WildStar

(Artikel)
Benjamin Strobel, 22. Mai 2014

WildStar

MMO mit viel Bewegung und vielen Möglichkeiten

Die Sonne brennt sich in den hamburger Asphalt. Die Hitze habe ich draußen gelassen, jetzt sitze ich bei einer kühlen Cola im east-Hotel. Die Carbine Studios präsentieren mir ihr jüngstes Spiel: Wildstar ist ein neues MMO im Portfolio von NCSoft, die schon mit Guild Wars 2 ein gutes Händchen hatten. Das actionlastige Online-Spiel erscheint schon übernächste Woche - höchste Zeit, mich und euch einzustimmen.

Die Geschehnisse in Wildstars Sci-Fi-Universum spielen sich auf dem Planeten Nexus ab, der von zwei Fraktionen umkämpft wird: das Dominion und die Verbannten (Jozu berichtet). Und die können sich ziemlich gut bekämpfen, das sage ich euch! Aber dazu komme ich später.

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Actionlastig, schreibe ich! Absolut nicht ohne Grund. Hier hebt sich Wildstar stark von üblichen MMORPGs ab. Das beginnt schon bei der Bewegung: Doppelsprung, Sprint und Ausweichrolle sind hier völlig normal. Angriffe werden auch nicht eingeleitet, indem man bestimmte Feinde anklickt und markiert. Zwar kann man den Mob anklicken, aber Zielen muss man anschließend schon selbst, während man sich weiterhin fancy bewegt. Hat man einen Skill ausgewählt, zeigt Wildstar eine Area of Effect an, also den Wirkungsbereich eures Angriffs. Das kann ein Balken sein, ein Kreis oder eine völlig andere geometrische Figur, für die es nicht mal einen Namen geben muss! Wichtig ist also, dass ihr wisst, wie eure Angriffe funktionieren und dass ihr mit dem Wirkbereich richtig zielt.

Gleichzeitig muss man übrigens den Angriffen seiner Gegner ausweichen, die ebenfalls Wirkbereiche anzeigen, die ihr meiden müsst. Das funktioniert in etwa so wie in SMITE, ebenfalls in der Third-Person-Ansicht. Die Steuerung ist allerdings etwas komplexer und hat mir auf Anhieb Probleme gemacht (ausgehend von den Standardeinstellungen). Zielen könnt ihr nämlich nicht mit der Maus, sondern müsst mit WASD rotieren, während ihr mit Q und E strafen sollt. Der Mauszeiger ist für gewöhnlich frei beweglich. Um die Kamera per Maus zu drehen, muss man erst eine Taste halten. Die Dynamik des Kampfsystems stieß bei meinem Spieleinsteig an die Komplexität dieser Steuerung und auf die Frage, ob das wirklich nötig ist. Bei SMITE fühle ich jederzeit, dass ich meine Figur unter Kontrolle habe, während ich bei Wildstar Probleme bekam, ordentlich auszuweichen und die Kamera zu steuern. Das ist wirklich schade, da mir das dynamische Kampfsystem sonst sehr gut gefällt.

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PVP wird bei Wildstar groß geschrieben und ernst genommen. So gibt es zahlreiche Möglichkeiten, mit anderen Spielern gewaltsam in Kontakt zu treten. Wenn man ganz sicher sein möchte, dass man sich mit anderen beulen kann, wählt man von vornherein einen PVP-Server. Dort kann man in der Open World jederzeit anderen Spielern eins überbraten. Für Pussies gibt es dagegen friedliche PVE-Server. Zusätzlich kann man nach Belieben im Arena-Modus gegen andere antreten, aber nur in kleinen Gruppen von 2v2 bis 5v5. Wer das Chaos großer Schlachten sucht, findet aufgabenbasierte Spielmodi in 10v10- oder 15v15-Battlegrounds-Matches. Aber die Entwickler setzen auch dort noch einen drauf und geben uns den Warplots-Modus. Hier sollen bis zu 40v40 Spieler in großen Schlachten gegeneinander ziehen. Aber das ist nicht alles: Vorher geht es darum, seinen Warplot aufzubauen und dort eine Festung zu errichten, die man mit Turrets und ähnlichen Verteidigungsmechanismen ausstatten kann. Man kann sogar Tokens von gefallenen Bossgegnern erhalten, die man hier einsetzen darf, um sie in Warplots zu beschwören. Holy moley!

Wer Häuschen lieber friedlich baut, kann auch das. Schon früh im Spiel kann jeder Spieler seine eigene fliegende Insel erwerben und dort nach dem Baukastenprinzip anstellen, was er möchte. Schon in der Beta-Phase haben Spieler unzählige Stunden investiert, um verrückte Dinge, wie Skaterparks, zu bauen. Jeder darf dabei selbst entscheiden, wer die eigene Bude besuchen darf und welche Köter draußen warten müssen. Man kann sogar andere Spieler zu Mitbewohnern ernennen - diese Personen dürfen dann selbst kreative Hand anlegen und das Haus gestalten. Die Damen und Herren von Carbine Studios scherzen darüber, dass es sicher bald Leute gibt, die als Wildstar-Innenarchitekt richtig Geld verdienen.

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Wildstar sieht gut aus. Neben einem vollwertigen MMORPG bekommt man hier jede Menge Ablenkung, wie zahlreiche PVP-Modi und die Pflege der eigenen Hütte. Wer sich ab 3. Juni auf den Planeten Nexus begeben möchte, muss dafür allerdings zahlen. 12,99 Euro kosten 30 Tage in Carbine Studios' Sci-Fi-Universum. Wer allerdings viel Zeit hat, kann im Spiel gesammeltes Gold bei anderen Spielern gegen Spielzeit-Credits eintauschen. Der Clou daran: Diese Spieler kaufen die Credits für echtes Geld und erhalten im Gegenzug Gold von anderen Spielern. Wer also genug Geld hat, aber wenig Zeit, um Gold zu farmen, kommt auf diese Weise zu Ingame-Asche. Wenn ihr euch einer dieser Gruppen zuordnen könnt, hat Wildstar ein Modell für. Ganz für lau geht es allerdings nicht. Natürlich bleibt weiterhin die Alternative als gut bezahlter Innenarchitekt. Ben

Kommentare

Rian
22. Mai 2014 um 22:50 Uhr (#1)
Ich war eigentlich sehr interessiert an dem Spiel, aber die monatlichen Gebühren ruinieren mir das gerade etwas.
Ben
23. Mai 2014 um 10:41 Uhr (#2)
In der Hinsicht bleibt Guild Wars 2 natürlich weiterhin sehr attraktiv.

Ich könnte mir vorstellen, dass für viele (arbeitende) Spieler eine Stundenweise Abrechnung fairer wäre. Man würde sich Stundenkontingente kaufen und Zeit nur dann verbrauchen, wenn man auch wirklich im Spiel ist. 12,99 sind einfach weg, auch wenn man nur wenig Zeit zum Spielen hatte.
Gast
22. Oktober 2021 um 08:45 Uhr
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03. Juni 2014
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PC
Plattform - PC-Spiele haben mit die älteste Tradition. Heutzutage laufen die meisten Games unter dem Microsoft Windows.

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