Bulkypix-Roundup

(Artikel)
Rian Voß, 31. August 2012

Bulkypix-Roundup

iOS-Spiele für jede Geschmacksrichtung

Was lange währt, währt endlich gut - so auch mein Teil der Reportage der gamescom 2012. Aber auch wenn mir jetzt langsam das Material ausgeht, so habe ich immer noch ein Ass im Ärmel! Naja, Ass. Vielleicht nicht gerade ein Ass, aber immerhin eine Kreuz-Dame, denn ich war bei Bulkypix - einem iOS-Entwickler und Kooperationspartner der bekannten, spanischen Adventure-Schmiede Pendulo - und habe mir vier ihrer Mobiltitel angeguckt: The Hidden Runaway, The Sandbox, Holy Shield: Journey to Hell und Space Disorder.

The Hidden Runaway

Es musste ja irgendwann soweit kommen, schließlich ist kein Adventurepärchen so ein Herz und eine Seele wie Guybrush und Elaine: Gina und Brian, die Helden der Runaway-Spiele, sind 10 Jahre nach dem ersten Eintrag der Serie hart dabei, sich gegenseitig zu hassen. Daraus macht sich aber ein gewisser Filmproduzent, der die Erlebnisse der beiden auf die Leinwand bringen möchte, allerdings nicht viel und interviewt sie, um an die saftigen Details hinter der Geschichte zu kommen. So erleben wir in Rückblenden einige bekannte und unbekannte Szenen, in denen sämtliche Charaktere des elf Jahre alten Road Adventures ein Comeback feiern.

Anstatt aber die beiden Protagonisten über die Bildfläche zu scheuchen, bedient man sich am einfacheren Wimmelbild-Prinzip. So tippt man etwa Brians Wohnung auf der Suche nach Sachen ab, die er zum Packen seines Koffers braucht, und löst nebenbei ein paar kleine Rätsel mit Objektkombinationen. Für meinen Geschmack wirkte das Spiel ein wenig zu simpel (sprich: casual), aber Fans der Reihe werden hier auf ihrem iPad sicherlich ein wenig in segensreicher Nostalgie schwimmen können.

The Sandbox

Das Spiel für Menschen mit Götterkomplex, einem Hang zur Zerstörung, einer artistischen Ader und einem Faible für Minecraft! Hier kann man mit einem ganzen Haufen an Elementen, wie etwa hier, in einer pixelig-knuffigen Umwelt Dinge bauen, der In-Game-Physik freien lauf lassen, sie mit anderen teilen und dann wieder einreißen. Zur seit dem 14. Mai erhältlichen Version für iOS wurde mir ein Update gezeigt, der im September erscheint und vor allem Dinosaurier und Mechanismen enthält. Dinosaurier gibt es aber nicht mehr, darum scheint ihre einzige Aufgabe in dem Spiel das Aussterben zu sein. Also: Ran ans TNT, ran ans C4, ran ans Napalm!

In dem Titel von Pixowl kann man aber nicht nur seinem Sandkastentrieb fröhnen, sondern es gibt auch einen Haufen Storymissionen, die quasi als Tutorial dienen. Hier wird auch der Umgang mit Mechanismen gelehrt, etwa wird einem der Schaltplan einer Bombe vorgesetzt und man muss sich dafür entscheiden, einen einzigen Draht zu kappen. Das erfordert Logik und lehrt einen was über Computer!
Das hat natürlich auch mein Interesse für Schaltpläne geweckt und ich wollte wissen, ob man mit dem Spiel auch quasi einen Prozessor basteln könnte. Leider ist aber der Platz eines Levels dafür noch nicht ausreichend - auch wenn die Grundbausteine für einen solchen Prozess durch UND- und ODER-Gatter, durch die ein Strom fließen kann, bereits gegeben ist. Aber es wird überlegt, mit einem weiteren Update es in Zukunft vielleicht möglich zu machen, Module entwickeln zu können, die sich dann zusammenbauen ließen. Das finde ich fantastisch, denn auf diese Weise könnte man Leuten spielend den Umgang mit Elektrotechnik beibringen! Ein Traum!

Holy Shield: Journey to Hell

Ein Third-Person-Shooter vom Entwickler Dogbox Studios. Hier steuert man seine Hauptcharaktere, Rachel und Gabriel, durch eine Welt ziemlich ähnlich der Hölle aus dem Film Constantine, läuft herum mit On-Screen-Tasten und schießt auf Untote und Dämonen. Bam! Das Spiel wird etwa 50 Gegnertypen featuren, wobei etwa 40 Feinde gleichzeitig auf dem Bildschirm sein können - nicht schlecht. Das klingt nach einem fetten Maschinengewehr in einem gefüllten Raum. Und fettes Maschinengewehr wird noch fetter, weil man es upgraden kann.

Leider war von dem Spiel, welches sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befindet, noch nicht allzu viel Spannendes zu sehen, darum kann ich eigentlich nur sagen: Das gibt es und es könnte gut werden. Vielleicht aber auch nicht!
Interessant war jedenfalls noch der Perspektivwechsel - immer mal wieder, etwa auf einem Boot oder einem Flugzeug, wird man in die Egoperspektive versetzt und man darf dann, wie in einem Rail-Shooter, sich nur um das Fadenkreuz und hinter Kisten hervorspringende Gegner kümmern. Das soll durch den Gyro im Mobilgerät gesteuert werden. Für Leute, die gerade aber keinen Platz oder keine Lust auf Herumgehampele haben, wird es noch eine stinknormale Touch-Steuerung geben.

Space Disorder

Dieses Spiel von Mi-Clos Studio konnte ich kurz anspielen. In der Rolle eines Sci-Fi-Charakters mit Jetpack bewegt man sich durch zweidimensionale Level, umgeht Fallen, sammelt Münzen ein und löst Schalterrätsel - letztere sind gar nicht mal ohne. Ich habe jedenfalls meine Level beendet und gleichzeitig nicht alle Secrets einsacken können, es gibt also einen ganzen Haufen alternative Goodies für ambitionierte Zwischendurchgamer zu erhaschen!
Mir gefiel an dem Spiel, neben der recht knuffigen Grafik, vor allem die Touch-Steuerung, welche auf dem ganzen Bildschirm funktionierte und nicht nur an einigen, dedizierten Stellen. Das Lenken des Jetpacks war in den ersten Sekunden ein bisschen tricky, aber ich konnte mich schnell dran gewöhnen.

Tja, das war's! Bulkypix! Tell your friends! Das Beste: Während der ganzen Demonstration habe ich kein einziges Mal den Begriff "Free to Play" gehört. Rian

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12. Dezember 2019 um 03:06 Uhr
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