Dark Souls 3 im Test

(Artikel)
Rian Voß, 21. April 2016

Dark Souls 3 im Test

Sterben kann so schön sein

2011 ist Dark Souls etwas gelungen, womit im Zeitalter der Casualgames und der Wochenendspieler niemand gerechnet hätte: Es brachte uns die Renaissance der Hardcore-Spiele. Auf einmal war es chic, den inneren Masochisten nach außen zu kehren und sich in schier unmöglich scheinenden Herausforderungen zu beweisen. Nach fünf Jahren findet die Trilogie vorerst ihren Abschluss. Ist Dark Souls 3 besser, blutiger und härter als seine Vorgänger?

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Das Feuer schwindet
Probleme? Kein Problem! Hier sind unsere Tipps zu Dark Souls 3.
Das Zeitalter des Feuers steht kurz vor dem Untergang. Die Erste Flamme, die Lord Gwyn vor Urzeiten entzündet hat, wird bald erlöschen. Mit seiner schwindenden Kraft wird auch die Welt finsterer. Monster erwachen und einst gute Kreaturen verfallen dem Wahnsinn. Aber das war auch zu erwarten, denn kein Feuer hält ewig. Um das Ende zu verhindern, haben sich fünf große Lords dazu bereiterklärt, ihr Leben für die Erste Flamme zu geben. Allerdings sind alle Lords gestorben, bevor der Fall eintrat. Zwar erheben sie sich beim Läuten der Feuerglocke aus ihren Gräbern, aber vier der fünf denken gar nicht daran, ihre Throne zu besteigen. Unsere Aufgabe ist es also, die königlichen Wiedergänger auf ihre Plätze zu zerren – ob sie wollen oder nicht.

Für alle, die bisher zu ängstlich waren, um sich über diese Serie zu informieren: Dark Souls 3 ist ein Action-Adventure der alten Schule. Der ganzalten Schule. Fromsoftware präsentiert euch eine große, halboffene Welt mit vielen versteckten Gassen, geheimen Pfaden und verborgenen Schätzen. Es gibt so viel zu sehen, zu finden und zu erleben, so dass sich alte Spieler wahrscheinlich am ehesten an das erste Legend of Zelda erinnert fühlen. Keine Regeln, kein Händchengehalte - vielleicht eine grobe Richtung und hier ist dein Schwert und tschüss.

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Eine Welt für sich
Was die Größe des Spiels angeht, hat sich Fromsoftware selbst übertroffen. Von der ruinierten Untoten-Siedlung über die fallengespickten Katakomben von Carthus bis zum malerischen Irithyll des Nordwindtals und der verwinkelten Kathedrale des Abgrunds sind die Gebiete abwechslungsreich, verzweigt und riesig. Wer im Herzen ein Schatzsucher ist, sollte Stift und Papier bereit halten und nicht davor zurückschrecken, eigene Karten zu zeichnen, denn sonst vergisst man an der ein oder anderen Kreuzung doch einmal, jeden Pfad zu prüfen. Und so ziemlich jeder Pfad enthält einen Schatz, der es wert ist, gefunden zu werden. Seien es hübsche Ausrüstungsteile, mit denen die untote Spielfigur zum heißesten Feger in Lothric wird, Upgrades, neue Waffen oder Story-Gegenstände. Wer nicht auf Entdeckungstour geht, verpasst die Hälfte des Spiels oder sogar mehr. Dabei ist das Leveldesign nicht so genial verschachtelt wie in Dark Souls, allerdings auch nicht so platt wie in Dark Souls 2 - dieser Teil geht einen guten Mittelweg.

Schneller, aggressiver
Kern von Dark Souls' Spielmechanik ist der Kampf. Dabei dreht sich alles um drei Leisten: Lebensenergie, Focus und Stamina. Während die Lebensenergie selbsterklärend ist, dient die Focusleiste als Reservoir für Spezialattacken und Magie. Jede Waffe hat eine besondere Fähigkeit. Mit manchen Katanas kann man eine besondere Pose einnehmen und urplötzlich große Schwinger austeilen, mit manchen Zwillingsschwertern dreht man sich wie ein Wirbelwind oder eine Axt sorgt für einen kurzen Angriffs-Buff. Zusammen mit einer riesigen Auswahl an Feuermagie, Arkanmagie und Wundern benötigt alles, was kein stumpfer Angriff ist, ein Fragment der Focusleiste. Man kann zu dem Zwecke nun auch die Estus-Flaschen am Leuchtfeuer in Lebens- und Focusflaschen aufteilen.

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Jede Aktion zieht außerdem von der regenerierenden Staminaleiste. Es ist zu jedem Zeitpunkt wichtig zu wissen, welche Aktion wie viel Ausdauer zieht. Gute Souls-Spieler unterscheiden sich von den schlechten dadurch, dass sie genau wissen, wie viele Angriffe sie ausführen können, bevor sie den Rückzug antreten müssen. Wer sich dagegen in der Attacke total auspowert, bekommt Flammenschwerter ins Gesicht und Gesichter sind nicht dafür gedacht, Flammenschwertern ein Heim zu geben.

Dark Souls 3 hat sich außerdem, wohl nicht zuletzt wegen der neuen Engine, einige Takte vom Schwesterspiel Bloodborne abgeguckt und ist insgesamt etwas schneller und aggressiver geworden. Es fühlt sich einfach gut an, wild auf Feinde einzudreschen, begleitet durch gute Soundeffekte und die schmerzgepeinten Reaktionen der Schlagempfänger. Trotzdem kann man weiterhin mit Schild spielen und sich wie eine Schildkröte in ihrem Panzer verstecken, während man um Gegner herumzirkelt und eine Schwachstelle in der Verteidigung sucht. Gegen Monster bleibt defensives Spielen eine vollkommen valide Taktik und Nutzer von Turmschilden können schwachbrüstige Gegner sogar betäuben, indem sie sie einfach an der Metallplatte abprallen lassen. Allerdings sind Ausweichrollen inzwischen so "günstig", dass sich Rollengespamme weitaus mehr anbietet als noch in den Vorgängern.

Man misst sich an seinen Feinden
Die Gegnerauswahl in Dark Souls 3 lässt keine Wünsche offen. Alle paar Schritte läuft man einem neuen Feind über den Weg und man sollte die Zeit nutzen, um den Widersacher zu analysieren. Denn über kurz oder lang tauchen die Penner ja in größeren Gruppen auf und dann will man nicht unbedingt von irgendwelchen unbekannten Supermoves überrascht werden. Dark Souls 3 bietet eine gesunde Abwechslung zwischen humanoiden Gegnern, die insgesamt sehr schlau agieren und sich in etwa so verhalten, wie man es von menschlichen Spielern erwarten würde, und abstrakten Kreaturen. Riesige Spinnen, Wassernymphen mit Rippenbeinen und drei Meter langen Haaren oder Schleimwurm-Mutanten aus Resident Evil – jedes Vieh hat so seine Stärken und Schwächen. Dabei ist jeder Feind ist ein Arsch und kann selbst hochgezüchtete Spielercharaktere mit ein wenig Glück ins Jenseits schicken. Insbesondere wer sich umzingeln lässt, darf bald am letzten Leuchtfeuer starten und zu seinem Todesort zurücklaufen, um die verlorenen Erfahrungspunkte wieder einzusammeln. Aber das motiviert nur noch mehr dazu, sich durch Konflikte im Vorfeld hindurchzudenken statt nur wild drauflos zu laufen.

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Auf jeden guten Hauptgang folgt natürlich ein mindestens genau so guter Nachtisch. Wenn die Mahlzeit der Level ist, dann ist das Dessert der Bosskampf. 19 Obermotze verstecken sich hinter den legendären Bossnebeltüren und jeder einzelne ist in der einen oder anderen Hinsicht ein Genuss. Manche sind clever und benötigen bestimmte Strategien. Der olle Totenkopf Wolnir hat etwa leuchtendes Bling an seinen Handgelenken. Das sollte man vielleicht mal genauer ins Auge fassen. Andere Gegner haben keine Schwachpunkte, sondern müssen einfach nur fair besiegt werden. Um diesen Kämpfen Herr zu werden, benötigt es genauso sehr einen wachen Verstand wie schnelle Finger und gute räumliche Wahrnehmung. Wer nicht die Muster der Bosse lernt, den Angriffen nicht ausweicht oder sich in eine Ecke drängen lässt, hat verloren. Zum guten mechanischen Gesamteindruck gesellt sich eine meist famose Präsentation. Nicht nur einmal betrat ich den Bossraum und mir quetschte die erdrückende Atmosphäre ein "Oh Shit" aus der Luftröhre.

Dabei ist kein Boss von Haus aus unfair und jeder lässt sich mit genügend Einsatz bezwingen. Allerdings wurde ich das Gefühl nicht los, dass hier noch einmal Extrascheite für Souls-Veteranen ins Feuer gelegt worden sind - quasi Dark Souls auf Steroiden. Nicht nur gibt es häufig irgendwelche Umwelt-Einflüsse, die als Schwierigkeit zu einem ohnehin anspruchsvollen Bosskampf hinzu kommen, sondern die Bosse bestrafen rigoros sämtliche Heilungsversuche. Wer sich stückweise zurückzieht, um eine Estusflasche zu kippen, kann sich sicher sein, dass er innerhalb der nächsten Sekundenbruchteile eine Faust auf der Nase hat und der Heilungsversuch komplett sinnlos war. Allerdings sind Ausweichrollen günstig genug, dass Spieler leichter mehreren Angriffen ausweichen können ohne aus der Puste zu geraten. Von daher gleicht sich das wieder etwas aus. Trotzdem sind die Bosse auch der eine Teil von Dark Souls 3, der es mir schwierig macht, das Spiel auch Serieneinsteigern zu empfehlen. Dieses Sequel wurde für Spieler entworfen, die nach den ersten beiden Teilen immer noch eine Herausforderung suchen.

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Vorbereitung ist alles
Ein guter Dark-Souls-Spieler muss sich natürlich auch gut vorbereiten und Dark Souls 3 bietet enorm viele Möglichkeiten dazu. Neben wiederkehrenden Fan-Favoriten unter den Waffen und Ausrüstungsgegenständen - wie Astora's Straight Sword, Smough's Greathammer oder das Darkwraith-Set - gibt es auch eine ganze Menge schicker neuer Prügel und Klamotten. Mixing und Matching ist da angesagt - nicht nur für den Singleplayer sondern auch für den Multiplayer. Wer alle Waffen ausprobieren möchte, wird allein für Probeschwinger wohl eine Stunde brauchen.

Natürlich lassen sich die Waffen auch aufwerten. Dazu gibt es im Feuerband-Schrein, dem Hub von Dark Souls 3, den Schmied. Dieser kloppt euch im Austausch für Titanit oder exotische Materialien eure Waffen einige Level höher und verbessert damit nicht nur den grundlegenden Schaden, sondern oft auch die Skalierung. Bestimmte Waffen ziehen sich nämlich Bonusschaden aus euren Charaktereigenschaften - manche hauen mehr rein, wenn ihr stärker seid, andere wenn ihr geschickter seid. Einige Waffen skalieren auch mit anderen Werten, etwa Intelligenz, Glaube oder sogar Glück. Zudem kann der Schmied euren Waffen mit Edelsteinen Spezialeigenschaften einflößen. Wenn ihr etwa einen Blitz-Stein findet, könnt ihr aus eurer Axt eine Blitzaxt machen oder eine heilige Axt oder was es sonst noch so gibt. Und es gibt viele Steine.

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Die Spezialisierungen der Charaktere sind grundlegend fair. Es gibt genügend Ausrüstungsgegenstände für Stärke, Geschicklichkeit und Magie. Nur Wunderwirker haben vor allem im Endgame ein wenig das Nachsehen - viele Waffen und Angriffswunder für Spielfiguren mit einem hohen Glaubenswert sind blitzbasiert und viele spätere Bossgegner fressen Blitze zum Frühstück. Als Heiliger in spe muss man dann oft verknatscht zur Zweitwaffe greifen und die Bosskämpfe ziehen sich in die Länge.

Secrets über Secrets
Der Feuerband-Schrein ist außerdem der Sammelort für die meisten NPCs und viele NPC-Quests. Wer mit offenen Augen durch die Gegend läuft, wird Händler und Abenteurer finden, die über kurz oder lang in den Feuerband-Schrein umsiedeln. Einige haben auch Aufträge für euch. Der Zauber-Lehrer möchte etwa, dass ihr ihm immer neue Spruchrollen besorgt. Der Dieb möchte dagegen plündern gehen und muss dabei indirekt beschützt werden. In Serientradition haben die Charaktere zwar nie viel zu sagen, sind aber durch die Bank sympathisch und fühlen sich an, als würden sie zum Team Feuerband gehören - anders noch als in Dark Souls 2, wo einen irgendwie niemand so recht leiden konnte. Wer alle NPC-Quests erledigen möchte, wird aber wohl oder übel auf einen Guide zurückgreifen müssen. Die Quests sind zwar definitiv keine Hauptattraktion und erhöhen durch ihre Obskurität den Wiederspielwert, aber manche Events der Questlines sind so dermaßen in bereits abgefertigten Gebieten versteckt, dass ein normaler Mensch kaum darauf kommen kann, wo die Geschichte denn nun weitergehen soll.

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Insofern ist das auch ein wenig Kritik an den versteckten Spielgebieten: Sie sind einfach zu versteckt. Drei Areale des Spiels erreicht man nur, wenn man sehr spezielle Aktionen durchführt, bestimmte Gesten an kaum gekennzeichneten Orten verwendet oder die geheime Wand hinter der geheimen Wand entblößt. Hilfreich sind da oftmals die geisterhaften Nachrichten, die andere Spieler hinterlassen können und einen auf wichtige Details hinweisen. Allerdings sind die Nachrichten auf einen vorgefertigten Textbaustein-Fundus begrenzt und nicht immer ganz eindeutig zu entziffern.

Entsprechend hat auch jeder, der sich dazu entschließt offline zu spielen, enorme Nachteile. Warum sollte man offline Spielen? Weil die Serververbindung nicht gerade zuverlässig ist. Kleine Schwankungen im heimischen Internet können schon dazu führen, dass einen das Spiel ins Hauptmenü verfrachtet. Das gleiche gilt für Verbindungsfehler zum Dark-Souls-Server oder, bei der PC-Version, wenn Steam einmal für eine halbe Sekunde nicht erreichbar war. Der Rausschmiss ist dabei gnadenlos. Der Boss hat nur noch drei HP? Viel Spaß beim nächsten Versuch! Das ist ärgerlich und wäre durch ein weniger drakonisches System vermeidbar gewesen.

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Das schönste Dark Souls
Dark Souls 3 sieht fantastisch aus. Das liegt vor allem am Detailgrad, den die Entwickler den Leveln gegeben haben. Viele Areale sind nur so mit Kleinigkeiten gespickt, die nicht nur gut aussehen und die Atmosphäre verdichten, sondern auch dazu beitragen, die Geschichte des Ortes zu erzählen. Nicht zuletzt geben die Details auch hilfreiche Hinweise. Wenn die geschlossene Schatztruhe von Blutlachen umgeben ist, sollte man sie vielleicht mit einer Extraportion Vorsicht öffnen. Zudem ist Fromsoftwares Talent für Beleuchtung nach wie vor über jeden Zweifel erhaben. Was diese Menschen auf den Bildschirm zaubern, nur weil sie alte Gemäuer ins richtige Licht rücken, ist atemberaubend. Insofern sind aber auch die Gebiete, die unter Tage und in kargen Katakomben spielen, grafisch etwas benachteiligt, weil sie nicht von Froms Stärken profitieren können.

So wie die Grafik, ist auch der Sound vortrefflich. Die epischen Musikstücke bringen einen immer wieder in die richtige Stimmung zum Bosseschlachten und die Themen des Hauptmenüs und des Feuerband-Schreins gehören zu meinen liebsten der Serie. Geräusche und deren Ursprungsort sind so klar identifizierbar, dass geübte Kämpfer Dark Souls 3 halbblind spielen könnten. Jeder Gegner hat seine eigenen Klangmuster, die sogar verraten können, was für Angriffe folgen. Hier greifen einfach alle Zahnräder ineinander.

Mehr Fragen als Antworten
Wer Dark Souls verfolgt, wird über kurz oder lang in den Lore hineingesogen. Es ist bekannt, dass der Plot jedes einzelnen Spiels eigentlich immer sehr geraudeheraus ist. Allerdings ranken sich viele Mythen und Legenden um begleitende Charaktere. Insbesondere die Beschreibungen der Items geben Hinweise auf das größere Ganze und bieten auch in Dark Souls 3 wieder genug Lektüre, um Köpfe qualmen zu lassen. Wer richtig im Thema drin ist, wird in Dark Souls 3 auch einige Antworten auf lange im Raum stehende Fragen erhalten. Etwa, wer Lord Gwyns Sohn ist, was mit dem Rest seiner Familie nach dem ersten Teil geschah und wie sich Lordran entwickelt hat. Natürlich wird nicht alles aufgedeckt. Die Souls-Serie unterhält weiterhin viele Mythen, die Raum für Interpretationen bieten - und so soll das auch sein.


Multiplayer für die Götter
Ich muss zugeben, dass ich mich in Dark Souls 2 nicht großartig um den Multiplayer geschert habe. Das bereue ich jetzt, denn der Multiplayer in Dark Souls 3 ist eine Mordsgaudi. Wie gehabt gibt es die Möglichkeit, ein Symbol für andere Spieler zu hinterlassen, die einen dann als Phantom in ihr Spiel beschwören können - entweder als Freund oder als Feind. Weiterhin kann man mit bestimmten Objekten in andere Welten einfallen und versuchen den Host zu töten. Acht Bündnisse regeln, wer wem wie hilft und wer wen angreift. Die Farrons Wachhunde werden etwa automatisch beschworen, wenn Spieler ein bestimmtes Gebiet betreten. Blaue Wächter werden dagegen automatisch beschworen, wenn Mitglieder eines befreundeten Bunds überfallen werden. Und dann gibt es noch die Wallbauer, die auf keiner Seite stehen und jeden jederzeit verraten können.

Versus-Multiplayer ("PVP") ist wegen der guten Balance aller Bündnisse extrem unterhaltsam. Wenn man in eine andere Welt kommt, weiß man nie, was einen erwartet. Einmal ist jemand in mein Spiel eingedrungen und ich habe mich solange in eine Kiste verwandelt, bis er heimgekehrt ist. Ein andern mal hat ein Host so viele Spieler wie möglich beschworen und Hahnenkampf-Duelle abgehalten. In einem anderen Spiel hat mein Gegner alle Waffen abgelegt und wir haben einen Faustkampf ausgetragen. In ein weiteres Spiel fiel ich mit zwei Spielern anderer Bündnisse ein, die alle den Auftrag hatten, den Host zu töten - stattdessen haben mich meine "Verbündete" beide verraten, dann haben sie sich gegenseitig verraten und dann hat der übrige den Host getötet. In noch einem Spiel fielen zwei feindliche Phantome ein, die mich dann aber nicht angriffen sondern mir lieber alle Geheimnisse des Areals zeigten. Und in noch einem anderen Spiel hat sich der Host als Phantom und sein Begleiter als Host verkleidet. Ich tötete den "Host", wunderte mich, warum ich keine Erfolgsnachricht bekam und wurde hinterrücks vom verkleideten Host erdolcht.

Man kann wirklich viele Stunden mit anderen Spielern verbringen ohne sich jemals zu langweilen. Der größte Nachteil ist bislang, dass die Waffen im PVP nicht unbedingt gleich effektiv sind und noch ein wenig Balancing benötigen könnten. Und ab und zu werden die Animationen gegnerischer Spieler nicht angezeigt - dann kämpft man gegen schwebende Statuen, was Duelle zu einem stumpfen Gekloppe verkommen lässt.

Fazit
Ich hatte noch nie so viel Spaß mit einem Souls-Titel. Nach 40 Stunden habe ich meinen ersten Charakter beendet und sofort den nächsten angefangen. Trotz heftigem Wiki-Einsatz und langsamem Vorantasten entdecke ich immer noch neue Dinge und vor allen neue Wege, um mit meinen Feinden zur Strecke zu bringen. Nicht zuletzt ist der Multiplayermodus ein nicht versiegen wollender Quell der Unterhaltung. Dark Souls 3 sieht toll aus, klingt toll, spielt sich toll und hat nur sehr wenige Macken an der Oberfläche. Dark Souls 3 ist ein grandioser Abschluss einer ungewöhnlichen Spieletrilogie, mit deren verdientem Erfolg wohl niemand gerechnet hätte.

Dark Souls 3 wurde auf dem PC (Windows 10 64-Bit, 16 GByte RAM, Intel Core i5-4690, Nvidia GeForce GTX 970) getestet. Ein Testmuster wurde uns von Bandai-Namco zur Verfügung gestellt.

Dark Souls 3

(Ranking)
S
RANK
Herausragend. S-Spiele erweitern Horizonte. Sie bieten intensive Erlebnisse oder halten den Spieler noch lange am Bildschirm gefesselt. Selbst wenn man sie nicht jedem empfehlen kann, will man doch mit jedem über sie reden.

Kommentare

Ralleee
Gast
22. April 2016 um 15:49 Uhr (#1)
Finde auch, dass DS3 mit der stärkste Teil der Serie ist, da eig alle Makel der vorherigen Teile ausgemerzt wurden (bis auf die fragwürdige PC-Portierung) und sich das Spiel insgesamt nochmals fairer anfühlt. Und dat Soundtrack!
Adrian
22. April 2016 um 18:35 Uhr (#2)
Die PC-Ports von Dark Souls waren ja noch nie wirklich der Burner... Siehe Dark Souls 1, das nur mit zahlreichen Mods spielbar war :D
Rian
23. April 2016 um 10:36 Uhr (#3)
Da hat From allerdings viel dazugelernt. Abgesehen von den häufigen Disconnects läuft die PC-Version sehr smooth.
Rian
23. April 2016 um 19:34 Uhr (#4)
Ah, ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass Berichten von Freunden zufolge ältere Grafikkarten, insbesondere Nvidia Geforces der 600er-Serie und darunter, anscheinend große Probleme damit haben, die Framerate stabil über 30 FpS zu halten. Dazu sollen auch einige 700er gehören, die das Spiel eigentlich gut packen können sollten.
Gast
18. November 2019 um 08:18 Uhr
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