Angespielt: Blasphemous

(Artikel)
Benjamin Strobel, 31. August 2019

Angespielt: Blasphemous

2D Dark Souls in echter Retro-Pixelgrafik

Blasphemous ist vielleicht nicht der erste Versuch, Dark Souls in ein 2D-Spiel zu übertragen, aber nicht zuletzt aufgrund seines Artdesigns einer der eindrücklichsten. Die Kickstarter-Kampagne gab dem Studio bereits Recht: über 300.000 von 50.000 USD war überzeugten Unterstützen das Projekt wert. Auf der Gamescom haben wir Blasphemous angespielt - auch auf der Nintendo Switch.

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"Was wäre wenn, wenn der Sega Mega Drive 16GB RAM gehabt hätte?", fragt einer der Entwickler von Blasphemous auf der Gamescom in den Raum. "Wir wollten eine echte Retro-Grafik erzeugen, ohne moderne Effekte. Nur mit stärkerer Hardware." Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Blasphemous erinnert tatsächlich an die 16bit-Tage eines Mega Drive, überzeugt zugleich aber durch eine sehr gut Performance, auch auf der Nintendo Switch. Das Artdesign transportiert schon in kurzer Zeit eine sehr dichte, bedrückende Atmosphäre und nicht zuletzt die Hauptfigur brennt sich als ikonische Silhouette sofort ins Gedächtnis.

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Soulslike ist durchaus eine passende Gameplay-Beschreibung von Blasphemous. Eine andere wäre Action-Platformer mit leichten RPG-Elementen. Die Spielwelt ist großteils offen und nicht-linear. Anders als bei Metroidvania-Spielen benötigt ihr aber keine speziellen Fähigkeiten, um an neue Orte zu gelangen (auch wenn es einige Zusatz-Areale gibt, die man nur unter bestimmten Voraussetzungen erreicht). Von Screen zu Screen fordert Blasphemous einerseits Geschick in Platforming, andererseits Taktik und Management der Magie-Leiste in Kämpfen. Nicht selten muss man sich einiger Gegner entledigen, die essenzielle Punkte im Platform-Parkour bewachen und zuschlagen, wenn man sich ungeschickt anstellt. Natürlich kann man sie in bester Souls-Manier ignorieren und umgehen, muss dafür aber Präzision und Bestleistungen im Platforming hinlegen.

Spätestens bei Bossgegnern ist der Kampf allerdings nicht mehr optional. Mit geschickten Schlägen und Ausweichrollen muss man stets entscheiden, wann ein geeigneter Zeitpunkt für den Angriff ist und wann man sicher besser zurückzieht. Dabei muss man einerseits die Magie managen, die man für stärkere Aktionen benötigt, und andererseits die eigene Lebensenergie, die man - ganz wie bei Souls - mit Fläschchen wieder auffüllen kann. Dabei ist Blasphemous ähnlich unnachgiebig wie seine 3D-Vorlage, durch die 2D-Seitenansicht aber deutlich übersichtlicher. Insgesamt scheint Platforming deshalb auch eine deutlich größere Rolle zu spielen als bei der Inspirationsquelle.

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Blasphemous war schwierig, atmosphärisch und hat in mir definitiv ein Gefühl von Soulslike ausgelöst. Schon am 10. September können wir alle genauer erforschen, welchem Genre wir Blasphemous zuordnen wollen, wenn der Titel für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch erscheint.

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16. September 2019 um 02:54 Uhr
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10. September 2019
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Nintendo Switch
Plattform - Hybrid aus Konsole und Handheld. Unter dem Codenamen Nintendo NX angekündigt, ist die Nintendo Switch im März 2017 weltweit erschienen.
PC
Plattform - PC-Spiele haben mit die älteste Tradition. Heutzutage laufen die meisten Games unter dem Microsoft Windows.
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