The Division: Underground DLC im Test

(Artikel)
Benjamin Strobel, 27. Juli 2016

The Division: Underground DLC im Test

Lootrausch für zwischendurch

Nachdem The Division im März einen erfolgreichen Launch hinlegte, häuften sich in den folgenden Monaten die Berichte darüber, dass von der Player Base kaum noch aktive Spieler übrig sind. The Division hat mit drei kostenlosen Updates bereits ordentlich nachgelegt, konnte die meisten Spieler jedoch nicht zurückgewinnen. Könnte der erste DLC, Underground, für neuen Anreiz sorgen?

Randomisierte Dungeons
Der Kern von Underground sind die neuen Underground-Operations. Nach der abgeschlossenen Kampagne des Hauptspiels haben die Feinde sich in den Untergrund zurückgezogen und plagen die Stadt von dort aus. So ist es an den Agenten der Division, den Gullideckel hochzuklappen und in den Tiefen von New York für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen.

Der Untergrund ist ein eigenes PvE-Areal fernab der Open World. Für jede Operation wird ein "Dungeon" zufällig generiert. Obwohl man hier und dort die Versatzstücke wiedererkennt, zeigt sich der Untergrund recht abwechslungsreich und wandelbar. Allerdings bieten die Zufallsmissionen im Grunde nur mehr vom Altbekannten: Ihr bekämpft dieselben Kugelschwämme wie im Hauptspiel, neue Gegnertypen gibt es nicht. Allerdings sind die Level durch Fallen etwas aufgepeppt. So gibt es beispielsweise Störsender, die eure Fähigkeiten blockieren, oder ihr werdet unter Strom gesetzt, wenn ihr nicht aufpasst, wo ihr hintretet.

Was mir an den Underground-Operations ausgesprochen gut gefällt, ist der zentrale Zugang in der Base of Operations. Von dort aus kann man sofort in eine Mission hüpfen, die je nach Schwierigkeit in 15 bis 20 Minuten schon geschafft ist. Das sind perfekte Häppchen für zwischendurch, vor allem für Berufstätige - ihr müsst nicht erst Stunden hineinstecken, um etwas herauszubekommen.

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Das beste Loot in kürzester Zeit
Der zweite große Reiz am Untergrund ist das ausgesprochen gute Loot. Während man mit Daily Missions oft lange farmt, bis man prächtige Ausrüstung findet, bekommt man das Equip in Underground geradezu in den Allerwertesten gepumpt. Es gibt am Ende jeder Missionen immer einen Endboss und eine Lootkiste. High-End-Gear oder besseres Loot ist im Grunde garantiert. Das ist auch deshalb super spannend, weil mit dem DLC auch vier neue Armor-Sets kommen. Diese wurden bereits mit den kostenlosen Updates eingeführt und bieten besondere Boni, wenn man alle Teile einer Rüstung sammelt. In Underground bekommt man deutlich schneller ein Set zusammen als sonst, was diesen Modus sehr lohnenswert macht.

Je schwieriger die Mission, desto besser natürlich das Loot. Und wie schwierig eine Mission werden soll, bestimmt man selbst. Man kann nicht nur den klassischen Schwierigkeitsgrad einstellen, sondern mit zusätzliche Modifikatoren eine Mission besonders herausfordernd machen. Eine der sogenannten Direktiven deaktiviert beispielsweise eure Minimap, eine andere sorgt sogar dafür, dass ihr permanent Energie verliert. Einerseits kann es dadurch sehr knifflig werden, andererseits ist die Belohnung extrem gut. Nur allein solltet ihr die Underground Operations nicht starten. Die Missionen sind grundsätzlich No-Respawn-Zones, das heißt, ihr müsst die Mission von vorne spielen, wenn ihr draufgeht. Im Koop könnt ihr von Kollegen wieder aufgesammelt werden, Einzelspieler finden sich sofort in der Basis wieder. Den DLC allein zu spielen ist unendlich frustrierend und lohnt sich wirklich gar nicht.

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Neue Incursion: Dragon's Nest
Wenn ihr The Division seit Launch nicht gespielt habt, erwartet euch eine weitere Neuerung: Incursions - The Divisions Raids. Diese Missionen sind besonders fordernd und sollten nur in Teams bestritten werden, die entweder gut eingespielt sind oder auch mit Fremden gut zusammenarbeiten können. Dragon's Nest ist die dritte Incursion des Spiels und vermutlich auch die schwierigste. Neben kreativen Aufgaben, die eine willkommene Abwechslung zum übrigen Gameplay darstellen, bekommt ihr es mit vier Bossgegnern gleichzeitig zu tun, was einfach nur unheilig ist. Wer eine neue Herausforderung sucht, hat sie gefunden.

Fazit
Wenn The Division euch bisher nicht überzeugt hat, oder mittleweile einfach langweilt, wird Underground daran wohl nichts ändern. Das Kern-Gameplay ist unverändert, und ich ballerte auf dieselben Gegnertypen, auf die ich schon hundert Stunden geballert habe. Wer allerdings gern grindet und allzu leicht in den Lootrausch verfällt, findet eine großartige Erweiterung, die das beste Loot in kürzester Zeit bietet. Man kann sogar ganz casual für eine halbe Stunde reinhüpfen und mit High-End-Gear wieder rauskommen. Ein Fest für alle Teilzeit-Geier! Ben

The Division: Underground wurde auf der Xbox One getestet. Ein Testmuster wurde uns von Ubisoft zur Verfügung gestellt.

The Division: Underground

(Ranking)
B
RANK
Anständig. Stärken und Schwächen halten sich die Waage. Positive Überraschungen sind genauso selten wie negative. Unterm Strich muss man seine Spielzeit keinesfalls bereuen.

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14. November 2019 um 03:11 Uhr
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RELEASE
08. März 2016
PLATTFORM
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Plattform - Die Playstation 4 (PS4) von Sony ist eine Spielkonsole der 8. Generation. Sie erschien am 29. November 2013 europaweit als Nachfolger der Playstation 3.
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