Samba de Amigo

(Artikel)
Benjamin Strobel, 01. Oktober 2008

Samba de Amigo

Rasseln bis zum Abwinken

Und da sind wir wieder! Für die Freunde der leichten Unterhaltung und alle Wohnzimmergymnasten in albernen Joggingstramplern! Für alle sexy Wii-Zockerweibchen und die braun-verkohlten Latino-Brüder auf Abwegen in Rio! Und natürlich für den die junge Gattung des Hardcore-Casualgamers, der 24 Stunden am Tag Minispiel-Highscores in die Höhe treibt.

Das D-Pad meldet sich zurück mit einem aktuellen Report zu Samba de Amigo für die die Wii. Yay! durchströmte es meinen Körper, als der Titel vor ein paar Tagen endlich erschien. Endlich mal wieder ein Wii-Game, das neuen Party-Spaß ins Wohnzimemr bringt! Zumal es sich bei Samba de Amigo um ein Musikspiel handelt - und die sind ja derzeit echt im Kommen. Was viele nicht wissen: Samba de Amigo ist der Port eines längst vergessenen Sega Dreamcast-Titels, der damals sogar mit einem speziellem Maracas-Controller ausgeliefert wurde.

Das Spielprinzip ist einfach: Kaum ist Livin la Vida Loca oder Mambo No. 5 ausgewählt, erscheinen sechs Kreise auf dem Bildschirm. Drei auf jeder Seite, einer für jeweils oben, unten und die Mitte.

Dann erscheinen in Ringform kleine Punkte, die sich auf die jeweiligen Kreise zubewegen. Sobald so ein Punkt im Zentrum des Kreises ist, muss der Spieler die rechte (Wiimote) bzw. linke Hand (zweite Wiimote oder Nunchuck) in der ensprechende Höhe schütteln. Und da man hier den Rhythmus mit Maracas simuliert, nennt sich das dann nicht mehr schütteln, sondern rasseln!

Um Abwechslung zu schaffen, gibt es auch Einlagen, in denen man eine Pose einnehmen muss (das heißt: Wiimote/Nunchuck dauerhaft auf einer bestimmten Höhe halten). Sieht auf jeden Fall lustig aus, wenn man andere dabei beobachtet!

Neben diesem normalen Modus kann man auch den Disco-Modus wählen, bei dem man zusäztlich zum Rasseln und Posen auch noch einfache Tanzbewegungen (meistens Armschwingen) ausführen muss.

Das war's dann mit dem Gameplay. Man muss allerdings sagen, dass es vollkommen ausreicht, um allein oder zu zweit im Multipalyer eine Menge Spaß zu haben. Wenn man Casual-Gamer ist. Denn vielleicht kann man diesen mit einer lausigen Steuerung über's Ohr hauen ohne dass er es mitbekommt. Aber den Core-Gamer kann man nicht täuschen! Spätestens auf den höheren Schwierigkeitsgraden wird man nämlich bemerken, dass die Sensorik der Wiimotes die Bewegungen nicht mehr akkurat übersetzen kann und sobald es wirklich nötig ist, schnell von oben nach unten zu wechseln, versagt die ganze Mechanik einfach. Man wird wirklich kaum noch Töne treffen und das suckt.

Daher bleibt Samba de Amigo trotz vieler Features wie Downloadable Content und Online-Ranglisten sowie einer großen Auswahl an Musiktiteln wirklich nur ein Spiel für Zwischendurch. Das Knacken des Highscores wird zur Random Error-Qual bei der Bewegungserkennung und der Spaß bleibt leider auf der Strecke. Wirklich Schade, zu Dreamcast-Zeiten hat es doch auch geklappt! Nex

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20. September 2019 um 22:49 Uhr
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