Cut the Rope

(Artikel)
Benjamin Strobel, 26. Januar 2012

Cut the Rope

Schon jetzt ein Klassiker

Es klopft an der Tür. Vor der Tür steht eine Kiste. Gut verpackt. Du nimmst die Kiste an dich, schließt die Tür hinter dir und öffnest sie. Zuerst: Ein Zettel. Darauf eine Nachricht: Feed with Candy. Ein kleines, grünes Alien schaut dich erwartungsvoll mit großen Augen an. Du wägst ab. Das Ganze ist einfach merkwürdig. Wirst du den kleinen Racker mit Bonbons füttern?

Ich habe den kleinen Grünling schon längst gefüttert. Aber er war nicht der einzige. Viele sollten ihm folgen. Sehr viele. Denn Cut the Rope macht süchtig. Der bereits 2011 erschienene iOS- und Android-Titel bietet die Bestbewertung von fünf Sternen im AppStore, die es mit weit über tausend Bewertungen seit letztem Jahr wacker hält. Es gibt inzwischen sogar eine DSi Ware-Version für Nintendo DS und 3DS.

Auf den ersten Blick wirkt Cut the Rope simpel und generisch: Ein Physik-Puzzler mit einfachem Ziel: An Seilen befestigte Bonbons müssen in das Mäulchen des Aliens befördert werden. Bonus-Aufgabe: Vor der Verfütterung mit dem Bonbon die drei goldenen Sterne in jedem Level einsammeln. Dazu muss man nichts weiter tun als verschiedene Seile so durchzuschneiden, dass das Bonbon stets an die richtige Stelle schaukelt. Gerade das besonders schlichte Gameplay ist hie der Schlüssel zum Spaß: Obwohl es so einfach ist, wird das Spiel so schnell so schwer.

Das Einsammeln der Sterne ist am Anfang noch sehr leicht. Man bekommt dadurch den höchsten Score und schaltet auch schneller neue Levels frei. Später sind dann nur noch ein oder zwei leicht erreichbar und irgendwann kann man froh sein, überhaupt noch einen zu bekommen. Trotz des spürbar steigenden Schwierigkeitsgrades wird Cut the Rope nie unfair. Die Puzzles sind so grandios zusammengestellt, dass man selten die Lösung sofort sieht - mit genug Finesse und Neustarts kann man aber dahinter kommen. Damit es nicht langweilig wird, kommen ständig neue Elemente hinzu. So gibt es beispielsweise Blasen, in denen das Bonbon umherschwebt und Spinnen, die an den Seilen laufen und sich die Süßigkeiten krallen, wenn man nicht schnell genug ist. Es gibt auch elastische Seile, die das Bonbon durchs Level schießen und Lüftungsgeräte, mit denen man seine Bonbons in Schwung bringen kann. Ständig ist da etwas Aufregendes auszuprobieren, obwohl das Prinzip dasselbe bleibt.

Abstriche kann ich eigentlich nur für die Challenges auf Zeit machen. Ich hasse Zeitbegrenzungen, auch wenn sie - wie hier - implizit sind. Die Spinnen fressen die Bonbons weg, wenn ich nicht schnell genug die Seile durchtrenne. Aber manchmal bräuchte ich einfach noch einen Moment zum Überlegen. Ich hasse Zeitdruck! Aber das soll Cut the Rope nicht schmälern. Wer sich von Zeitlimits genauso bedrängt fühlt wie ich, sollte sich jedoch klar darüber sein, dass er hier seinen inneren Schweinehund für ein paar Level überwinden muss. Ansonsten sei der 79 Cent teure Download dringend empfohlen. Cut the Rope ist nicht nur ein Spiel für Zwischendurch, sondern schlingt auch Stunden am Stück. Cut the Rope ist schon jetzt ein Klassiker! Nex

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17. September 2019 um 00:38 Uhr
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