Murdered: Soul Suspect

(Artikel)
Benjamin Strobel, 28. August 2013

Murdered: Soul Suspect

Toter Noire-Komissar ermittelt

Kein geringerer Ort als Salem stellt den Schauplatz für die Noire-Kriminalgeschichte von Murdered: Soul Suspect. Bekannt als die Stadt der Geister und Hort des Übernatürlichen läutet die Stadt bereits das Setting ein. Protagonist des Spiels ist ein abgehalfterter Ermittler, der zu allem Überfluss auch noch tot ist und seinen eigenen Mord aufklären will.

Detective Ronan O'Conner hat noch nie einen Kampf verloren. Wenn er einen Fall annimmt, dann bringt er ihn auch zu Ende. Nicht dieses Mal. Mit schier übermenschlichen Kräften wirft sein kapuzierter Widersacher ihn zum Fenster hinaus und bringt es mit sieben Kugeln in die Brust zu Ende. Ronan steht neben sich - im wahrsten Sinne des Wortes: er ist tot und kann nur hilflos mit ansehen, wie der Mörder seine Leiche in der Gosse zurück lässt.

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Dann packt ihn der Instinkt. Er tut, was er immer tut: der Sache auf den Grund gehen. Erstaunlich schnell erholt sich der Bursche vom Schock des Todseins und untersucht den Tatort. Wie bei L.A. Noire muss der Spieler nun Hinweisen nachgehen und die Umgebung untersuchen - nur eben als Geist. Leider hat das den Nachteil, dass man Objekte nicht aufheben und mitnehmen kann, denn Ronan greift einfach durch sie hindurch. Andererseits hat das Dasein als Geist auch seine Vorteile. So kann Ronan durch die meisten Objekte einfach hindurchgehen und andere Personen unbemerkt belauschen. Aber das ist nicht alles! Man kann sogar in die Körper anderer Menschen schlüpfen und sich ihrer Sinne bemächtigen, hören, was sie hören, und sehen, was sie sehen. Und wie ein Poltergeist kann man Objekte der Umgebung leicht beeinflussen, z. B. indem man einen Herd einschaltet.

In der Zwischenhölle, durch die Ronan noch halbwegs auf Erden wandelt, lauern jedoch auch Gefahren. Ein paar fiese Dämonen wandern umher und können den Spieler schnappen - mit einem Happs ist der im Mund! Daher muss man Ronan geschickt um sie herum navigieren und kann dann von hinten in sie einfahren, um ihnen den Garaus zu machen. Richtige Kämpfe gab es in der Gamescom-Demonstration nicht zu sehen und das Spiel wirkt auch als würde es darauf gänzlich verzichten. Stattdessen sind nach eingehender Untersuchung der Beweislage die Kombinationsfähigkeiten des Spielers gefragt: Wie passen die Hinweise zusammen? Was ist die chronologisch richtige Reihenfolge der Ereignisse? Am Ende einer Untersuchung erscheinen Schrift- und Bildfetzen auf dem Bildschirm, die der Spieler richtig zusammenfügen muss. Zur Belohnung gibt es dann eine Videosequenz, die noch einmal die Ereignisse zeigt, die man sich gerade erschlossen hat.

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Murdered: Souls Suspect ist kein Action-Spiel. Eher erinnert es an ein Heavy Rain oder ein L.A. Noire, das man auf die Ermittlungen reduziert. Die Atmosphäre der Geisterstadt Salem in den 50er Jahren macht großen Spaß und hebt das Spiel deutlich von den anderen Titeln ab. Ganz im Stile eines Film Noire erhält der Spieler großen Einblick in das Seelenleben des Protagonisten, das in zahlreichen Monologen zum Ausdruck kommt. Die englischen Originalsprecher machen einen vorzüglichen Eindruck dabei. Ich hoffe sehr, wir bekommen schon bald mehr von dem Spiel zu sehen. Ben

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31. März 2020 um 14:07 Uhr
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06. Juni 2014
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