Erwartet nicht zu viel

(Artikel)
Rian Voß, 22. Dezember 2016

Erwartet nicht zu viel

The Stalin Subway 2: Red Veil

Mein gestriger Botanicula-Artikel war ja mal offensichtlich so vorzüglich, dass ich jetzt Ausgleichsarbeit leisten muss. Also werde ich nicht nur die einfache, nicht die zweifache, sondern gleich die dreifache Menge an Schäbigkeit liefern. Zuerst einmal nehme ich Jozu sein neues Aufgabengebiet, die Video-Reviews und Let's Plays, weg. Dann mache ich das nicht mit einem ordentlichen Spiel, sondern so einem Müll wie The Stalin Subway 2: Red Veil. Und zu guter Letzt ging mir die Zeit aus, so dass ich's nicht mehr in die Video-Postproduction geschafft habe und einfach eine Bilderstrecke anfertigte. Kommt, folgt mir, ich bin der Rattenkönig von Moskau und wenn wir ein bisschen Glück haben, dann ist das Grauen schnell vorbei!

Dieser Artikel wurde erstmals am 7.5.2012 veröffentlicht.


Ich hatte mir Stalin Subway 2: Red Veil damals für zwei Euro in einem ominösen Laden voll billiger Crapspiele gekauft. Es war gedacht für eine dunkle Stunde.


Sie ist nun gekommen.


Wir spielen die Frau des Protagonisten aus Stalin Subway 1. Sie ist gerade auf dem Weg zur Tür raus, als...


"RING, RING! Ich bin ein abgekabeltes Telefon ohne Tasten!"


"Haben Sie die Pizza Kreml bestellt?" - "Was? Njet!"


"Ach ja, erst bestellen und dann nicht zahlen wollen!"


Sofort geht's los mit dem Russentöten! Keine Sekunde nach Spielstart habe ich mir schon meinen ersten Headshot eingefangen.


Hat man den aber mit ein paar Reloads hinter sich gebracht, findet man schnell... DIE SOWJETISCHE TOMMY-GUN!


Rauchentwicklung durch Kugelhagel ist eigentlich ganz nett anzusehen. Leider hindert's nur unsere Sicht, nicht die der Gegner.


Y u no have key?


Habe ich erwähnt, dass das Spiel 2006, also nach Beginn der Xbox-360-Ära, erschienen ist? Sieht man ja wohl sofort.


Glücklicherweise sind viele Gegner schon von Haus aus bescheuert und rennen gegen Wände, da muss man sie nicht auch noch mit Rauch ärgern.


Y U NO HAV KEY?!


Pssst! Jetzt mal ganz still - die Gegner wissen noch nicht, dass wir da sind!


Leise... leise...


...und wie auf's Stichwort kommen sie um die Ecke gestürmt und rufen "Happy Birthday!"


Nur dass sie nicht Happy Birthday rufen, sondern Blei futtern und dann in sich zusammensacken.


Ich mag übrigens das Leveldesign. Es ist eckig, schlicht und erinnert mich irgendwie an meine Grundschule.


...und ist vollgestopft mit sinnlosen Räumen wie das Erstlingswerk eines RPG-Maker-Programmierers.


Ich liebe diese Stelle: Erst mal an der Tür vorbei. Die lässt sich sowieso nicht öffnen und man hört hinter ihr Gegner reden, also besser nicht stören.


Um die nächste Ecke wartet eine weitere Geburtstagsparty, also kurz zurückziehen und...


...WO ZUR HÖLLE KOMMT IHR HER?!


Ein paar Meter weiter befindet sich ein identisches Treppenhaus. Verdammte Plattenbauten.


Stockwerkeweise Einöde.


Die Levelmacher müssen es so einfach gehabt haben.


Kommt euch diese Situation bekannt vor? Scrollt mal ein wenig nach oben!


Alle Gegner sind tot, genugtuend in sich zusammengesackt und wir haben immer noch keine Ahnung, was die Story von uns will. Stellt sich nur noch die letzte Frage: Wo geht es hier raus?


Hier?


Oder hier?


Ich will raus...


Bitte...


Lasst mich gehen!


Doch nach langem Suchen...


...ein frischer Raum...


...und ein Fenster!


Die Erlösung!


Freiheeeeeeeeeit!


Es ist endlich vorbei...

Tja, beeindruckend, nicht wahr? Und wenn ich mal ein wenig mehr Zeit habe, werdet ihr das Ganze mit einem extraschönen Kommentar von mir als kleinen Bonus irgendwann nebenher bekommen. Aber ja, Stalin Subway 2: Red Veil ist wirklich ein super Spiel, das kann ich jedem empfehlen, der... hm. Rian

Kommentare

heilerderwelten
Gast
08. Mai 2012 um 00:42 Uhr (#1)
Hm... ich hab schon lange kein "gutes" Spiel mehr gespielt
und dass hier, soll sogar ein super Spiel sein, wirklich erstaunlich.

Joah, in welcher Garage sitzt der Programierer,
damit er mir ne Diskette brennen kann?
Rian
08. Mai 2012 um 13:01 Uhr (#2)
Ich habe gehört, es gibt nur noch zwei Exemplare: eins ist in meinem Besitz und das andere steht im russischen Museum für Kultur und Philathropie in St. Petersburg.
Meykota
Gast
08. Mai 2012 um 21:29 Uhr (#3)
Looooool Rian, echt gut gemacht XD
heilerderwelten
Gast
08. Mai 2012 um 23:19 Uhr (#4)
schade...
Rian
09. Mai 2012 um 00:01 Uhr (#5)
Danke :D
Gast
17. August 2022 um 08:47 Uhr
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RELEASE
08. Dezember 2005
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PC
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