Angespielt: Battlefield 1

(Artikel)
Torsten Ingendoh, 24. August 2016

Angespielt: Battlefield 1

Krieg von vor 100 Jahren

DICE will wirklich nicht noch mal dasselbe Spiel herausbringen. Nicht nur, dass das neue Battlefield recht weit in die Vergangenheit reist und den ersten Weltkrieg als Setting wählt, es mischt sich auch tüchtig im Gameplay auf. Dies ist ein anderer Krieg und das wird besonders klar, wenn man es selbst gespielt hat. Ich durfte bei EA eine Runde im bekannten Rush-Modus spielen und austesten, wie Battlefield 1 an der bekannten Formel rüttelt.

Rush, das heißt: ein Team greift an, eines verteidigt. Die Angreifer müssen in jedem Kartenabschnitt zwei Ziele zerstören, ehe sie weiter vorrücken dürfen. Die Verteidiger hingegen müssen solange die Stellung halten, bis die Angreifer keine Wiederbelebungs-Tickets mehr übrig haben. In Battlefield 1 sind die Angriffsziele Telegraphenmasten. Und sie sind auch nutzbar.

battlefield_1-riders

Von Zeit zu Zeit können die Verteidiger einen Artillerieschlag anfordern. Kurz darauf hagelt es Granaten auf alle Feinde, die gerade von euren Soldaten gespottet wurden. Also immer schön Ausschau halten. Selbiger Artillerieschlag wird auch ausgelöst, wenn die Angreifer einen Sektor erobert haben, um den Rückzug der Verteidiger zu decken. Das mischt das alte Spielprinzip ordentlich auf.

Auch die Soldaten haben neue Möglichkeiten. Da der erste Weltkrieg das Ende der alten Kriegsführung und den Beginn einer neuen markierte, werden Elementen aus zwei Kampfstilen hier miteinander verbunden. Aus der Moderne die Schusswaffen, Granaten und Panzer, aus der alten Kriegsführung die Pferde und vor allem der Nahkampf.

Battlefield 1 mag es viel persönlicher als die Vorgänger, man steht näher am Feind dran, Schusswechsel über größere Distanzen sind wirklich auf Scharfschützen begrenzt. Und da so gut wie jedes Gewehr damals noch mit einem Bajonett ausgestattet war, kann man beim Sprinten in einen Bajonett-Ansturm wechseln, um unachtsame Gegner aus dem Sprint heraus aufzuspießen. Wer nicht rennen mag, darf auch gerne mit einem Säbel zuhauen, wahlweise auch vom Rücken eines Pferdes.

Battlefield1-multiplayer-screenshots-6Choo Choo, Motherfucker

An den Klassen hat sich auch einiges getan. Es gibt wieder einen dedizierten Medic, der Mitstreiter heilt und per Spritze wiederbelebt. Assault muss wieder ohne Medkits auskommen, soll dafür effektiver gegen Fahrzeuge sein. Ganz neu sind die Fahrzeugklassen. Wer in einem Panzer spawnt, nimmt automatisch die Tanker-Klasse an. Diese löst die Ingeneure ab und repariert Fahrzeuge per Hammer.

Wer im Flugzeug spawnt, wird zum Piloten, und wer hoch zu Ross die Schlacht betritt, wird Kavallerist. Es gibt noch drei Elite-Klassen, in die man durch Pickups auf der Karte wechseln kann, ähnlich den Helden aus Battlefront. Zu ihnen zählen Sentry, Flame Trooper und Tank-Hunter. Leider hatte ich nicht das Glück ein solches Pickup zu finden. Ebenfalls versprochen: gepanzerte Züge. Na, das wird lustig.

Mir gefällt es, dass die Kämpfe jetzt weitaus dichter sind, als noch in Battlefield 4. Zumindest im Rush-Modus kam es selten vor, dass man ganz alleine war oder von weit entfernt mit Kugeln eingedeckt wurde. Das Grundgerüst ist eigentlich kaum verändert worden, aber der neue Fokus, das andere Setting und damit die anderen Waffenarten sorgen doch für ein anderes Kampfgefühl. Ich bin gespannt, wie sich das Ganze in größeren Schlachten spielt. Ich freue mich auf das neue Battlefield.

Kommentare

Rian
24. August 2016 um 12:01 Uhr (#1)
Das könnte tatsächlich nach sehr langer Zeit wieder ein Militärshooter werden, der mich interessiert.
Gast
24. Mai 2019 um 15:17 Uhr
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