Fallout 4: Automatron im Test

(Artikel)
Vivian R., 07. April 2016

Fallout 4: Automatron im Test

Meine eigene kleine Roboterarmee

Holt die Lötkolben raus – heute spielen wir Robo-Gott! Im März hat Bethesda den ersten DLC für Fallout 4 veröffentlicht: Automatron bietet uns eine kurze Quest und die Möglichkeit, unsere private Roboterarmee auf das Commonwealth loszulassen.

FO4 Automatron - Mechanist

Aber bevor wir uns an das Basteln wagen, folgen wir dem Notrufsignal von Jackson. Roboter des Mechanisten griffen ihn und seine Karawane an, als sie auf dem Weg durch das Commonwealth waren, um nach verwertbaren Schrott zu suchen. Sobald wir am Kampfschauplatz ankommen, sind leider schon alle tot – einzige Überlebende ist die Roboterdame Ada, die dem Mechanisten Rache für den Tod ihrer Freunde schwört. Natürlich bieten wir ihr unsere Hilfe an und hauen uns auf der Suche nach dem Mechanisten durch Horden seiner Roboter. Aber nicht nur, weil wir so wahnsinnig nett sind – in den schwelenden Blechhaufen getöteter Feinde finden wir auch Gegenstände, um unsere eigenen Roboter zu bauen.

Denn die Quest in Automatron ist zwar ganz nett und trotz unklimaktischen Endes zwischendrin sehr schick inszeniert, aber ganz klar nicht der Kern der Erweiterung. Nachdem wir im Hauptspiel schon Turrets aufstellen konnten, basteln wir nun unsere eigenen Roboter. Die können wir entweder als Begleiter mitnehmen oder sie als Arbeiter und Wachen unsere Siedlungen bevölkern lassen. (Ich sage nur: Assaultrons, die Karotten ernten.)

FO4 Automatron - Ada

Als Begleiter sind die Roboter vor allem nützlich, wenn wir keine Lust auf unsere menschlichen Gefährten mehr haben oder uns der winselnde Dogmeat an den Rand einer Depression treibt. Mit Hilfe der gesammelten oder selbst gezimmerten Mods erstellen wir uns genau den Roboter, der zu uns passt: Mit elektrischer Nahkampfwaffe, der viel trägt und auch noch Schlösser öffnen kann, zum Beispiel. Oder lieber einen mit Laserwaffe, der radioaktiv strahlt, Mini-Nukes abwirft und im R2-D2-Stil mit Bee-boop-Geräuschen kommuniziert? Auch gut!

Die Anzahl der Mods ist zwar überschaubar, aber dafür lassen sich einige sehr witzige und nützliche Kombinationen zusammenstellen. Auch unsere altbekannten Roboterbegleiter Curie und Codsworth können wir in Teilen umbauen und so ihr freundliches Image zumindest nach außen hin etwas abschwächen – für alle, denen der Flammenwerfer zu kuschelig war.

Aber nicht nur unsere Roboter-Gefährten werfen sich gut gerüstet und mit ordentlich Krawall in den Kampf: Unser Sole Survivor darf sich in Automatron über die schick-blitzige Tesla-Powerarmor und die dazu gehörige Laserwaffe freuen.

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Fazit:
Der erste DLC für Fallout 4 bietet uns eine kurze Quest, die uns mit starken Gegnern fordert, sich ansonsten aber eher im Mittelfeld rangiert. Nach deren Ende beginnt dann das eigentliche Spiel: Roboter bauen! Aufgrund der geringen Anzahl an Mods bietet das aber nur kurzen Bastelspaß für zwischendurch. Für alle, die den Season Pass haben, ist Automatron somit ein netter Zeitvertreib – wer aber entweder eine fesselnde Quest oder ein langfristig motivierendes Bastelerlebnis erwartet, ist mit dem DLC schlecht bedient.

Fallout 4 - Automatron wurde auf dem PC (Windows 7 64-bit, 8 GByte RAM, AMD FX-8150, AMD Radeon R9 280 3GB) getestet. Ein Testmuster wurde uns von Bethesda zur Verfügung gestellt.

Fallout 4: Automatron

(Ranking)
B
RANK
Anständig. Stärken und Schwächen halten sich die Waage. Positive Überraschungen sind genauso selten wie negative. Unterm Strich muss man seine Spielzeit keinesfalls bereuen.

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08. Dezember 2019 um 00:01 Uhr
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