Primal Carnage: Extinction angespielt

(Artikel)
Torsten Ingendoh, 23. Juni 2015

Primal Carnage: Extinction angespielt

Es ist Zeit für Dinos

Dinosaurier sind ja wieder in. Oder waren sie jemals out? Im Kino sind die Urzeitechsen mit Jurassic World jedenfalls sehr gut vertreten. Und in Videospielen waren sie eigentlich nie wirklich weg. Vor allem Indie-Entwickler fanden immer wieder einen Grund, Dinos ihre Spiele einzubauen. Und meistens endet das damit, dass man sich dieser Dinos mit Waffengewalt entledigen muss. So auch bei Primal Carnage: Extinction, zumindest wenn man auf Seiten der Menschen kämpft. Die andere Hälfte der Spieler darf sich in diesem asynchronen Multiplayershooter als Dino satt essen.

Primal Carnage: Extinction bietet drei Spielmodi. Im klassischen Deathmatch heißt es einfach nur fressen oder abgeschossen werden. Wer als erstes das Kill-Limit erreicht, hat gewonnen. Nach einem berühmten Schwarzenegger-Zitat ist der "Get to the Chopper"-Modus benannt und der Name ist Programm. Die Menschen müssen vor den Dinos fliehen und dabei mehrere Ziele erfüllen, damit der Weg zum Fluchthubschrauber frei wird und sie entkommen können. Schaffen sie es vor Ablauf des Zeitlimits nicht, dann wird der Heli von einem Dino zerstört. Teamwork ist angesagt, da es oftmals nötig ist, ein Areal für eine längere Zeit zu kontrollieren. Zu guter Letzt kann man sich noch mit Freunden zusammen an den Survival-Modus wagen, in dem man als Mensch mehrere Wellen von Dinos überleben muss.

PCE1Original Flame Grilled Dino-Fleisch

Unter den hungrigen Dinos findet sich eine ausgewogene Mischung aus verschiedensten Stufen der Nahrungskette. Vom mächtigen T-Rex über fliegende Pteranodone bis hin zu flinken Raptoren ist alles dabei, was den Dino-Freund zum Lächeln bringt. Jeder Dino kann nicht nur beißen und rennen, sondern auch einen Urschrei von sich geben. Je nach Echse füllt das die Ausdauer wieder auf oder hebt alle Menschen im Blickfeld hervor. Oder es macht offenbar absolut gar nichts. Zumindest hatte ich bei manchen Reptilien das Gefühl, dass nichts passiert. Mehr passiert da bei den Menschen, die ebenfalls verschiedene Klassen zur Verfügung haben. Wer sich nicht so nah ran traut, darf als Scharfschütze agieren und Dinos mit Giftpfeilen betäuben. Oder ihr traut euch nah ran und setzt ein Urzeit-Barbeque mit dem Flammenwerfer auf, der eine eingebaute Kettensäge hat, weil warum eigentlich nicht. Man kann die kleinen Dinos auch mit Netzen beschießen beziehungsweise den großen das Maul damit stopfen. Genug Auswahl ist vorhanden.

Die angebotene Mischung klingt eigentlich auf dem Papier ziemlich lustig. Eigentlich. Doch auch wenn das Spiel seit über zwei Monaten nicht mehr als Early Access gelistet ist, so fühlt es sich doch weitestgehend immer noch sehr unfertig an. Wir hatten bei unseren Partien immer wieder Verbindungsprobleme oder gar Crashes beobachtet, und jedes Mal, wenn ich spielen will, lädt Primal Carnage mit hoher Wahrscheinlichkeit die Hälfte der Texturen nicht und bemalt die Landschaft mit einer blau-grauen Testtextur. Ein Bug war besonders nervig: Auf einer Karte wurde nach einem Kampf mit einem Flammenwerfer das umgebende Areal zur Todeszone für Dinos, weil man jedes Mal aufs neueste Feuer fing, wenn man dort langlief. Starb man, bekam der Menschenspieler den Kill gutgeschrieben.

PCE2Hier sehen Sie die Amazon-Urzeit-Drohne beim Menschenversand

Abgesehen davon verfliegt der Witz des Spiels doch recht schnell. Hier wird noch etwas Zeit benötigt, bevor es sich fair beurteilen lässt, deswegen verzichte ich auch vorerst auf eine Wertung. Potential ist da, keine Frage, aber bislang wird es nicht wirklich ausgereizt. Das Spiel wirkt einfach noch ein wenig klobig und grobschlächtig. Wer sich daran nicht stört und gerne als Dinos alles fressen will, der kann zugreifen. Wer aber einen etwas ausgereifteren Dino-Shooter will, der ist mit Dino D-Day vorerst besser beraten.

Primal Carnage: Extinction wurde auf dem PC angespielt. Die Entwickler haben uns dafür Steam Codes zur Verfügung gestellt

Weiterlesen: Dino D-Day im Test

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12. November 2019 um 23:15 Uhr
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03. April 2015
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PC
Plattform - PC-Spiele haben mit die älteste Tradition. Heutzutage laufen die meisten Games unter dem Microsoft Windows.

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