Terraria

(Artikel)
Jan Bracker, 28. Juli 2013

Terraria

Nein, nicht Minecraft!

Das Erste, was passiert, wenn man in der Gegenwart von Minecraft-Spielern den Namen Terraria fallen lässt, ist, dass sie einem vorbeten es handle sich ja nur um ein billiges Minecraft in 2D. Ich gebe zu, auch ich war diesem Eindruck erlegen, als ich das Spiel zum ersten Mal zu Gesicht bekam. Doch es zeigt sich, dass Terraria mehr ist als nur eine Minecraft-Kopie.

Man beginnt damit einen Charakter zu erstellen und eine Welt zu generieren. Je nachdem, wie viel Wert man auf sein Äußeres legt, lassen sich alle Farben umstellen und es gibt auch eine nette Auswahl von Frisuren und Kleidung. Auf die Gestaltung der Welt hat man leider keinen Einfluss. Sie sieht zwar mit jeder neuen Welt anders aus, teilt sich aber immer in die gleichen Bereiche auf.

terraria-character

Sobald das erste Spiel startet, merkt man, dass man nicht alleine ist. Es läuft noch eine weitere Person in der Nähe herum. Ein Fremdenführer! Spricht man ihn an, dann gibt er einem ein paar kleine Tips, wie man spielt und was man machen könnte. Ein Haus bauen ist eine seiner ersten Weisheiten und auch ganz sinnvoll, denn bei Nacht tauchen sofort Zombies und andere Monster auf, die einem das Leben zur Hölle machen. Aber Vorsicht: unser Führer macht auch nachts gerne mal die Haustür auf und lässt alles von draußen herein. Am besten sperrt man ihn weg...

Nachdem man einen sicheren Ort für die Nacht gefunden hat, ist man viel damit beschäftigt Rohstoffe zu sammeln. Vor allem an nützliche Mengen der kostbaren Erze kommt man nicht ohne längere Zeit die Höhlen zu durchforsten. Hat man erst mal genug erwirtschaftet, so kann man sich freuen, denn hergestellte Gegenstände gehen nicht kaputt!

terraria-mine

Craften ist sehr einfach. Man muss sich nicht alle Rezepte merken, sondern sieht im Inventar, was man aus den vorhandenen Materialien alles herstellen kann. Für fortgeschrittene Gegenstände benötigt man natürlich passendes Mobiliar, wie eine Werkbank oder einen Amboss. Sobald man in ihrer Nähe steht, vervielfachen sich die Crafting-Möglichkeiten in der Liste von selbst.
Hat man ein bisschen gespielt und ein Anwesen mit ein paar Räumen errichtet, dann erscheinen auch noch ein paar andere Gestalten und nisten sich bei einem zu Hause ein. Ich rede nicht von nutzlosen Dorfbewohnern, sondern von Figuren wie einem Händler oder einer Krankenschwester, die einem tatsächlich nützliche Dienste erweisen und hilfreiche Gegenstände anbieten.

terraria-inventory

Nun hat man ein schönes Heim, ein paar virtuelle Kompagnons und einen Grundvorrat Crafting-Material. Aber was jetzt? Jetzt kommt der feine Unterschied: Verlässt man das Gebiet um seinen Spawnpoint, dann trifft man in entfernteren Regionen ober- und unterhalb der Erdoberfläche stärkere Kreaturen und findet abhängig vom Terrain auch andere Items.

So stolpert man unter der Erde etwa plötzlich in einen riesigen unterirdischen Dschungel oder tief im Erdreich verborgen eine Hölle aus Asche und Lava. Durch die Decke zu brechen und unkontrolliert in eine Höhle zu fallen ist hier noch das kleinste Problem, denn plötzlich überraschen einen Würmer, die sich durch die Wände graben oder kleine Dämonen, die sich von einem Ort zum anderen teleportieren, wenn sie einen nicht gerade beschießen. Ganz nebenbei kann man auch in den ein oder anderen Bosskampf hineinstolpern. Bosskämpfe sind nicht nur eine Herausforderung, sondern verändern die Spielwelt nachhaltig, indem neue Materialien oder Items freigeschaltet werden, auf die man vorher keinen Zugriff hatte.

terraria-boss

Nach den ersten ungeheueren Begegnungen beginnt man sich etwas professioneller zu rüsten. So erlangt man irgendwann Zugriff auf Schusswaffen und kann sich einen nützlichen Kletterhaken craften. Der hilft ungemein bei der Fortbewegung und rückt zuvor nur schwer erreichbare Orte in greifbare Nähe. Falls es doch mal nicht weitergehen sollte, kann man immer noch den Weg freisprengen.

Alleine muss man übrigens auch nicht spielen. Übers Netzwerk kann man sich mit anderen zusammen tun und gemeinsam ein Abenteuer bestreiten. Das Ganze bringt ja schließlich noch viel mehr Spaß, wenn man seinen Kumpanen bei einem aussichtslosen Kampf zugucken kann oder ihn in eine Höhle stürzen lässt, damit man das neue Terrain nicht selbst erkunden muss.

terraria-house

Man kann in Terraria also viel Zeit verbringen und viele Dinge entdecken. Dabei merkt man, dass es doch einige Unterschiede zu anderen Spielen mit Minen gibt. Zwar handelt es sich bei Terraria auch um eine offene Welt, in der man nach eigenem Gutdünken Gegenstände und Materialien sammelt, um sich seine Umwelt zu gestalten, aber gleichzeitig gibt es noch eine Abenteuer-Komponente, die einen auf Trab hält und immer wieder mit neuen Herausforderungen versorgt. Dabei geht es darum, die Geheimnisse der Spielwelt zu entdecken und sich für die immer stärkeren Gegner zu rüsten. Falls einem doch mal langweilig wird, kann man immer noch den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Das macht nicht nur die Gegner stärker, sondern schaltet auch neue Items, Gegner und Materialien frei. Jan

Jan ist einer unserer Gastautoren und versorgt uns dementsprechend ab und an mit Artikeln. Wenn er Bock hat. Wenn ihr euch auch mal ohne Konsequenzen austoben wollt, dann schreibt doch einfach eure Idee an kontakt@dailydpad.de. Wenn sie uns gefällt, bekommt ihr bei der Formulierung, Strukturierung und Ausfertigung redaktionellen Support von uns und als Belohnung für den fertigen Text erhaltet ihr das lebenslange Recht darauf damit angeben zu dürfen, dass ihr einen Artikel im INTERNET veröffentlicht habt! Whoaaaaa!

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Reife Leistung. A-Spiele machen alles richtig oder sind nah dran. Kleine Schwächen werden durch Stärken mehr als wett gemacht. Das ist Spieldesign auf hohem Niveau.

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12. Juli 2020 um 07:46 Uhr
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16. Mai 2011
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