Star Fox: Guard

(Artikel)
Torsten Ingendoh, 26. April 2016

Star Fox: Guard

Tower Defense mal anders

Wohl eine der überraschendsten Ankündigungen von Nintendo war Star Fox: Guard, welches für einen zeitgleichen Launch mit Star Fox: Zero angekündigt wurde. Ja, wo kommt das denn her? Nun, auf der E3 2014 war es noch als Project Guard bekannt - ein Spiel, das die Möglichkeiten der Wii U aufzeigen sollte. Auf dem Fernseher kann man 12 Kameras verfolgen und auf dem Gamepad sieht man eine Minimap und wählt aus, welche Kamera man direkt steuert. Jede Kamera hat ein Lasergeschütz und mit dem muss man angreifende Roboter zerlegen, bevor diese das Zentrum der Karte erreichen. Dem Ganzen wurde ein Star-Fox-Skin verpasst und das kann man jetzt kaufen. Ist es einen Blick wert? Schauen wir doch mal.

StarFoxGuard1Böser Roboter.

Am ehesten lässt sich Star Fox: Guard als Tower Defense bezeichnen. Man hat seine Lasertürme und verschiedenste Gegnertypen wollen eure Basis erobern. Genaugenommen die Angriffsroboter. Erreicht so einer das Zentrum, hat man verloren. Vernichtet man sie alle, hat man gewonnen. Klingt einfach, ist es aber nicht. Denn dazu kommen die Chaosroboter. Sie haben die Aufgabe eure Kameras zu sabotieren, damit man nicht so leicht die wichtigen Angriffsroboter zerstören kann. Das erreichen sie entweder, indem sie bei euren Kameras explodieren und sie so außer Gefecht setzen, oder sie sind kleine Panzer, die von weitem auf eure Kameras schießen. Eine andere Sorte stellt praktisch wandelnde Rauchbomben dar, sodass man die Angriffsroboter nicht sieht. Beim Beseitigen der Angriffsroboter sollte man diese Störenfriede nicht vergessen.

Als Hintergrundgeschichte hält Slippys Onkel Grippy Toad her, der seinen Lebensunterhalt damit verdient Edelmetalle zu fördern. Und diese Förderstationen gilt es zu verteidigen. Auf jedem Planeten des Lylatsystems findet sich eine. Nach und nach arbeitet man sich so durch die Level. Jeder Planet hat mehrere Layouts mit verschiedenen Missionen und zum Schluss gibt es noch einen Bosskampf, in dem ein großer, besonders hartnäckiger Bot angreift. Dazu kommen noch einige Bonusmissionen, in denen besondere Regeln gelten. In einer Missionen spawnen die Roboter nicht außerhalb der Station, sondern werden per Fallschirm abgeworfen. Wer gut zielt, kann sie in der Luft erwischen, wer schlecht zielt, erwischt den Fallschirm und dann landen sie schneller.

StarFoxGuard2Der Schild-Bot kann von vorne nicht angegriffen werden.

Die wohl größte Stärke von Star Fox: Guard ist der ausgewogene Schwierigkeitsgrad. Mit jeder Mission wird es kontinuierlich schwerer, die Basis zu verteidigen, und man muss immer aufmerksamer die Kameras beobachten. Zwölf Kameras, das muss man erst mal managen. Und wenn die Bots dann noch von beiden Seiten angreifen, wird es richtig hektisch. Es bedarf auch etwas Übung, effizient die Kamera zu wechseln. Bot auf Kamera 3? Das heißt vom Fernseher aufs Gamepad runter schauen, die 3 Suchen, antippen und dann wieder zurück zu Fernseher. Schießen kann man übrigens mit jedem Knopf und Zielen mit jedem Stick. Eine Option, einfach per Taste zwischen den Kameras zu wechseln, gibt es nicht. Mit etwas Übung wird man aber immer flotter darin. Und sollten doch mal zu viele Gegner auftauchen, darf man einmal pro Tag per Amiibo Star Fox um Hilfe bitten. Allerdings muss der Amiibo vor dem Level gescannt werden, damit die Schaltfläche erscheint. Fox und Falco sind kompatibel und wer beide hat, der darf sich zweimal pro Tag per Star Fox aushelfen lassen. Überlegt es euch gut, wann ihr sie einsetzt.

Es gibt sogar einen Multiplayer, bei der man seinen eigenen Botangriff planen kann. Damit verdient man sich dann Punkte, sollten andere Spieler es nicht schaffen sich zu verteidigen. Gleichermaßen verliert man Punkte, wenn es ihnen gelingt. Zu jedem dieser Angriffe darf man sich auch ein Replay angucken, um herauszufinden, was man bei der nächsten Planung besser machen kann. Eine lustige Idee für alle, die schon die normalen Missionen durch haben. Die verfügbaren Bots und Basislayouts hängen davon ab, was man bereits in den normalen Missionen gesehen hat.

StarFoxGuard3Der war dann doch eine Nummer zu groß für mich.

Star Fox: Guard ist eine nette Abwechslung und zeigt, wie Tower Defense auch aussehen kann. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Star-Fox-Look passt ziemlich gut zum Spielprinzip und es kann schon verteufelt knifflig werden, den Angreifern Herr zu werden. Längerfristig fehlt mir allerdings dann doch die Abwechslung. Klar, es kommen immer neue Gegnertypen hinzu und die Locations wechseln sich auch immer wieder ab, aber auf Dauer wirkt das dann doch etwas eintönig. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, zwei Stunden am Stück zu spielen, aber immer mal wieder eine Mission - warum nicht? Wer die First Print Edition von Star Fox: Zero ergattert hat, der bekommt mit Star Fox: Guard etwas Gutes für sein Geld dazu, aber ob es für alle anderen die 15 Euro wirklich wert ist, das müsst ihr selbst entscheiden. Schlecht ist es jedenfalls nicht.

Star Fox Guard wurde auf der Wii U getestet. Für den Test hat sich der Redakteur das Spiel selbst gekauft.

Star Fox: Guard

(Ranking)
B
RANK
Anständig. Stärken und Schwächen halten sich die Waage. Positive Überraschungen sind genauso selten wie negative. Unterm Strich muss man seine Spielzeit keinesfalls bereuen.

Kommentare

Ben
27. April 2016 um 14:40 Uhr (#1)
Ich mag das Artwork zu dem Spiel irgendwie richtig gern. Werde es mir nochmal ansehen, denke ich.
Gast
22. Februar 2020 um 00:41 Uhr
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RELEASE
22. April 2016
PLATTFORM
Wii U
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