Planets under Attack

(Artikel)
Joshua Peters, 16. Oktober 2012

Planets under Attack

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Wenn man nicht gerade StarCraft oder StarCraft II spielt, ist man von Strategiespielen normalerweise gewohnt, dass eine Runde mindestens 15-20 Minuten dauert und sich sogar noch viel länger hinziehen kann. Ja, ich meine DICH, Age of Empires II mit deinen Zwei-Stunden-Matches! Was aber tun, wenn man nicht so viel Zeit für eine Runde hat und trotzdem unbedingt sein strategisches Genie bemühen möchte? Okay, so schwer ist es jetzt nicht das zu erraten, schließlich lautet die Überschrift schon Planets under Attack.


Planets under Attack ist, wie angesprochen, ein Strategispiel aus dem Hause TopWare. Anders als man es von Strategiespielen normalerweise gewohnt ist, baut man hier aber nicht erst seine Base auf und dann nach und nach Einheiten und so weiter, sondern man hat einen oder ein paar mehr Startplaneten. Diese produzieren regelmäßig Einkommen und Raumschiffe. Für beides gibt es eine Obergrenze. Diese wird angehoben, wenn man noch mehr Planeten einnimmt und schon vorhandene ausbaut. Andere Planeten kann man einnehmen, indem man mehr Raumschiffe zu ihnen schickt als sie Bevölkerung haben. Nach einem Kampf kann man dann den neuen Lebensraum sein Eigen nennen. Aber ein Raumschiff auf eine Angriffsmission zu entsenden kostet Geld. Da man in der Regel viele Schiffe entsendet, auch gerne mal viel Geld. Der Haken an der Sache ist, dass man, während man eine aggressive Aktion durchführt, kein Einkommen erhält. Das bringt dann schon die erste wirklich strategische Komponente ins Spiel, da man durchaus planen muss, wann man auf Einnahmen verzichten kann und wann nicht. Dazu kommt dann auch noch die Möglichkeit Planeten entweder zu großen Geschützen auszubauen, was dafür sorgt, dass feindliche Schiffe schon im All abgeschossen werden, oder sie in Bankplaneten zu verwandeln, welche einem in regelmäßigen Abständen Geld geben, egal ob man sich gerade im Gefecht befindet oder nicht. Dafür produzieren beide Spezialplaneten keine Einheiten und haben keinen Einfluss auf die Steuern.


Das klingt doch jetzt erst einmal recht simpel - nur eine Einheitenart, drei verschiedene "Gebäude" und nur eine Ressource. Außerdem gibt es keinen Fog of War, man sieht also immer alles, was gerade passiert. Trotzdem gibt es noch allerlei Feinheiten und unendlich viele Strategien, um ein Ziel zu erreicht. Damit fällt PuA für mich unter die Kategorie: Leicht zu lernen - schwer zu meistern. Aber auf dem leichten der drei Schwierigkeitsgrade ist es in der Kampagne eigentlich für jeden schaffbar. Kniffliger wird es dann schon auf Mittel, da einem dort wesentlich weniger angezeigt wird. Auf leicht wird etwa immer kommuniziert, wenn man einen Planeten aufrüsten kann, oder ein S.O.S. ausgesandt, wenn gegnerische Einheiten auf dem Weg sind, sodass man schnell noch seine eigenen Raumschiffe zur Verteidigung bewegen kann.
Auf Mittel muss man schon raten, wo Feinde jetzt genau angreifen wollen bzw. wo es gerade für den Gegner Sinn machen würde. Gerne schickt man dann auch einen Großteil seiner Armee quer durch die Galaxis, nur um a.) sie auf dem falschen Planeten zu platzieren und b.) einige Planeten mit schwächerer Verteidigung zurück zu lassen, welche dann sofort eingenommen werden. Das Gleiche kann man aber auch mit den Gegnern machen. Hach, ich mag das Spiel. Man merkt eigentlich fast immer sofort, ob man eine gute oder eine schlechte Entscheidung getroffen hat.
Bevor ich es vergesse: Natürlich kommt auch PuA nicht ohne ein Levelsystem aus. Für gewonnene Matches bekommt man Erfahrung, welche einen im Level steigen lässt. Mit jedem Level schaltet man eine neue "Fähigkeit" frei, welche einen passiven Skill darstellt, der sich auf die Raumschiffe und Planeten auswirkt. Drei davon kann man gleichzeitig aktiviert haben und damit seinen Spielstil unterstützen. Vielleicht sogar auch erst formen.


In der Kampagne gibt es drei Rassen, wovon zwei spielbar sind: Erst einmal selbstverständlich die Menschen, dann die Roboter und später auch noch... so Insektenviecher. Die Insekten lassen sich nicht spielen und kommen nur in den Missionen vor, wo sie ziemlich nervig sein können - oder auch praktisch, wenn sie sich zuerst über den Gegner hermachen.
Zur Story der Kampagne kann ich an dieser Stelle ja auch noch mal schnell ein Wort verlieren: Man hat fette Schulden und reist durch das Universum, um Planeten für Geld... zu nutzen und so seine Schulden abzubezahlen. Dabei trifft man dann auf die Käfer, Roboter und ein mysteriöses Alien-Artefakt, das einen alle Sprachen verstehen lässt und bestimmt noch mehr Geheimnisse birgt.

Im Multiplayer lassen sich auch Roboter und Menschen spielen. Die Roboter spielen sich in beiden Fällen ein wenig anders als die Menschen: So haben sie Strom statt Geld und verbrauchen zum Ausbauen der Planeten Einwohner statt Strom. Dafür können sie bestimmen von welchem Planeten die Einheiten kommen sollen, was den Menschen nicht vergönnt ist. Da wird dann nur das Ziel gewählt und dann wird mal überall so ein bisschen was mobilisiert.

Alles in allem hat mir Planets under Attack ganz gut gefallen und soweit auch nichts wirklich falsch gemacht, das mich daran stören würde. Es ist simpel gehalten, unverbraucht, die Musik ist gut, die Steuerung (am PC zumindest) besteht nur aus den beiden Maustasten, es gibt für jeden einen entsprechenden Schwierigkeitsgrad und das längste Match, das ich spielte, lag irgendwo bei 10 Minuten. Außerdem sind die Traits, die man mit den Level freischaltet, nicht später immer krasser, sondern einfach nur anders. Trotzdem ist PuA eher unter der Casual-Kategorie einzuordnen und kann natürlich vom strategischen Wert nicht mit den Genregrößen mithalten. Trotzdem, oder vielleicht deshalb, spiele ich immer mal wieder gerne eine Runde.

Auch Ihr - Jozu

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13. Dezember 2018 um 03:31 Uhr
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