbar (der Unstoppaball, haha) machen, geht der Ball aber ins Netz, lassen wir ein Leben.
Nun kommt aber hinzu, dass wir den Ball nicht nur doof reflektieren, sondern auch ein bisschen anders herummanipulieren können - durch das Ansaugen und Wegpusten. Das Gute an beiden Sachen ist schon einmal, dass sich dadurch der Ball ein wenig manövrieren lässt und sich bestimmte Kisten mit ein bisschen Übung leicht anvisieren lassen. Das bleibt allerdings nicht lange so, denn man hält sich ja nicht nur in Rechtecken auf, sondern auch gerne mal in kreisförmigen Gegenden, wo man das Ballverhalten erst mal ganz neu lernen muss. Sauerei!
Ansaugen und Blasen hat aber auch weitere Vor- und Nachteile: zieht unser kleiner Roboter die Luft ein, kommt ihm noch so allerhand anderer Kram entgegen. Das können gute Dinge sein, wie die Scherben von zerstörten Objekten, die die Energie für den Schutzschild oder den verheerenden Scherbensturm auffüllen, aber auch schlechte Dinge wie Atommüll. Der bringt uns zwar nicht um, aber dermaßen betäubt lässt sich schlecht das Bällchen zurückschlagen.
Und hat man dann noch Bock auf den Highscore, lässt man einfach noch zwei oder drei weitere Bälle los, um den Nervenkitzel und den Multiplikator in die Höhe zu treiben.


Am Ende einer jeden Story-Welt wartet dann auch noch ein Endgegner darauf, auf die Fresse zu bekommen. Diese bildschirmfüllenden Schurken haben natürlich einen ausgezeichneten Schwachpunkt, der mit einem Druck auf die Splitterorkantaste oder simplem Ballbeschuss ordentlich malträtiert werden will. Stimmungsvoll kommt dann natürlich noch mit kristallischen Melodien und hämmerndem Rhythmus die Musik dazu, bei der ich wunderbar mitwippen konnte. Das ist ja fast wie BIT.TRIP Beat, nur ohne den Frust!

Zu guter Letzt kann man auch noch mit einem Kumpel auf Punktejagd gehen. Der kann dann zwar bei geteiltem Bildschirm meist nicht auf eine zweite Maus zugreifen, aber dafür gibt's ja Gamepads, nicht wahr? Oder halt gleich auf PSN.
Mir gefällt Shatter ganz gut und als kleiner Pausenfüller zwischendurch für ein oder zwei Personen ist das Ding immer zu haben. Rian

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19. Oktober 2019 um 17:04 Uhr
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