Kinect bei Ubisoft

(Artikel)
Haris Odobaši?, 21. August 2012

Kinect bei Ubisoft

Tanzen, Tanzen, Superhelden verprügeln

Während die Wii sich dem Ende ihres Lebenszyklus nähert und bis auf Sony niemand wirklich Interesse daran zu haben scheint, was mit Move zu machen, scheint zumindest bei Microsofts Kinect-Hardware etwas mehr Begeisterung rumzukommen. Ubisoft plant deswegen gleich drei Spiele für das Wintergeschäft, die uns präsentiert wurden.

Den Anfang machte "The Hip Hop Dance Experience", ein quasi Nachfolger zu den anderen Experience-Spielen von Ubisoft, nur mit dem Unterschied, dass man sich nicht nur auf einen bestimmten Künstler konzentriert, sondern versucht, ein ganzes Genre abzudecken.

Das Ziel ist klar Authentizität, weswegen natürlich berühmte Choreographen angeheuert wurden, genauso wie das Spiel einen aufwändigen Trainingsmodus bieten wird, der es einem erlaubt, jeden im Spiel vorhanden Move zu üben, bis man ihn auch in der Öffentlichkeit zeigen könnte, ohne den Caveman zu machen. Und in manchen Bereichen schien es sogar Dance Central überlegen zu sein: auf dem Bildschirm seht ihr euren Charakter nämlich gleichzeitig von vorne und von hinten, was die Verwirrung etwas bekämpfen dürfte, weil man eben nicht mehr ständig umdenken muss, ob die Handbewegung des On-Screen-Charakters nun mit der rechten oder linken Hand durchgeführt werden muss.

Weiter ging es mit Marvel Avengers: Battle for Earth, das euch 20 Superhelden zur Verfügung stellt, die ihr in Tag-Team-Matches gegeneinander antreten lassen könnt. Dabei läuft das Spiel teilweise auf Schiene, wenn es um Bewegungen geht, aber die richtigen Moves dürft ihr ausführen, in dem ihr per Kinect vorgegebenen Bewegungen ausführt. Jede Figur hat dabei natürlich individuelle Angriffe zu bieten.

Ich gehöre ja zu den Leuten, die einige Kinect-Spiele besitzen und dem Konzept generell sehr offen gegenüberstehen, aber das Avengers-Spiel reizte mich mal überhaupt nicht. Ohne innovative Ansätze und mit einem sehr einfachen Gameplay ohne großartigen Tiefgang, dürfte uns hier eine Erfahrung erwarten, bei der man sich zwanzig Minuten ein paar seiner Lieblingssuperhelden anschaut und ihre Moves ausprobiert um das Spiel dann für immer in die Ecke zu pfeffern.

Just Dance 4 komplettierte das Lineup und soll simplen Tanzspaß bieten. Der Unterschied zu beispielsweise Dance Central ist, dass man hier einem nicht wirklich ein paar Tanzmoves beibringen will. Die Erkennung funktioniert nur zweidimensional, auf einen Trainingsmodus wurde verzichtet. Die Stärken sind eher darin zu finden, dass man zum Beispiel mit vier Spielern gleichzeitig spielen kann und das problemlos mit Drop-in, Drop-out. Die Just-Dance-Reihe hat sich schon über 35 Millionen mal verkauft und mein erster Eindruck ist, dass das Spiel diesen Trend problemlos fortsetzen wird. Gelegenheitsspieler werden es lieben.

Ein netter Dance-Central-Klon für Hip-Hop-Fans mit einigen guten Ideen, ein solides Party-Tanzspiel und, ähm, was für Sammler. Eine gute Mischung, aber ich persönlich bleibe eher bei Dance Central 3.Evil

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20. September 2019 um 12:07 Uhr
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