The Maker's Eden

(Artikel)
Benjamin Strobel, 12. Juli 2013

The Maker's Eden

Sci-Fi Adventure im Noir-Stil

Man wacht auf und man ist - wo ist man eigentlich? Man starrt auf eine Glastür. Rechts ein Timer. Er zählt runter. 6..., 5... Sollte man vielleicht fliehen? 4... Eine Bombe? Explodiert hier gleich alles? 3... Panisches Schauen nach links, dann wieder nach rechts. 2... Nichts zu machen, keine Bewegungsfreiheit. 1... Na dann, Augen zu und durch. Bing! Die Tür öffnet sich.

Dann wird man zwei Personen kritisch beäugt. Wie gut man aussehe! Danke. Was man denn hier mache. Man weiß es nicht! Ob man nicht irgend so eine ID-Nummer habe. Bitte was? Ohne Kennung sei man vielleicht illegal, das sollte auf jeden Fall abgeklärt werden. Man solle hier warten und sich auf keinen Fall weg bewegen. Äh. Okay?

Spieler von The Maker's Eden finden sich als eine Art Roboter in der Sci-Fi-Welt des Indie-Entwicklers Screwy Lightbulb wieder. Das Adventure im Comic-Stil lässt mit stilvollen, aber düsteren Artworks eine bedrückende Noir-Atmosphäre aufziehen. Die Entwickler versprechen traditionelles Point-&-Click-Gameplay mit Fokus auf Erkunden und Entdecken. Interaktive Comic-Dialoge sollen Artdesign und Erzählung geschickt miteinander verknüpfen. Wie das funktioniert, kann man sich seit Kurzem in der Demo (PC, Mac, Linux) ansehen.

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Das first-person slideshow-style point & click adventure game, presented as a motion comic bittet um Schwarmfinanzierung auf Indiegogo. Wer bereits Lust bekommen hat, kann sich mit einer Unterstützung ab 10 USD den ersten Akt des episodisch angelegten Spiels vorab sichern - und das Projekt fördern. Bei derzeit gut 3000 USD erscheint mir das Ziel von 10.000 USD in den nächsten Tagen realistisch. Wer keine Knete hat, kann dem Spiel auf Greenlight seinen Daumen geben. Allein für das ausgezeichnete Artdesign haben die Jungs und Mädels von der verrückten Glühbirne eine Münze in den virtuellen Hut verdient. Ich hoffe sehr, dass die Story mit ähnlicher Sorgfalt gestrickt wird und sich einem meiner Lieblingsthemen fürsorglich annimmt: Roboter-Ethik. Oh nein, ein Roboter ohne Kennung! Darf man ihn töten? Hat er ein Recht auf Leben oder findet in seien Schaltkreisen nur tote Ionenwanderung statt? Immer wieder ein guter Stoff für Sci-Fi-Geschichten.


Ich bin sehr gespannt, wie das Spiel sich weiterentwickelt. Die Demo hat mir gut gefallen, auch wenn es noch reichlich Bugs gibt, die gefixt werden müssen. Ich wünsche Screwy Lightbulb viel Erfolg für die Finanzierung und wünsche mir, den Titel im Herbst wiederzusehen. Ben

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29. Mai 2020 um 18:14 Uhr
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2013
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