Tearaway

(Artikel)
Torsten Ingendoh, 27. August 2013

Tearaway

Vita-Besitzer sollten sich drum reißen

Stellt euch vor, in eurer PS Vita steckt eine Welt aus Papier. Und in die Sonne dieser Welt wird plötzlich ein Loch gerissen, durch dass ihr in diese Welt blicken könnt. Das ist der Grundgedanke von Tearaway, dem neuen Spiel der Little-Big-Planet-Schöpfer Media Molecule. Auf der Gamescom wurde es mir präsentiert.

Nun, wie schon erwähnt, ist ein großes Loch in der Sonne. Und durch diese Sonne kann der Held des Spiels, ein Botschafter, die reale Welt sehen. Oder anders gesagt: Wenn wir die In-game-Ansicht auf die Sonne richten, dann sieht man das Aufnahmebild der Frontkamera der Vita. Und damit sich selbst, das Ziel des Spiels. Ganz recht, der Botschafter hat nämlich eine Nachricht für den Spieler. Aber um diese lesen zu können, muss er uns erst mal erreichen. Dabei wird die Hilfe des Spielers benötigt, was den besonderen Witz erst ausmacht.

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Wenn ein Spiel die Funktionen der Vita vollständig nutzt, dann Tearaway. Media Molecule hat hier eine Welt erschaffen, die mehr Interaktion bietet als das Bewegen der Figur per Tastendruck. Da die ganze Welt aus Papier gemacht wurde, kann man diese aktiv verändern. Bestimmte Elemente, die durch glänzendes Papier mit Fingerabdrücken gekennzeichnet sind, lassen sich per Touchscreen beeinflussen. So zieht man an Schnipseln, um Türen zu öffnen oder Brücken zu bauen. Oder man klopft mit einem Finger gegen das Rücktouchpad. Dadurch katapultiert man Objekte durch die Luft, die auf speziellen Flächen liegen. Diese haben dasselbe Muster wie das Touchpad. Es geht sogar noch weiter: Manche Flächen lassen sich mit dem Finger durchstechen. In der gezeigten Demo konnte man so an einem Rädchen drehen, um den Weg freizumachen.

Wie in guten, alten N64-Zeiten dürfen auch Collectibles nicht fehlen. Dazu gehört zum einen solch Standardsammelzeugs wie Geschenke, zu denen noch nichts Näheres verraten wurde, aber auch weiße Papierobjekte. Diese Objekte kann man im Kameramodus des Spieles abfotografieren, wodurch sie ihre Farbe zurückerlangen. Der Clou: Für jedes dieser Objekte kann man sich im Internet eine Papercraft-Bastelvorlage herunterladen und ausdrucken. Wie genau das funktionieren wird, ist noch nicht bekannt, nur dass man diese im Spiel gefunden haben muss, bevor man sie selber basteln darf. Die aufgenommenen Fotos kann man übrigens per Social Media seinen Freunden zeigen.

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Im ersten Demogebiet war es das Ziel, einen Kürbis für eine Vogelscheuche zu finden. Dieser Kürbis wurde seines Gesichtes beraubt, also liegt es am Spieler die Frucht neu zu schmücken. Mit einem frischen Satz Papieraugen mit passendem Papiermund fehlt aber noch eine Kleinigkeit: Der Schrei. Und hier kommt das Mikro der Vita ins Spiel. Der Spieler verpasst nämlich der Vogelscheuche seinen Schrei. Diesen Schrei hört man dann jedes Mal, wenn man ihr begegnet.
Eine weitere Fähigkeit des Botschafters liegt darin, sich zu einer Papierkugel zusammenzurollen. Damit kommt man durch kleinere Öffnungen, kann Gegner auf Stelzen umrempeln und in einer Sequenz muss man durch eine Kugelbahn rollen, dessen Verlauf man mit Touchscreen und Touchpad verändern muss. So gelangt man schließlich zum nächsten Areal: Einen Berg. Aber hier sollte es eigentlich schneien. Kein Problem für uns: per Touchscreen darf man die passenden Schneeflocken ausschneiden. Tadaa, unser persönlicher Schnee. Doch jetzt ist es kalt und dem Elch friert's, da er kein Fell hat. Als neues Fell will ein Muster. Was für eins? Sucht es euch aus, denn es wird mit der Rückkamera der Vita aufgenommen. Sehr cool.

Media Molecule verspricht mit Tearaway ein buntes, knuffiges und sehr kreatives Spiel für die Vita zu liefern. Bisher deutet auch alles darauf hin, dass sie dieses Versprechen halten können. Die gezeigte Demo machte Lust auf mehr. Besonderen Wert legen die Entwickler darauf, dass man im Spiel keinen einzigen Ladebildschirm zu sehen kriegt. Löblich, da die Vita, wie schon die PSP, fürs ewige Levelladen berüchtigt ist. Wer also eine PS Vita hat und dringend ein Spiel sucht, das fast alles ausreizt, was es an Eingabemöglichkeiten gibt, der kommt um Tearaway nicht herum. Und wer nach der angekündigten Preissenkung noch einen guten Grund sucht, sich Sonys Handheld zuzulegen, sollte Media Molecules neueste Kreation im Auge behalten. Ich bin gespannt darauf, meine Vita fühlt sich nämlich schon vernachlässigt.

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15. Dezember 2019 um 18:01 Uhr
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RELEASE
22. November 2013
PLATTFORM
PS Vita
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