Kinect Sports Rivals

(Artikel)
Haris Odobašic, 25. August 2013

Kinect Sports Rivals

Die nächste Kinect-Generation

Auf der diesjähren E3 war Kinect Sports Rivals noch zu einer Nebenrolle verdammt, die es nicht mal wert war, auf der großen Pressekonferenz erwähnt zu werden. Jetzt, auf einer Messe, die dem breiten Publikum gewidmet ist, ließ Microsoft es sich aber nicht nehmen, den dritten Teil der Reihe prominent für die Öffentlichkeit zu präsentieren, zeigt das Spiel doch schon nach kürzester Zeit, wie sehr sich Kinect mittlerweile weiterentwickelt.

Kinect-Sports-Rivals-Kletterwand

Bei Kinect Sports Rivals dreht sich dabei alles um die namensgebenden Rivalen, denn die Welt von Kinect Sports ist bevölkert von anderen Spielern: ihr werdet nicht gegen zufällige Computer-Gegner spielen, sondern die trainierte KI eurer Xbox-Freunde, die sich vom her Spielstil dem Original anpassen sollen. Und je nachdem, wie ihr mit diesen virtuellen Repräsentationen interagiert, entstehen Rivalitäten. Wer also jedes Mal einen bestimmten Spieler-Avatar auf der Kletterwand in sein Verderben reißt, muss sich nicht wundern, wenn ein paar Runden später euch das gleiche Schicksal ereilt. Um euch diese Rivalitäten wirklich leben zu lassen, wird Kinect Sports als eine große Welt präsentiert. Ihr werdet also beispielsweise, während ihr an der Kletterwand hängt, sehen können, wie eure Freunde gerade mit dem Jetski ein Rennen fahren. Außerdem ist auch eine Snap App sowie Smartglass-Features geplant, die euch besser auf dem Laufenden darüber halten sollen, was eure Rivalen so leisten, damit ihr entsprechend reagieren könnt.

Eines der beeindruckendsten Features war das Einscannen, in dem die Kinect-Kamera euer Gesicht aufnimmt und im Spiel entsprechend abbildet. So was gab es natürlich schon früher, aber noch nie auf solch einem hohen Niveau. Vorbei ist die Zeit, wo das "Gesicht" nur eine starre Textur ist, denn der Kopf eures so einzigartig personalisierten Avatars hat das volle Spektrum an Gesichtsanimationen zu bieten. Dabei war die Qualität der Reproduktion überraschend gut: eigentlich bei allen Versuchen, die ich mitbekam, hatte das Resultat einen hohen Wiedererkennungsfaktor, nur selten musste man mal die Haare oder ähnliche Kleinigkeiten noch anpassen.

Aber auch die erhöhte Präzision der neuen Kinect-Kamera konnte überzeugen: wo früher weitreichende Bewegungen nötig waren, sind nun schon kleinste Zuckungen ausreichend, um entsprechende Resultate zu produzieren. Das dürfte aber natürlich am Anfang ziemlich ungewohnt sein: als ich nämlich versuchte, beim Jetski-Probefahren weit ausholend um die Kurven zu fahren, waren meine Resultate eher beschränkt. Erst, als ich mich damit zufrieden gab, Änderungen im Zentimeter-Bereich vorzunehmen, kam ich auch dazu, wirklich windschnittig herumzudüsen. Man kann hier durchaus gespannt sein, wie sich diese Änderungen gerade in den wiederkehrenden Sportarten wie Fußball, Bowling oder Tennis niederschlagen, die die Newcomer Jetski, Klettern und Sportschießen komplettieren.

Kinect-Sports-Rivals-Fußball

Kinect Sports Rivals verdient Lob dafür, nicht einfach nur Kinect Sports 3 zu sein, sondern genug Features zu bieten, dass man von einer wirklichen Weiterentwicklung sprechen kann, die gerade dank der weit verbesserten Kinect-Kamera die Chance hat, sich zu einem der besten Titel zu entwickeln, um Microsofts Vision den Zockern näher zu bringen. Auch wenn der Release noch bis März 2014 dauert, wird man aber mit dem Ausprobieren nicht ganz so lange warten müssen: zum Xbox-One-Launch wird es eine kostenlose Demo geben, die es euch nicht nur ermöglichen wird, das Einscannen auszuprobieren, sondern auch erlauben, dass ihr alle Fortschritte, die ihr macht, in das volle Spiel übernehmt. Haris

Kommentare

Ben
26. August 2013 um 09:43 Uhr (#1)
Die Bewegungserkennung ist spürbar detaillierter und besser als zuvor mit dem ersten Kinect-Sensor. Allerdings scheint es so, als bliebe das Problem bestehen, dass der Spieler recht viel Abstand nehmen muss, um gut erkannt zu werden (auf der Messe waren ca. 3 Meter). Für kleine Zimmerchen ist auch Kinect 2 wohl nicht ganz geeignet.
Haris
26. August 2013 um 20:50 Uhr (#2)
In dem privaten Preview, dass ich zu Kinect Sports hatte, war eine Distanz von ca. 1 - 1,5m problemlos möglich. (Außerdem im Sitzen spielen!)
Ben
27. August 2013 um 18:49 Uhr (#3)
Sehr gut. In den Showhallen sollte man auf einer Matte stehen, die eine ganz bestimtme Entfernung hatte. War dann aber auch für zwei Spieler nebeneinander.
Gast
21. Januar 2022 um 03:03 Uhr
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11. April 2014
PLATTFORM
Xbox One
Plattform - Nachfolger der Xbox 360 von Microsoft. Angekündigt am 21. Mai 2013, ist die Heimkonsole am 22. November 2013 in Deutschland und weiten teilen Eruopas erschienen.

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