Castlevania: Lords of Shadow

(Artikel)
Rian Voß, 31. August 2010

Castlevania: Lords of Shadow

I peitsch you

Sobald ein Titel der Castlevania-Serie mal nicht klassisch 2D ist und daraus besteht, dass man sich non-linear durch Level kämpft und zaubert, schaut die Spielergemeinschaft argwöhnisch auf und zückt die Augenbraue, denn bisher gab es noch keinen überdurchschnittlichen Teil in 3D. Der Serien-Reboot Castlevania: Lords of Shadow könnte diese Regel der Schmach durchbrechen.


Die Kacke ist am dampfen: Das Bündnis zwischen Menschheit und den Mächten des Himmels ist bedroht und eine Macht namens Lords of Shadow hält die gestorbenen Seelen davon ab, ihren Weg ins Jenseits zu finden. Gabriel Belmont steht mit seiner Peitsche als einziger zwischen der der Welt und der Finsternis und wird dabei unterstützt von seiner toten Schwester Marie. Bonus: Das Spiel bekommt in der Originalversion Patrick Stewart als zusätzlichen Erzähler in der Rolle von Gabriels Mentor Zobek spendiert.
"Aha", denkt man sich da. "Belmont? Da kann Dracula nicht weit weg sein!" In gewisser Weise stimmt das auch, der alte Blutsauger ist wieder mit von der Partie, aber angeblich eine andere Persona als der/die Lords of Shadow und rein historisch haben weder die Belmonts noch der Graf irgendwas mit den bisher bekannten Figuren zu tun. Reboot halt.

Hurr durr hurr hurr durr hurr

Ich durfte auch gleich nach dem PS3-Knüppel greifen und mit Gabe ein paar undefinierbare Monster kaputt hauen. Die Steuerung ist ähnlich wie in jedem anderen Beat 'em Up dieser Sorte und es wäre eine Schande, wenn man da noch viel falsch machen würde. Leichter Angriff, schwerer Angriff und so weiter, die Kombos purzeln nur so aus diesem Lichtritter heraus.
Wirklich interessant wird die Sache erst, wenn man die Schultertasten betrachtet: Besiegte Gegnern lassen, wie so üblich, Orbs zurück. Die werden allerdings nicht automatisch eingesammelt, sondern entweder mit einem Druck der linken oder rechten Schultertaste. Worin liegt der Unterschied? Die eine Seite füttert die Leiste mit Lichtenergie, die andere die Leiste mit Schattenenergie. Dementsprechend liegen Licht- und Schattenzauber auch wieder links und rechts auf dem zweiten Paar Schultertasten und führen etwa Heilung oder Waffenverstärkung herbei.

Wie es sich für diese Art von Spiel gehört, müssen auch noch ein paar andere Elemente zwingend vorhanden sein: Sprungpassagen mit Wandkraxeln (hier hilft die Peitsche), Rätsel (sehr interessant: Löst man Rätsel ohne Tipps, gibt es volle Erfahrungspunkte, die sich pro Tipp verringern) und Bosskämpfe mit riesigen Kolossen, bei denen man natürlich Quicktime-Finisher anbringen kann.


Das klingt alles noch nicht besonders, aber es ist auch kompliziert, einen 3D-Slasher hervorzuheben, selbst wenn er wirklich gut ist. Es sei euch aber gesagt, dass Lords of Shadow jegliche Basis dieses Genres schon einmal richtig macht und auf dem Bildschirm passieren genug Dinge (auch originelle, wie das Herunterkicken eines Gnoms von dem Rücken seines Reitnashorns, mit dem man dann ein Tor einrammen muss), um den Spieler bei der Stange zu halten. Um die hoch angesetzte Durchschnittsqualität der Konkurrenz zu übertreffen, muss LoS aber natürlich noch einen drauflegen, vor allem was Atmosphäre betrifft, von der ich im mit Gesprächen und Fragen gefüllten Raum mit wenig Ton und Zeit zu lesen leider nur wenig mitbekam, aber der Cast an Synchronsprechern verspricht zumindest schon mal einiges. Rian

Kommentare

Damien
03. September 2010 um 20:46 Uhr (#1)
Das Spiel macht bisher einen guten Eindruck auf mich. Auch wenn es kein zweites Symphony of the Night wird und eher in die Richtung DMC und GoW geht.
Gast
01. Februar 2023 um 00:44 Uhr
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08. Oktober 2010
PLATTFORM
PC
Plattform - PC-Spiele haben mit die älteste Tradition. Heutzutage laufen die meisten Games unter dem Microsoft Windows.
Playstation 3
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Xbox 360
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