Tipps: Pokémon GO

(Artikel)
Benjamin Strobel, 12. Juli 2016

Tipps: Pokémon GO

Pokémon fangen, XP farmen und Akku sparen

Pokémon GO ist heute offiziell in Deutschland erschienen. Allerdings ist man als Einsteiger schnell überfordert - denn nicht alle Mechaniken sind selbsterklärend. In diesen Tipps erfahrt ihr, wie man Pokémon fängt, schnell Erfahrungspunkte verdient und dabei sogar Akkulaufzeit einspart.

Pokémon finden
Pikachu als Starter fangen
Zu Beginn des Spiels werdet ihr aufgefordert, ein Startpokémon zu wählen. Ganz traditionell stehen euch Bisasam, Schiggy und Glumanda zur Verfügung. Ihr könnt aber auch vor diesen Pokémon weglaufen (sprich: in der echten Welt den Ort verlassen). Nach einer Weile wird Pikachu erscheinen, das ihr ersatzweise als Startpokémon fangen könnt.

Raschelnde Gräser sind Spawnpunkte
Raschelt es im Gras, habt ihr einen guten Ort gefunden, um Pokemon zu fangen. Aufgewühlte Blätter sind trotzdem keine Garantie dafür, dass sich ein Pokémon an genau der Stelle befindet. Die Wahrscheinlichkeit, in der Nähe ein Pokémon zu finden, ist allerdings deutlich höher als woanders. Wenn also nicht sofort ein Monsterchen auftaucht, lauft noch mal eine Runde ums Gras, dann wird es schon klappen.

Spuren richtig lesen (Update!)
Achtung: Aktuell macht ein Bug es unmöglich, die Spuren der Pokémon zu lesen. Egal was ihr tut, es werden immer drei Pfotenabdrücke angezeigt. Wir updaten diesen Abschnitt, wenn der Fehler behoben wird.

In der rechten unteren Bildschirmecke könnt ihr sehen, welche Pokémon in eurer Nähe sind. Tippt einmal drauf, um eine größere Liste zu erhalten. Pokémon, die oben in der Liste stehen sind nähre dran als welche, die weiter unten stehen. Zudem könnt ihr unter hedem Pokémon Fußspuren sehen. Je mehr Füßchen abgebildet sind, desto weiter muss man gehen, um das Pokémon zu finden (drei heißt weit weg, eins heißt nahe dran). Wenn ihr eines der Pokémon gezielt suchen wollt, tut das in zwei Schritten:

(1) Zuerst lasst ihr die Liste geöffnet und geht weiter in eine Richtung. Achtet darauf, ob das gewählte Pokémon in der Liste weiter nach oben wandert - dann seid ihr richtig. Sinkt die Position in der Liste weiter nach unten, solltet ihr die Richtung wechseln.

(2) Ist das Pokémon auf den vorderen Plätzen in der Liste, ist der Fundort nicht mehr weit. Jetzt könnt ihr das Pokémon auswählen und die Liste schließen. Ihr müsst nur noch auf die Fußspuren achten: werden es weniger, seid ihr auf dem richtigen Weg, werden es mehr, müsst ihr die Richtung wechseln. Wenn ihr keine Spuren mehr seht, ist das Pokémon ganz in eurer Nähe. Manchmal muss man noch etwas herum gehen, bis es schließlich auf dem Bildschirm erscheint.

Update: Entgegen früherer Gerüchte zeigt das Blinken des Feldes in der unteren rechten Bildschirmecke offenbar nicht an, dass ihr in die richtige Richtung lauft. Stattdessen blinkt es immer dann, wenn die Liste geupdatet wird und ein neues Pokémon hinzu kommt.

Rauch richtig einsetzen
Rauch lock Pokémon zu euch, aber es gibt einen Haken: Wenn ihr still steht, erscheint nur alle 5 Minuten ein neues Pokémon. Wenn ihr euch aber bewegt, werdet ihr alle 200 Meter von einem Poki überrascht. Wenn ihr das meiste aus dem Rauch herausholen wollt, solltet ihr also in bewegung bleiben!

Achtet auf Lockmodule
An PokéStops (blaue Punkte auf der Karte) bekommt ihr nicht nur Items, sondern könnt auch Lockmodule einsetzen, um Pokémon dorthin zu locken. Wenn ihr selbst keine Lockmodule habt, könnt ihr von den Modulen anderer Spieler profitieren: Auf der Karte sprühen PokéStops nämlich lila Funken aus, wenn jemand ein Modul eingesetzt hat. Wenn es also so aussieht als ob dort eine Party gefeiert wird, wird es das wahrscheinlich auch. Dann solltet ihr unbedingt zu dem PokéStop aufbrechen, um dort Pokémon einzufangen und andere Spieler zu treffen.

Pokémon fangen
Zielen ist leichter ohne Augmented Reality (AR)
Wenn AR eingeschaltet ist, seht ihr die Pokémon auf dem Display als wären sie in der realen Umgebung. Das ist ein witziges Feature, allerdings müsst ihr das Telefon genau auf das Monster ausrichten und dürft nicht wackeln, wenn ihr einen Pokéball werft. Zielen geht deutlich leichter, wenn ihr AR ausschaltet: dann erscheint das Pokémon stets in der Mitte des Bildschirms. Wenn ihr dabei seid, ein Pokémon zu fangen, erscheint der AR-Button oben rechts. Ihr könnt das Feature jederzeit ein- und ausschalten.

Beeren erhöhen die Fang-Chance
Sobald ihr Beeren habt, könnt ihr diese nutzen, um Pokémon leichter zu fangen. Allerdings hält die Wirkung einer Beere nur für den nächsten Wurf. Keine Sorge: Wenn ihr einen Pokéball daneben werft, müsst ihr keine neue Beere ausgeben. Nur wenn ihr das Pokémon auch trefft, wird die Beere verbraucht - und hilft hoffentlich dabei, das Pokémin einzufangen.

Gute Würfe erhöhen die Fang-Chance
Findige Programmierer haben durch Data-Mining herausgefunden, dass Curveballs und gute Würfe die Fang-Chance erhöhen. Um einen Curveball zu werfen, haltet den Finger auf den Pokéball und dann kreist damit schnell auf dem Bildschirm, bevor ihr werft. Das gibt bei Erfolg zusätzlich 10XP und erhöht die Fang-Chance. Für einen guten Wurf müsst ihr möglichst genau in die Mitte des Kreises um ein Pokémon werfen. Je kleiner der Kreis zu diesen Zeitpunkt ist, desto mehr Erfahrungspunkte erhaltet ihr (bis zu 100XP) und erhöht außerdem die Fang-Chance.

Fragezeichen über dem Kopf eines Pokémon
Werden euch statt des WP-Wertes eines Pokémon nur Fragezeichen angezeigt, ist euer Trainer-Level noch zu gering, um das Pokémon ohne Weiteres zu fangen. Ihr könnt es zwar probieren, aber vermutlich werdet ihr viele Versuche benötigen. Versucht nur dann solche Pokémon zu fangen, wenn es euch wirklich wichtig ist! Vermutlich werdet ihr viele Items (Bälle und Beeren) dafür verbrauchen.

Bunte Kreise
Wenn ihr einem Pokémon begegnet, werdet ihr bemerken, dass ein Kreis um das Pokémon immer kleiner und dann wieder groß wird. Die besten Chancen, es einzufangen, habt ihr, wenn der Kreis möglichst klein ist. Schnippt im richtigen Moment, um den Pokéball zu werfen, und mit etwas Glück gehört das Pokémon euch. Auch die Farbe des Kreises hat eine Bedeutung:

  • Grün: Das Pokémon ist leicht zu fangen, normale Pokébälle genügen.
  • Orange: Das Fangen ist schwieriger, ihr solltet möglichst bessere Bälle (z. B. Superbälle) verwenden.
  • Rot: Das Fangen ist sehr schwierig, denn das Pokémon ist selten und stark. Benutzt die besten Pokébälle, die ihr habt, wenn ihr dieses Pokémon fangen wollt.


Pokémon leveln
Verstärkt eure Pokémon mit Items
In Pokémon GO könnt ihr nicht mit wilden Pokémon kämpfen, um zu trainieren. Stattdessen müsst ihr eure Pokémon über Items verstärken. Wenn ihr euch eines eurer Pokémon anseht, seht ihr neben dem Button "Power-Up" die Kosten: Sternenstaub und ein entsprechendes Bonbon. Beides erhaltet ihr, indem ihr weitere Pokémon derselben Sorte einfangt. Es lohnt sich daher, auch schwache Pokémon zu fangen. Zusätzlich könnt ihr doppelte Pokémon an den Professor schicken, der euch dafür ein weiteres Bonbon überlässt (wenn ihr euch ein Pokémon anseht, ist ganz unten der Button "Verschicken").

Fangt viele Pokémon einer Sorte
Um genügend von den wichtigen Bonbos für ein Power-Up zu erhalten, müsst ihr mehrere Pokémon derselben Sorte fangen. Das lohnt sich aber auch deshalb, weil ihr sehen werdet, dass die recht unterschiedlich stark sind. Der Wert "WP" zeigt die Stärke eures Pokémon an. Am Anfang findet ihr vielleicht ein Taubsi mit WP 12 - es gibt aber auch Exemplare mit WP 80 und höher. Je besser der Startwert ist, desto höher kommt ihr mit dem Pokémon hinaus. Dasselbe gilt natürlich für Entwicklungen, die ebenfalls Bonbons kosten.

Entwickelt Pokémon so oft ihr könnt
Habt ihr genug Bonbons von der richtigen Sorte, könnt ihr euer Pokémon entwickeln. Jede Entwicklung gibt euch 500 XP, egal ob ihr das Pokémon schon habt oder nicht. Natürlich wird euer Pokémon dadurch auch deutlich stärker. Es kann sich aber auch lohnen, Entwicklungen für Glücks-Eier aufzusparen (siehe unten).

Eier ausbrüten
Limitierte Brüter richtig verwenden
Zu Beginn habt ihr nur einen Brüter, den ihr beliebig oft verwenden könnt. Später bekommt ihr weitere Brüter, die man nur für eine begrenzte Anzahl von Eiern verwenden kann, bis sie kaputt gehen. Ihr holt das meiste aus diesen Brütern heraus, wenn ihr sie für die 10km-Eier benutzt. In derselben Zeit könnt ihr den unbegrenzten Brüter fünfmal für ein 2km-Ei verwenden. Andersrum hättet ihr den anderen Brüter längst verbraucht.

Glücks-Eier richtig nutzen
Für die Level 9, 10 und 16 erhaltet ihr Glücks-Eier. Wenn ihr diese verwendet, erhaltet ihr für 30 Minuten doppelte Erfahrungspunkte für alles, was ihr tut. Um das meiste aus dem XP-Bonus herauszuholen, solltet ihr vorher möglichst viele Pokémon einfangen, um Bonbons zu sammeln. Wenn ihr den XP-Bonus bekommt, entwickelt ihr so viele Pokémon wie möglich, denn für jede Entwicklung gibt es Erfahrungspunkte. Hier sind ganz besonders die kleinen Pokémon wie Taubsi interessant, da sie nur zwölf Bonbons für eine Entwicklung benötigen. Mit einem Glücks-Ei könnt ihr pro Entwicklung 1000 XP verdienen.

Erfahrungspunkte verdienen
Dafür gibt es Erfahrungspunkte
  • PokéStop besuchen (50 XP)
  • Pokèmon im Gym des eigenen Teams besiegen (50 XP)
  • Pokèmon im Gym eines gegnerischen Teams besiegen (100 XP)
  • Beliebiges Pokémon fangen (100 XP)
  • Ei ausbrüten (200 XP)
  • Neues Pokémon fangen (500 XP)
  • Pokémon weiterentwickeln (500 XP)


Erfahrungspukte schnell verdienen
  • Immer wieder in PokéStops einchecken: Es dauert nur wenige Minuten, bis ihr einen PokéStop erneut besuchen könnt. Ihr erhaltet jedes Mal wieder Items und 50 XP.
  • Fangt jedes Pokémon: Egal wie schwach es ist oder wie oft ihr es schon habt, ihr erhaltet jedes Mal 100 XP.
  • Pokémon erst entwickeln, wenn ihr ein Glücks-Ei habt: so erhaltet ihr für jede Entwicklung 1000 statt 500 XP.


So spart ihr Akkulaufzeit
Wenn ihr viel unterwegs seid, kann Pokémon GO schnell den Akku aussaugen. Diese Tipps helfen euch, Energie zu sparen:

  • Regelt die Helligkeit eures Telefons herunter: es hilft.
  • Schaltet unnötige Verbindungen wie Bluetooth und WLAN ab, denn diese verbrauchen ständig Energie.
  • Energiesparmodus in der App aktivieren: Drückt auf den Pokéball -> Einstellungen -> Häkchen bei "Batteriesparer" setzen. Wenn ihr das Telefon jetzt auf den Kopf stellt, bleibt die App aktiv, aber der Bildschirm dunkel.
  • Schaltet Augmented Reality (AR) beim Fangen aus: Der Gebrauch eurer Kamera bei AR benötigt zusätzliche Energie. Schaltet ihr AR ab, könnt ihr etwas Akkulaufzeit sparen.
  • Verwendet Offline-Karten über Google-Maps: Da Pokemon GO über die Google API läuft, melden einige Spieler, dass der Akku-Verbrauch geringer ist, wenn man sich die Karte der eigenen Umgebung über Google Maps offline speichert. Im Spiel muss sie dann nicht ständig aktualisiert werden. Dazu geht in Google Maps auf Einstellungen -> Offline-Karten -> Plus-Symbol drücken -> Gegend wählen -> Fertig.


Kennt ihr noch mehr Tipps? Schreibt sie uns in die Kommentare! Ben

Kommentare

Ratzfratzfeld
Gast
14. Juli 2016 um 14:04 Uhr (#1)
Batteriesparmodus in den Einstellungen in der App aktivieren und dann das Handy auf den Kopf stellen -> Bildschirm schaltet auf dunkel (vorher am besten trotzdem manuell im Handy die Bildschirmhelligkeit runterregeln).
Ben
14. Juli 2016 um 14:30 Uhr (#2)
Danke für den Tipp, das haben wir ergänzt!
Adrian
17. Juli 2016 um 12:17 Uhr (#3)
Für alle Leute, die wie ich ein Windows Phone nutzen und somit kategorisch von Pokemon GO ausgeschlossen sind: Auf change.org gibt es eine Petition, die die Entwicklung von Pokemon GO für Windows 10 fordert. https://www.change.org/p/nintendo-the-pokemon-company-the-pokemon-company-niantic-inc-develop-pokémon-go-for-windows-10-and-windows-mobile-10
Zwar ist die Chance ziemlich gering, dass die Entwickler das kümmert, aber vielleicht können wir ihnen damit einen kleinen Denkanstoß liefern, wenn sich genug Leute zusammensammeln.
Escobar
Gast
18. Juli 2016 um 13:18 Uhr (#4)
Wenn ihr eine Arena gefunden habt die für euch alleine zu stark ist könnt ihr euch einen Freund schnappen, die Arena gleichzeitig herausfordern und von nun an werdet ihr die Kämpfe zu zweit bestreiten. Ihr werdet doppelt soviel Schaden verursachen, aber jeder Spieler bekommt immer noch den gleichen Schaden den er bekommen würde wenn er alleine spielen würde.

Ansonsten ein sehr solider Artikel.
Ben
18. Juli 2016 um 18:20 Uhr (#5)
Vielen Dank für den Tipp!

Das Arena-Gameplay haben wir bisher nicht abgedeckt, weil wir selbst noch damit experimentieren und Erfahrung sammeln. Ich denke, dazu wird es nochmal einen zusätzlichen Beitrag geben, weil das nochmal ein sehr umfangreicher Teil ist.
Gast
01. Dezember 2022 um 20:03 Uhr
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