The Lab im Test

(Artikel)
Rian Voß, 18. Juni 2016

The Lab im Test

Bestimmt ein Engine-Test für Half-Life 3 in VR! BESTIMMT!!1

Letzte Woche hatten wir mit dem Job Simulator einen gechillten Start in die Welt der Virtual Reality. Bevor ich mich auf Reviews zu anstrengenderen Spielen schmeiße, ist noch ein Pflichttitel an der Reihe: The Lab von Valve. Weil hey. Wann hat Valve das letzte Mal ein Spiel gemacht?

The Lab ist, genau wie Job Simulator, eine Minigame-Sammlung. Im Gegensatz zu Job Simulator ist The Lab aber eine hübsche Minigame-Sammlung. Wir schlüpfen in die Haut eines Mitarbeiter der Aperture Science Labs, wo wir freie Hand haben, um eine ganze Reihe von quirligen Geräten auszuprobieren. Zu den weniger eindrucksvollen (aber für VR-Neulinge immer noch eindrucksvollen) Attraktionen gehören die Postkarten, der medizinische Menschenscanner, das Sonnensystem und der Geheimladen.

the-lab-longbow

Die Postkarten versetzen und an exotische Orte, wo man sich gemütlich umsehen und sich stückweit fortbewegen darf. Es ist im Grunde Google Maps Streetview, nur dass man mit einem Akkordeon-Hund-Roboter Stöckchenholen spielen darf. Im medizinischen Menschenscanner kann man das Hologramm eines Menschen durchtrennen und dem Herrn (oder der Dame) ein wenig in die Eingeweide gucken. An der Stelle wäre es interessanter gewesen, wenn denn auch die Körperteile irgendwie benannt worden wären. Stattdessen guckte ich ein bisschen und verließ den Raum schnell wieder.

Das Sonnensystem ist da schon etwas eindrucksvoller. Hier steht man wirklich in unserem Sonnensystem, kann Planeten aus ihrer Umlaufbahn reißen und sie in die Sonne werfen. Viel passiert nicht, aber es ist hübsch anzuschauen. Im Geheimladen kann man dagegen ein wenig seine magischen Fähigkeiten testen.

the-lab-slingshot

Das ist alles schön und gut. Wofür Spieler diesen Titel aber häufiger mal einschalten werden, sind die anderen Mini-Spiele. Erst einmal ist da der Langbogen. Hier schnappt ihr euch Pfeil und Bogen und versucht, Angreifer davon abzuhalten, das Burgtor zu stürmen. Es gibt Explosionsfässer, heißes Öl und die Kontrolle ist ein Traum. Ich fühlte mich wie ein Bogenmeister, als ich Pfeil um Pfeil in die kleinen Strichmännchen zimmerte, und meine Arme wurden echt schnell lahm. Aber genugtuend war's!

Die Steinschleuder ist Angry Birds. Nur eben aus der Ego-Perspektive! Man versucht ganz viele Türme mit einer begrenzten Anzahl Bällen umzureißen. Besonders effektiv sind da die Explosionsfässer. Es gibt allerdings auch blaue Boxen. Zerstört man die, bekommt man einen Tracer-Ball, der beim Spannen anzeigt, wohin er fliegt. Besonders praktisch für weit entfernte Türme, für die man nicht zu viele Bälle verschwenden möchte. So viel Spaß ich mit den ganzen abschießbaren Persönlichkeitskugeln hatte, so schwierig ist das Spiel aber auch. Eine wirkliche Zielhilfe gibt es nicht, es ist alles irgendwie Trial and Error - und ein kleiner Spielraum kann euch beim Spannen schnell nerven.

the-lab-xortex

Xortex ist ein cooler Twist auf das althergebrachte Bullethell-Spielprinzip. Statt aber, wie ihr jetzt vielleicht vermutet, selbst zum Raumschiff zu werden, mit dem man ganz vielen Kugeln ausweicht, greift man sich mit dem Bewegungscontroller der Vive einen Flieger und düst mit ihm herum wie mit einem Modellflugzeug in der Hand. Dann ballert man in einem 180-Grad-Raum auf alles, was kreucht und fleucht, und versucht in einer dreidimensionalen Arena allen Kugeln auszuweichen. Und ihr habt nur ein Leben. Richtig unterhaltsam und definitiv empfehlenswert. Ein bisschen aufgebauscht könnte das auch locker ein Standalone-Titel sein.

Das letzte Highlight versteckt sich hinter dem unscheinbaren Namen Roboter-Reparatur. Nun. Es beginnt sicherlich als Roboter-Reparatur. Aber... Nun, ich will euch den Spaß nicht verderben. Schaut es euch auf jeden Fall nur durch die Brille an.

Fazit
The Lab teilt sich im Grunde ein Fazit mit Job Simulator: Es ist ein wunderbare Einstiegsdroge für mehr VR-Spaß. Es unterscheidet sich vom Job Simulator, da es zu weniger chaotischem Blödsinn verleitet und dafür mehr echte Spiele enthält. Wer außerdem was für die Augen will, sollte sich sich unbedingt das hübsche Labor anschauen. Da The Lab aber gratis ist, muss man nicht mal zwischen den beiden Titeln wählen, also... los geht's!

The Lab wurde auf dem PC (Windows 10 64-Bit, 16 GByte RAM, Intel Core i5-4690, Nvidia GeForce GTX 970) mit HTC Vive getestet. Das Spiel ist gratis.

The Lab

(Ranking)
B
RANK
Anständig. Stärken und Schwächen halten sich die Waage. Positive Überraschungen sind genauso selten wie negative. Unterm Strich muss man seine Spielzeit keinesfalls bereuen.

Kommentare

Talis
20. Juni 2016 um 15:27 Uhr (#1)
Ich mache das Spiel letztendlich nur noch für Langbogen an und es ist wirklich unterhaltsam und anstrengend!
Rian
22. Juni 2016 um 00:19 Uhr (#2)
Spiel mal Holopoint! Das Review kommt bald. :)
Gast
22. November 2019 um 22:37 Uhr
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RELEASE
05. April 2016
PLATTFORM
PC
Plattform - PC-Spiele haben mit die älteste Tradition. Heutzutage laufen die meisten Games unter dem Microsoft Windows.

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