WildStar

(Artikel)
Joshua Peters, 08. September 2013

WildStar

For the empire!

Ich weiß nicht, was das los ist. Eigentlich bin ich doch schon seit langem von MMORPGs runter gewesen? Und obwohl mir gerade die ersten beiden Gamescoms ungefähr alle MMORPGs zugeschoben wurden, weil ich ja angeblich der "Experte" bin, war nichts dabei, was mich auch nur ansatzweise hätte begeistern können. Dann haut NCsoft Guild Wars 2 von ArenaNet raus und ich werde erst mal wieder an den PC gefesselt. Ich hatte gehofft, dass es sich dann auch erst mal wieder erledigt hätte, wenn ich die Lust an GW2 verliere, aber dann steht auch schon WildStar auf der Schwelle.

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WildStar ist ein MMORPG, welches sich gerade bei den Carbine Studios in der Entwicklung befindet, und genau wie GW2 auch von NCsoft vertrieben wird. Und, ähnlich wie bei GW2, wird auch hier das Genre etwas gedehnt und mit neuen Ideen aufgepeppt. Die etwas actionreichere Orientierung des Titels im Gegensatz zu vielen anderen Vertretern des Genres sieht man gleich schon in der Tatsache, dass es einen Doppelsprung, eine Sprint-Taste und Ausweichrollen gibt. Auch wird WildStar anders als die meisten mit Crowd Control umgehen. Wie viele von euch, die schon mal ein MMORPG gespielt haben, wissen, gibt es kaum etwas Frustrierenderes als dauernd von irgendwelchen Gegner betäubt, festgehalten, verwirrt, entwaffnet oder herumgeschleudert zu werden. Damit man nicht irgendwann seine Tastatur nimmt und immer wieder auf die Tischkante brettert, gibt es die sogenannten "Breakouts". Diese erlauben es einem wesentlich schneller aus einem CC-Effekt, nun ja, ...auszubrechen. Beispielsweise wird beim Entwaffnen die Waffe tatsächlich weggeschleudert und man kann sie sich schnell zurückholen. Betäubung lässt sich beispielsweise durch Spammen der F-Taste aufheben. Jeder Effekt hat so seinen eigenen Breakout. Die Idee, so eine Mechanik in ein MMO einzubauen, finde ich persönlich echt gut. Aber was rede ich hier eigentlich schon so intensiv von irgendwelchen Kampfmechaniken, wenn ich noch nicht mal angefangen habe davon zu erzählen, worum es überhaupt geht!

In WildStar gibt es zwei Fraktionen: Das Dominion und die Verbannten. Das Dominion ist ein riesiges Imperium, welches vier Völker umfasst: Die Cassianer, Chua, Mechari und Draken. Die Cassianer sind ein von einer uralten Zivilisation, den Eldan, auserwählte, menschliche Rasse, welche es sich (offensichtlich ziemlich erfolgreich) zum Ziel gesetzt hat, das Universum unter sich "zu vereinen". Dabei behilflich sind ihnen die Draken, eine humanoide Reptilien-Rasse, welche gerne und gut kämpft. Die Chua sind ein pelziges und boshaftes... Rattenvölkchen? Trotz ihres Erscheinungsbildes sind sie jedoch verdammt gute Erfinder und Wissenschaftler - somit also für einen Großteil der Waffen des Dominions verantwortlich. Und die Mechari sind Roboter, die von den Eldan erschaffen wurden um... na ja, sie helfen den Cassianern. Und die Verbannten? Das sind die Völkchen, denen die Planeten gehörten, welche sich nun im Besitz des Dominions befinden. Ohne Heimatwelten haben sie sich alle auf dem Planeten Nexus angesiedelt: Die Menschen, die Aurin, die Granok und die Mordesh. Zu den Menschen muss ich wohl nichts sagen, zu den anderen sollte ich wohl doch ein Wort verlieren. Die Aurin sind sozusagen die Elfen in WildStar. Nur ohne Elfenohren. Dafür mit Hasenohren. Und flauschigen Schwänzen. Die Granok sind große Krieger aus Stein. Und die Mordesh sind ein sehr wissenschaftlich und alchemistisch begabtes Völkchen, welches den Schlüssel zur Unsterblichkeit und ewigen Jugend gefunden hat. Leider machte sie der Trunk, der das bewirkt, nach kurzer Zeit zu Zombies, welche in bestimmten Kammern schlafen müssen, um bei Verstand zu bleiben.

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Nexus habe ich oben ja schon erwähnt; das ist nicht nur der Planet, auf dem die Verbannten sich angesiedelt haben, es ist auch der Planet, auf dem WildStar spielt. Denn da Nexus zufälligerweise der lang verschollene Heimatplanet der Eldan ist, hat das Dominion ein sehr großes Interesse an dem Planeten und der damit verbundenen, verborgenen Technologie. Die Verbannten auf der anderen Seite haben aber natürlich keine Lust sich noch weiter rumschubsen zu lassen und auf dem Planeten entbrennt ein Krieg. Soviel erst mal zur Story. Wer mehr erfahren möchte, der wird wohl das Spiel spielen müssen. Und wer NOCH mehr erfahren möchte, der spielt das Spiel als Wissenschaftler. Das ist einer der Pfade, für die man sich entscheiden kann.
Pfade? Ja, neben der Rasse und der Klasse wird man sich noch einen Pfad auswählen können. Dieser bestimmt, welchen Content man am meisten vor die Nase gesetzt bekommt, um den Charakter auf die Höchststufe zu leveln. Als Soldat wird man sich hauptsächlich mit Kämpfen aufhalten, während ein Wissenschaftler die Umgebung analysiert, versucht ALLES über seine Umwelt herauszufinden und somit jedes kleine bisschen Hintergrundgeschichte aus dem Spiel rauszukitzeln. Entdecker wiederum werden sich hauptsächlich damit beschäftigen die Welt in Jump-'n'-Run-Manier zu erkunden und abgelegene Orte sowie Schätze zu entdecken, während die Siedler hingegen damit beschäftigt sein werden, die Siedlungen im Spiel weiter auszubauen oder auch einfach neue Siedlungen für die Gilde anzulegen. Ja, die Sieder bauen wirklich Häuser und Geschäfte in der Spielwelt. Wie das alles ordentlich funktionieren soll, frage ich mich auch noch, aber ich bin zuversichtlich, dass es schon gut durchdacht ist. Ach so, Kämpfen und Erforschen ist natürlich nicht nur dem Soldaten und dem Entdecker vorbehalten. Das werden alles müssen/können. Aber die bekommen dafür extra Pfad-Erfahrung, welche ihnen beim Leveln hilft.

So, und JETZT gehe ich noch mal auf das Kampfsystem ein: Es ist halt actionlastig. Man läuft rum, rollt, schlägt und alles. Außerdem muss man mit Fernkampfattacken und Magie zielen und kann nicht einfach einen Gegner anklicken und die Attacke entfesseln. Das müssen alle anderen Gegner allerdings auch, was, genau wie bei einem selbst, durch Indikatoren auf dem Boden angezeigt wird. Somit ist man also immer irgendwie in Bewegung, weil man genau sehen kann, wie wann wo jetzt die nächste Attacke hingeht. Auch das gefällt mir sehr.

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In einem Spiel, welches einem vom Werk aus schon zwei verfeindete Fraktionen vorsetzt, darf es natürlich an PvP nicht mangeln. Wird es auch nicht. Arenen wird es geben, soviel weiß ich schon. Außerdem kann man sich Festungen mit seiner Gilde bauen und gegen andere Gilden antreten - irgendwie. Da weiß ich leider noch nicht so viel drüber! Aber es wird wirklich reichlich Möglichkeiten geben, anderen Spielern auf den Kopf zu geben. Auch wird man natürlich mit Freunden Dungeons bezwingen können, welche mit der Zeit selbstverständlich zu immer größeren Herausforderungen werden. Aber auch mit mehr Loot winken! Was ich bisher von den Dungeons gesehen habe, war eine Aneinanderreihung von Bosskämpfen, bis zum großen Finale gegen den Dungeonboss. Klingt doch normal, sagt ihr? Ja. Nur hat man hier zwischen den Bosskämpfen kein Zwischengeplänkel gehabt, sondern wanderte schnurstracks von Boss zu Boss. Es kann aber natürlich auch sein, dass es jetzt nur dieser spezielle Dungeon war.

Was bleibt noch zu sagen? Ach ja! Jeder Spieler hat ein Haus. Oder besser gesagt eine Insel. Diese ist instanziiert und kann bebaut werden. Mit einem Haus. Und ganz vielem anderen Schnickschnack. Klang aber auch nicht schlecht, besonders, da man sich dort Boni abholen oder In-Game-Parties mit allen feiern kann! Okay, Ich finde In-Game-Parties albern, aber es ist etwas, das die Leute mögen! Sonst noch was? Also auf Anhieb nicht. Ach doch! Die Sache mit den Gebühren. WildStar wird verschiedene Wege haben, den Spielern das Weiterspielen zu ermöglichen, denn es ist nicht wirklich ein Free-to-Play-Titel. Man kann also eine monatliche Gebühr bezahlen, um das Spiel genießen zu dürfen, oder man kauft sich von Ingame-Währung C.R.E.D.D. - mit diesem kann man auch seine Spielzeit verlängern. Das Ding ist: man kauft dieses C.R.E.D.D. von anderen Spielern, welche es sich für Echtgeld gekauft haben. Das behebt mehrere Probleme. Meistens haben die mit viel Zeit nicht so das Geld und die mit viel Geld nicht so die Zeit. Also kann jemand, der das Spiel wirklich mag, ein bisschen was an Geld übrig aber nicht die Zeit hat intensiv zu spielen und zu farmen, C.R.E.D.D. kaufen, und an die Spieler verkaufen, die sich über den Monat einen Arsch voll Gold zusammengefarmt haben, da sie einfach viel Zeit haben, aber vielleicht nicht das Geld. Nun muss man nur sehen, wie sich die Preise da entwickeln. Das scheint nämlich alles dynamisch abzulaufen. Wie bei Aktien! Und, es hebelt ein Stück weit die ganzen Goldseller aus, da man ja einfach mit C.R.E.D.D. sein Geld zu Gold konvertieren kann.

Ich bin ernsthaft gespannt und werde das Spiel auf jeden Fall mal anspielen! Und hoffentlich nicht versumpfen! Aber ich sehe leider das Potential dazu in dem Spiel! Jozu

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03. Juni 2014
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PC
Plattform - PC-Spiele haben mit die älteste Tradition. Heutzutage laufen die meisten Games unter dem Microsoft Windows.

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