Sherlock Holmes: Crimes & Punishments

(Artikel)
Rian Voß, 10. Februar 2014

Sherlock Holmes: Crimes & Punishments

Neues und Altes beim Preview

Zur letzten Gamescom hat mich ein Spiel beeindruckt, von dem ich mir vorher überhaupt nichts versprach: Sherlock Holmes: Crimes and Punishments. Das stark auf moralischen Entscheidungen, Dialogen und Observationen basierte Action-Adventure erweckte in mir nach der Präsentation die Erwartung, dass es sich hierbei um ein noch reineres L.A. Noire handeln könnte. In München wurden letzte Woche Fortschritte und Neuerungen präsentiert.

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Abermals begann die Präsentation mit dem Fall des totharpunierten Kapitäns in der Gartenlaube. Bevor Holmes aber ans Werk gerufen wird, darf sich der Meister der Verkleidung seiner Klamottenkiste widmen: Kostüme, Anzüge, Perücken und Gesichtsbehaarung darf der Spieler frei wählen. Die Änderungen sollen oft nur dekorativen Zwecken dienen, manchmal ist eine Verkleidung aber auch notwendig. Auf dem Weg zum Schuppen darf man Hinweise in Sherlocks Notizbuch wälzen - eine gute Idee, um die Ladezeiten zu überbrücken. Hat der Spieler Holmes endlich unter Kontrolle, darf er in der Third-Person-Ansicht verweilen oder, serientypisch, in die Egoperspektive wechseln. Die Untersuchung des Tatortes unterschied sich nicht großartig von der Gamescom-Präsentation, doch im Anschluss versuchen Holmes und Watson in einem Experiment einen Harpunenwurf an einem Stück Fleisch nachzustellen, um auf die physischen Eigenschaften des Täters zu schließen.

Viele Elemente scheinen kaum verändert worden zu sein, und das ist auch gut so. Der Schlussfolgerungsbildschirm, in dem der Spieler die Hinweise an einem schwarzen Brett zusammenfügt, um auf einen von bis zu zehn möglichen Tätern in den sechs Fällen zu kommen, kommt nun im Design von neuralen Knoten daher. Persönlich hat mir die rustikalere Pinnwand besser gefallen.
Zwei große Änderungen gab es dennoch: Zum einen war der in der Demo verknackte Täter mit seinem Schicksal nicht sehr glücklich und griff die Detektive an. Was folgte, war ein Faustkampf in der Form eines Quicktime-Events. Das war etwas enttäuschend, da ich mit einem reinen Denkspiel gerechnet hatte - allerdings werden kleine Actioneinlagen wohl das Pacing etwas auflockern. Zum anderen sind die Fälle nun inhaltlich unabhängig voneinander. Entscheidungen, etwa ob man einen Täter laufen lässt oder nicht, sollen trotzdem reale Konsequenzen nach sich ziehen.

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Mir gefiel Sherlock Holmes: Crimes & Punishments weiterhin sehr gut. Frogwares legt viel wert darauf, den Spieler in den Kopf des Meisterdetektivs zu versetzen und von dort aus - mit wenigen Action-Unterbrechungen - dem hirnintensiven Beruf der viktorianischen Spürnase nachzugehen. Das Spiel erscheint im Juni 2014 für PS3, PS4, Xbox 360 und PC. Ein zukünftiger Release für Xbox One ist noch offen. Rian

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