Angespielt: Dreadnought

(Artikel)
Torsten Ingendoh, 17. August 2016

Angespielt: Dreadnought

Weltraumschlachten für jeden Stil

Sci-Fi-Serien haben in der Regel eines gemeinsam: Raumschiffe. Diese können aber unterschiedlicher nicht ausfallen. Mal sind es kleine wendige Jäger, mal große Fregatten. Wäre doch eigentlich unfair, beides gegeneinander antreten zu lassen. Das sehen Yager Development nicht so und bieten deswegen in Dreadnought eben solche Schlachten. Bei einem kleinen Hands-On durfte ich mich davon überzeugen, ob das auch klappt. Spoiler-Warnung: es klappt.

Dreadnought ist ein Free-To-Play-Online-Arena-Shooter, in dem sich zwei Teams aus Raumschiffen entweder im Weltall oder auf Planeten bekämpfen. Wie dieses Raumschiff ausgerüstet ist, das dürft ihr entscheiden. Es gibt fünf Schifssklassen, die sich nochmals in Unterklassen aufteilen - und über deren Bewaffnung, Ausrüstung und Crew bestimmt man selber.

Unterschiedlicher können diese Schiffstypen nicht sein. Man kann wendige Schiffe spielen, die schwer zu treffen sind, dafür nicht viel aushalten, oder man wählt ein großes Schlachtschiff, das sehr leicht zu treffen ist, dafür viel aushält und gut austeilen kann. Vielleicht soll das große Schlachtschiff mehr mit großen Geschützen auf Distanz angreifen, oder aber ihr wählt ein Manöver, mit dem man für einen kleinen Moment einen Warpsprung ausführt, um so direkt beim Gegner aufzutauchen, damit man ihm eine volle Breitseite verpassen kann. Alles möglich. Es gibt auch Schiffe, die eigentlich nur ein großes Geschütz mit Düsenantrieb sind. Ebenso kann man Schiffe mit Reperaturstrahlern ausstatten, um Verbündete zu heilen.

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Free-To-Play heißt natürlich auch, dass man Geld ausgeben kann. Wie es sich für ein gutes F2P Spiel gehört, erhält man für echtes Geld nur kosmetische Vorteile. Interessant sind hier die sogenannten Heldenschiffe, die man kaufen kann. Dies sind Raumschiffe, die Legenden aus dem Lore gehören, und nur wer Geld ausgibt, kann mit ihnen in die Schlacht ziehen. An diesen Schiffen kann man dafür nichts verändern, man muss sie so nehmen, wie sie sind. Pay-to-Win sind diese Schiffe aber nicht, denn man könnte sie auch nachbauen. Lediglich ihr Look macht sie einzigartig. Was man definitiv nicht kaufen kann, sind neue Ausrüstungsteile für die Schiffsklassen. Die muss man sich im Kampf verdienen.

Yager setzt sehr viel auf Fairness. Ja, Schiffsteile, die man freischaltet, sind mächtiger als die Standardteile, wer also mit einer ausgelevelten Korvette angreift, ist gegenüber frischen Korvetten im Vorteil. Damit aber Neueinsteiger nicht gleich von solchen Spielern abgefrühstückt werden, wird das Matchmaking den Schiffslevel berücksichtigen. Zusätzlich soll das noch mit eurem persönlichen Skilllevel verbunden werden. Erfahrene Spieler, die endlich mal ihren Jäger aufrüsten wollen, bekommen demnach ebenso erfahrene Gegner vorgesetzt, statt Neulingen das Leben schwer zu machen.

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Soviel zur Theorie. In der Praxis spielt es sich sehr flott und wirkt fair. Ich hatte eine Korvette gebastelt nach dem Vorbild des klingonischen Bird of Prey. Tarnfeld, schnelle Blaster und Torpedos, getarnt ins Getümmel stürzen und zur Not fliehen. Die Steuerung ist ganz klar an Ego-Shootern orientiert und funktioniert ziemlich gut. Man hat sich bei den Matches ein Vorbild an Titanfall genommen, sprich: NPC-Raumschiffe bevölkern das Schlachtfeld und bieten die Möglichkeit, zusätzlich Punkte zu sammeln.

Nach ein paar Minuten hatte ich auch den Dreh raus mit Wechsel zwischen Waffen, wann ich welche Fähigkeiten zünde, wann ich die Energie zu den Schilden umleite. Und es machte Spaß. Ich hatte ein paar schöne Manöver, wurde aber durch Unachtsamkeit auch schnell von einer Fregatte zersägt, weil ich nach meinem Angriff den Rückzug nicht antrat.

Haltet Ausschau nach Dreadnought. Noch befindet sich das Spiel in einer Closed Beta, aber sobald diese geöffnet wird, empfehle ich jedem Fan von Raumschiffschlachten sich am Kampf zu beteiligen. Die Probeschlacht war durchaus flott, wurde aber nie unübersichtlich. Und da wirklich für jeden Schiffsstil was dabei ist, sollte auch jeder was finden können, was ihm gefällt.

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06. Dezember 2019 um 07:57 Uhr
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