Interview mit The Fine Young Capitalists

(Artikel)
Haris Odobašić, 10. September 2014

Interview mit The Fine Young Capitalists

Für mehr Frauen, die Videospiele entwickeln!

Es ist das vielleicht beste Crowdfunding-Projekt, von dem ihr noch nie was gehört habt. Im Angesicht der Debatte um #Gamergate und #Notyourshield, um Sexismus und Korruption in der Gaming-Community gibt es nämlich ein Projekt, welches weniger an Diskussion und Streit interessiert ist, sondern vor allem an einem: für mehr Inklusion und weibliche Repräsentation in Videospielen zu sorgen. Wir sprechen hier von The Fine Young Capitalists, einer Organisation, die sich das selbstgesteckte Ziel gesetzt hat, Personengruppen, die bisher unterrepräsentiert sind, zu mehr Repräsentation in der Medienlandschaft zu verhelfen.

Die Idee dahinter ist ziemlich einfach: Anfang des Jahres wurde ein Aufruf gestartet, bei dem jeder, der sich selbst als Frau identifizierte, eine Idee für ein Spiel einschicken konnte. Die fünf besten wurden ausgewählt und ein professionelles Team arbeitete mit ihnen daran, ein erstes Konzept aufzustellen. Artworks, manchmal kleine Demos, die den fünf Ideengeberinnen nun voll und ganz gehören. Aber es kommt noch besser: Zurzeit läuft ein Community-Voting, bei dem die Spielergemeinschaft entscheiden kann, welche der fünf Ideen am besten ist. Die Siegeridee wird dann in ein richtiges Spiel umgesetzt, die Gewinnerin kriegt 8% vom Profit des Spiels. Und der Rest des Geldes? Wird gespendet!

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Afterlife Empire ist eine der fünf Ideen, für die man stimmen kann.

Ich mache keinen Hehl daraus, dass mich die Aktion von TFYC ziemlich begeistert, weswegen mich eines richtig überrascht: Ihre Inhalte sind professionell produziert, die IndieGoGo-Kampagne steht kurz vor der Erfüllung des Finanzierungs-Ziels, sie treffen all die richtigen Noten, nur eines passiert nicht: Es wird nicht über sie gesprochen. Keine der großen amerikanischen Gaming-Seiten hat über ihr Projekt berichtet.

Kotaku’s Jason Schreier selbst gab zu, dass das Thema für seine Seite zu heiß zu diesem Zeitpunkt ist wegen den vielen Sachen, die da in so kurzer Zeit vorgefallen sind. Doch wir vom D-Pad lassen uns nicht von ein bisschen Internet-Drama aufhalten. Außerdem will ich wirklich gerne Afterlife Empire spielen!
Hier also unser Interview und wer dann Lust hat, The Fine Young Capitalists selbst zu unterstützen, kann das über ihre IndieGoGo-Seite tun.

Haris

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17. Oktober 2018 um 09:45 Uhr
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