Angespielt: Doom Beta

(Artikel)
Adrian Knapik, 04. April 2016

Angespielt: Doom Beta

Der Klassiker im modernem Gewand

Wow, das ging schnell! Da schaut man einmal nicht auf den Kalender und schon liegt der Release von Dooms Serien-Reboot vor der Tür! Noch einen Monat müssen Shooter-Fans auf heißen Kohlen sitzen, bevor sie sich am 13. Mai in die Arenen stürzen dürfen. Vom zweiten bis zum vierten April fand eine Closed Beta für den Multiplayer-Modus statt, in der ich mich ein wenig umgeschaut habe.

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Vorbeifliegende Schönheit
Eins vorweg: das neue Doom sieht fantastisch aus! Die Arenen sind detailreich bis in den letzten Millimeter ausgestaltet und vollgestopft mit messerscharfen Texturen, sodass nie optische Langeweile auf dem Bildschirm entsteht. Auf den anspielbaren Karten gibt es sowohl dunkle und somit schwer überschaubare Bereiche als auch durch Lava hell erleuchtete Areale – für Abwechslung ist also gesorgt. Generell ist die Beleuchtung einfach der Wahnsinn. Wenn man Gegner umlegt, zerspringen sie in alle Teile, das Blut spritzt gegen Wände und verteilt sich auf dem Boden – einfach klasse. Zwar bekommt man vom grafischen Detailgrad nicht wirklich viel mit, da man sowieso andauernd in Bewegung ist, aber der ein oder andere Wow-Moment findet sich dann doch noch. Da in der Beta noch nicht alle Grafikeinstellungen zugänglich waren und ich nur auf der Stufe "Hoch" spielen konnte, gehe ich davon aus, dass das fertige Spiel noch eine Schippe drauflegen wird.

Auch der Sound kann überzeugen, abgesehen vom verhunzten Ansager, der im Hintergrund Ereignisse wie Killstreaks oder Zeitlimits lasch kommentiert. Die Musik ist stimmig und macht Lust auf das Spiel – auch wenn ich zugeben muss, dass die Menümusik in mir auch viele Dead-Space-Erinnerungen hervorrief. Die Waffensounds sind passend und durch kleine akustische Rückmeldungen bekommt man ein Gefühl für das Handling. So kann man mit dem Raketenwerfer die abgeschossene Rakete jederzeit per Mausklick explodieren lassen, woraufhin ein kleiner Piep ertönt, der dies noch mal bestätigt. Das sind zwar nur Kleinigkeiten, aber ebensolche machen die Soundgestaltung erst so richtig perfekt.

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Einfach spaßig
In der Beta durfte man die Spielmodi Team-Deathmatch und Warpath anspielen. In Warpath müsst ihr über ein sich bewegendes Ziel die Kontrolle behalten – sprich: solange ihr euch um das Ziel herumbewegt, seid ihr auf der Abschussliste. Team-Deathmatch erklärt sich ja von selber. Die Maps sind abwechslungsreich gestaltet und sowohl vertikal als auch horizontal fantastisch ausgebaut. Durch das neue Kletter-System, wodurch sich der Charakter Kanten hinaufzieht, kann man auch hohe Orte durch gekonnte Doppelsprünge erreichen. Dort warten dann auch häufig feine Power-Ups wie eine große Rüstung oder die Gaußwaffe, mit der ihr euren Gegnern mit einem Schuss die Lichter ausknipsen können. Auch gibt es kleine Runen, die euch beispielsweise vierfachen Schaden verleihen oder durch die ihr (noch) schneller laufen und schießen könnt.

Das Waffen-Arsenal reicht vom schlagkräftigem Raketenwerfer bis zur Lightning Gun, die auf kurzer Distanz Blitze verschießt und so euren Gegnern konstant Leben entzieht. Alle bisher gezeigten Waffen haben ein gutes Schießgefühl und ich hatte nicht den Eindruck, dass bestimmte Waffen deutlich stärker sind als andere. Eher hängt es vom Spieler ab, mit welcher Waffe er am besten seinen Gegner vaporisieren kann. Jede Waffe besitzt zwei Schussmodi: beim Raketenwerfer kann per Rechtsklick die Rakete jederzeit zur Explosion gebracht werden, was selbst bei Fehlschüssen ungemein praktisch ist, die Lightning Gun verschießt per Rechtsklick stärkere Blitze, die allerdings auch deutlich mehr Munition verbrauchen. Ach, und typisch für Arena-Shooter gibt es auch kein Nachladen, sondern nur aufnehmbare Munition. Genauso verhält es sich mit eurer Gesundheit, die sich klassisch nicht selbstständig wieder auflädt, sondern nur mit Medi-Kits wieder nach oben schnellt.

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Damit das Scoreboard auch ordentlich aufgemischt wird, gibt es noch bestimmte Runen, die an diversen Stellen der Karten spawnen und euch zu einem Remnant verwandeln. Das Erscheinen der Rune wird vom Ansager angekündigt und jeder kann den Ort nachverfolgen, sodass immer ein großer Kampf entsteht. Denn wer den Remnant hat, der macht verdammt viele Kills. So werdet ihr in einer Sekunde zu einem alles zerstörenden Alien-Zombie-Monster-Vieh mit aufgespanntem Raketenwerfer-Rucksack, das wütend durch die Gänge stampft und jeden Gegner von der Landkarte radiert. Für jeden Spieler ersichtlich wird dabei der Lebensbalken des glücklichen Remnant-Spielers angezeigt, damit man auch weiß, wann die Hölle wieder vorbei ist.

Ab 6 Uhr wird zurückgehackt!
Zu euren Loadouts für den Multiplayer gehören auch die Hack-Module, die aktiviert werden, sobald ihr ins Jenseits befördert wurdet. Durch diese Module erhaltet ihr kleine Vorteile gegenüber anderen Spielern – vorausgesetzt, sie haben im selben Moment nicht das gleiche Modul aktiviert. So gibt es zum Beispiel ein Modul, das euch nach dem Respawn den Umriss eures Mörders durch alle Wände hinweg anzeigt, was für meinen Geschmack etwas zu mächtig ist, denn dieser fällt euch dann zu 95% der Fälle zum Opfer. Andere Module helfen euch dabei, das nächstgelegene Power-Up zu finden oder das verbleibende Leben von Gegnern als Balken über ihren Köpfen angezeigt zu bekommen. Nach jedem Tod könnt ihr zwischen verschiedenen Hack-Modulen wählen, die ihr euch in euren Rucksack gepackt habt, oder ihr entscheidet euch dazu, keins zu nutzen und für später aufzubewahren. Gerade wenn man einige Tode hintereinander erlitten hat und endlich ein Comeback landen möchte, eignen sich die Module gut, um wieder zurück ins Spiel zu finden.

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Auch die Rüstung eures Charakters und all eure Waffen können optisch angepasst werden. Je höher euer Level, desto mehr Farben und Teile schaltet ihr frei, um euch den individuellsten Look aller Individuen zu verleihen. Wer gleich von einem Gauß-Gewehr in tausend Teile gesprengt wird, muss ja gut dabei aussehen.

Fazit
Das war der kurze Einblick in das neue Doom und ich muss einfach sagen: der Arena-Shooter macht einfach verdammt viel Laune. Runde für Runde kämpfe ich um die beste Killstreak, die meisten Power-Ups und um das Erlangen der Remnant-Rune, damit ich letztendlich mit meinem Team als Sieger dastehe. Wenn das fertige Spiel hält, was die Beta verspricht, haben wir es hier mit einem ganz großen Vertreter des Shooter-Genres zu tun. Ich habe Lust auf mehr. Adrian

Kommentare

Rian
05. April 2016 um 10:18 Uhr (#1)
Mmmmmh. Endlich Aliens die Wirbelsäule aus dem Leib reißen.
Gast
22. September 2019 um 00:02 Uhr
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Spiele des Artikels

RELEASE
13. Mai 2016
PLATTFORM
PC
Plattform - PC-Spiele haben mit die älteste Tradition. Heutzutage laufen die meisten Games unter dem Microsoft Windows.
Playstation 4
Plattform - Die Playstation 4 (PS4) von Sony ist eine Spielkonsole der 8. Generation. Sie erschien am 29. November 2013 europaweit als Nachfolger der Playstation 3.
Xbox One
Plattform - Nachfolger der Xbox 360 von Microsoft. Angekündigt am 21. Mai 2013, ist die Heimkonsole am 22. November 2013 in Deutschland und weiten teilen Eruopas erschienen.

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