Vorschau: Rollercoaster Tycoon World

(Artikel)
Torsten Ingendoh, 12. August 2015

Vorschau: Rollercoaster Tycoon World

Der Park ist eröffnet

Es gibt so Spiele, in die kann man Unmengen an Zeit versenken. Wenn man damit anfängt, ist man so in einem gewissen Zen-Fluss, dass man gar nicht merkt, wie viele Stunden gerade vergangen sind. Rollercoaster Tycoon gehört ganz klar zu dieser Kategorie. Ich habe in meiner Kindheit unzählige Tage damit verbracht mich um meine Vergnügungsparks zu kümmern. Leider glückte der Sprung von 2D zu 3D damals nicht wirklich, weswegen die Serie eher in den Hintergrund rutschte. Doch mit Rollercoaster Tycoon World soll sie sich furios zurückmelden und uns endlich den 3D-Vergnügungspark-Simulator spendieren, auf den wir seit über zehn Jahren gewartet haben.

Schon der erste Blick auf den Pre-Alpha Build ließ mein Herz höher schlagen. Den Look des Originals haben die Entwickler sehr gut getroffen. So hätte Teil 3 aussehen sollen. Doch ein bekanntes Element der Vorgänger wurde entsorgt: das Gitter. Bisher musste man alles, was man baute, an einem Gitter ausrichten, wodurch vor allem die Wege sehr eckig aussahen und kaum natürlich wirkten. Ohne Grid können die einfach mit der Maus gemalt werden, oder gezogen, verschoben, breiter gemacht, schmaler gemacht, gefärbt... ja, eigentlich kann alles gemacht werden, was man so mit einem Weg vorhat. Das Gelände kann man nun auch mit verschiedensten Tools so gestalten, wie man will. So muss einem das Spiel keine unförmigen Pyramiden mehr als Hügel verkaufen. Attraktionen lassen sich natürlich auch dort platzieren, wo man will, und können frei gedreht werden.

Das gilt insbesondere für die Achterbahnen. Der Editor wurde völlig neu entwickelt. Anstatt sich von Stück zu Stück durch den Bau zu hangeln, kann man jetzt die einzelnen Streckenteile frei bauen. Einfach den Startpunkt wählen und dann mit der Maus die Bahn so ziehen, wie man sie will. Wollt ihr Hügel? Zieht die Bahn hoch. Wollt ihr einen Looping? Dann malt einfach einen. Das Ziel der Entwickler ist ganz klar das ewige Gefummel zu beseitigen. Die Strecke wird automatisch in kleine Achsenpunkte unterteilt, die sich frei verschieben lassen und mit Farben wird anzeigt, wie wild dieser Teil der Strecke potentiell wird. Möchte man etwas ändern, dann kann man an diesen Achsenpunkten die Bahn wortwörtlich zurechtbiegen. Das Feature, mit dem man vom Spiel die Bahn vervollständigen lassen konnte, wurde gestrichen. Die Entwickler waren der Ansicht, dass bei diesem neuen Bausystem eine solche Funktion überflüssig sei. Und das glaube ich auch.

Wooden Coaster Gamescom Reveal Shot - RCTW

Szenerie wird endlich eine entscheidende Rolle spielen. Hat sie bisher die Werte der Bahnen nur minimal verändert, so soll sie diesmal einen größeren Einfluss haben. Passen Szenerie und Thematik der Bahn zusammen, wird die Fahrt aufregender, es lohnt sich also den Landschaftsgestalter heraushängen zu lassen und einen optisch ansprechenden Park zu erschaffen. Modder werden sich freuen, dass sie eigens entworfene Szeneriegegenstände per Steam Workshop hinzufügen können. Das Spiel läuft übrigens auf der Unity Engine. Weniger kreative Menschen können die Objekte dann einfach herunterladen ohne das Spiel verlassen zu müssen. Der Workshop soll fest ins Spiel integriert werden. Das gilt auch für Achterbahnen, die jederzeit hoch- und runtergeladen werden können. Man verzichtet übrigens darauf, bekannte Achterbahnen zu lizensieren und nachzubauen, auch wenn einige der vorgefertigten Bahnen sich vermutlich an existierenden Fahrgeschäften orientieren werden.

Ich bin sehr gespannt, was aus Rollercoaster Tycoon World wird. Versprochen wurde auch eine Kampagne, in der man einen Park betreut und es immer wieder neue Ziele zu erfüllen gibt. Die klassischen Szenarien werden auch mit dabei sein. Wer mag, kann das Spiel auch mit einem Controller steuern und es wird auf dem Steam OS spielbar sein. Ich bin sehr überzeugt von dem, was ich zu sehen bekam. Als Release ist das vierte Quartal dieses Jahres angepeilt und ich kann es kaum erwarten meine Besucher mit Kotzschleudern und Todesbahnen zu quälen mit einem aufregenden Park zu erheitern. Auf die Frage, ob Oculus-Support auch zum Paket gehört, kam nur ein "Wir sind uns noch nicht sicher." Abwarten.

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18. November 2019 um 03:16 Uhr
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