The Evil Within: The Consequence im Test

(Artikel)
Benjamin Strobel, 30. April 2015

The Evil Within: The Consequence im Test

Schleich-DLC, die Zweite

The Consequence ist eine Fortsetzung von The Evil Withins erstem Story-DLC The Assignment. Beide bilden gemeinsam eine zusammenhänge Geschichte, die etwas mehr Licht in die Hintergründe des Hauptspiels bringt. The Assignment hat bei uns eine bessere Wertung abgestaubt als das Hauptspiel. Wie schlägt sich der zweite Teil?

The Consequence setzt dort an, wo The Assignment aufhört. Die Kapitel werden nicht von vorn gezählt, der DLC beginnt mit Kapitel drei. Gesammelte Objekte aus dem ersten Teil können ins Archiv importiert werden, sodass ihr die Story-Ergänzungen beider DLCs jederzeit nachschlagen könnt.

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The Abwechslung Within
Nachdem Kidman ihre Knarre schon mehrfach verloren hat, lässt sie dieses Mal auch die Taschenlampe fallen. Ich so: Das ist alles, was du noch hattest, Mädel! Jetzt bist du Futter! Aber dann findet sie Knicklichter. Entgegen jeder Survival-Logik hat man unendlich davon, aber nur die letzten drei können gleichzeitig leuchten. Immerhin. Im ersten Teil des DLCs muss man sich daher sehr vorsichtig durch finstere Areale bewegen, da man immer nur einen Steinwurf weit schauen kann.

Die Schleichpassagen sind in The Consequence noch mal einen Zacken schwieriger als im ersten DLC. In den finalen Abschnitten des Spiels sind die Gänge wirklich mit Feinden gepflastert. Nur mit Geduld und viel Vorsicht kommt man hier durch. Die ein bis zwei Äxte (Kill) und Flaschen (Ablenkung), die man so finden kann, sind da nur Tropfen auf den heißen Stein. Diese Stellen waren so schön knifflig, dass ich etwa doppelt so oft gestorben bin wie im ersten DLC, bei dem ich den Löffel fast gar nicht abgeben musste.

Schießen kehrt zurück
Kidman bleibt in The Consequence nicht die hilflose Dame, die man zitternd durch dunkle Gänge bewegt. In kurzen Sequenzen fallen ihr Waffe und Munition in die Hände, sodass dieser zweite DLC in Abwechslung sowohl The Assignment als auch das Hauptspiel schlägt. Dabei verkommt The Evil Within auch in diesen Abschnitten nicht zur Baller-Orgie, sondern sorgt mir rarer Munition dafür, dass man die Pistole nur zur lebenswichtigen Selbstverteidigung zückt. Man würde gar nicht wagen, just for fun mal einem Feind aus der Ferne in die Fersen zu feuern. Selbst dann nicht, wenn man es als Alliteration aufschreiben kann! Deshalb bleiben auch im zweiten DLC die Feinde eine echte Bedrohung, was den Survival-Aspekt stärker betont und das Beste aus dem Genre rausholt: Wegrennen, verstecken, um jeden Preis Munition einsammeln und im Notfall eine Ladung Schrot verteilen, kurz bevor hungrige Zombies einem die Hauer ins Fleisch rammen. Diese Abschnitte haben mir in The Consequence besonders gut gefallen.

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Alte Freunde
The Consequence führt keine neuen Gegnertypen ein, sondern bleibt bei den Neuerungen aus The Assignment. Macht aber nix, da der zweiteilige DLC ohnehin wie aus einem Guss wirkt. Nur an einer Stelle habe ich mich geärgert: Der großartige Scheinwerfer-Gegner wurde in zwei Sequenzen wiederverwertet, die sich fast genauso spielten wie in The Assignment. Zum Glück blieb es nicht beim Aufguss, denn die finale Begegnung mit der gruseligen Kreatur wird zu einem kleinen Bosskampf, bei dem man sich einerseits verstecken, andererseits mit der Pistole im richtigen Moment zuschlagen muss. Dabei muss man wirklich sneaky sein, denn wenn man dem Vieh direkt in den Scheinwerfer blickt, wird man nicht nur verlangsam, sondern kann auch nicht mehr Zielen! Ballern ohne Strategie hilft hier nicht.

Ich hätte mir den DLC in einem Paket gewünscht, anstelle von zwei Häppchen. Über den Kostenpunkt von zehn Euro pro DLC lässt sich mit Sicherheit streiten. Unstrittig ist dagegen, dass The Consequence noch eine Ecke besser ist als The Assignment. Letztlich machen beide Teile nur gemeinsam Sinn, da sie eine zusammenhängende Geschichte erzählen. Die Spielzeit ist mit fast drei Stunden etwas länger als der erste Teil. Ohne Zweifel ist der DLC spielerisch abwechslungsreicher als das Hauptspiel und liefert obendrauf ein paar zusätzliche Hinweise zur Story. Ben

The Consequence wurde auf der Xbox One getestet. Ein Testmuster wurde uns von Bethesda zur Verfügung gestellt.

The Evil Within: The Consequence

(Ranking)
A
RANK
Reife Leistung. A-Spiele machen alles richtig oder sind nah dran. Kleine Schwächen werden durch Stärken mehr als wett gemacht. Das ist Spieldesign auf hohem Niveau.

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27. April 2018 um 06:28 Uhr
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