Dead Space 2

(Artikel)
Joshua Peters, 23. September 2011

Dead Space 2

Altman Be Praised

Wenn man die Aufgabe hat über Videospiele zu schreiben, schleicht sich ganz schnell dieses Gefühl ein, dass, wenn man sie spielt, über das schon geschrieben wurde, es sich um Zeitverschwendung handelt. Entgegen dieses Gefühls muss man einige Spiele dann aber trotzdem spielen, einfach aus dem Grund, dass sie gut sind. Und so spielte ich vor einiger Zeit erst mal Dead Space 2 durch, von dem ich felsenfest überzeugt war, dass wir hier schon was darüber hätten. Schließlich ist es Dead Space 2! Und es war auch nicht mehr neu! Genaueres Nachdenken und ein Blick in die Datenbank zeigte mir dann aber, dass ich im Unrecht lag! Ist eigentlich auch logisch, aber das ist eine lange und andere Geschichte.


Das Geheimnis um den roten Marker ist gelüftet, der Marker selbst vernichtet, die Necromorph besiegt, Isaac gerettet und alles ist gut. Das ist jedenfalls die Situation, mit der wir am Ende von Dead Space zurückgelassen wurden. Okay, man wusste, dass Isaac nicht mehr ganz richtig tickt, aber meine Güte, ist halt so. Ist ja wenigstens ansonsten alles in Ordnung. Dead Space 2 fängt an, Herr Clarke befindet sich in einer Sprechstunde und hat Halluzinationen, Black-out, jemand schüttelt den verwirrten Protagonisten, dieser jemand wird von hinten getötet, Necromorph - FUCK. Nur mit einer Zwangsjacke "bewaffnet" macht Isaac sich nun heldenhaft auf den Weg nach draußen und versucht dabei möglichst wenig Böslinge umzurennen. Später schafft er es dann auch sich aus der Zwangsjacke zu befreien und bekommt von einem der Überlebenden eine... Taschenlampe! Danke, Mann! Fast das gesamte erste Kapitel verbringt man jetzt damit nicht von den Necromorph geplättet zu werden und sich überall auf der Krankenstation eine Ausrüstung zusammenzuklauben. Damit ist der Einstieg eigentlich auch schon das Adrenalintreibenste - meiner Meinung nach. Sobald man erst mal alles zusammen hat, kehrt man zur alten Dead-Space-Routine zurück. Nur dieses mal mit weniger Grusel und mehr Action. Versteht mich nicht falsch - das Spiel ist immer noch verdammt gruselig, bietet allgemein vom Gruselgrad nur halt ein bisschen weniger als der Vorgänger und dafür mehr Terror in Form von Action. Allerdings gibt es ein Kapitel im Spiel, das den Vorgänger übertrumpft, aber nur, wenn man den ersten Teil auch gespielt hat.


Zur Story möchte ich jetzt eigentlich auch nicht mehr so viel sagen, denn die ist bei Dead Space 2, auch wenn es für die meisten wie eine stumpfe Gewaltorgie aussieht, ziemlich wichtig. Und es sei euch versichert, dass die Story den ersten Teil sehr gut ergänzt und einen noch weiter in die Hintergründe einführt. Die Schrift von Unitology lesen zu können bringt einem hier sogar noch mehr als im Vorgänger, aber selbst ohne das erfährt man eigentlich schon alles wichtige. Ausgangssituation ist, dass Isaac sich auf der Sprawl, einer Raumstation auf einem Saturnmond, befindet, sich dort wieder einmal mit den Necromorph herumschlagen muss, dabei herausfindet, warum sie da sind, wer dafür verantwortlich ist und noch einmal die Menscheit rettet. Die Schauplätze sind wesentlich abwechslungsreicher als die auf der Ishimura und eigentlich alle auch echt gut gelungen. Viele Änderungen im Gameplay gibt es nicht, hat ja soweit alles gestimmt, aber man kann jetzt in den Gebieten ohne Schwerkraft frei herumfliegen anstatt immer von Fläche zu Fläche zu springen. Und man muss Blaupausen für Waffen, Anzüge und Items finden, bevor sie im Shop freigeschaltet werden. Eine weitere nützliche Änderung betrifft den Leitstrahl, den Isaac aus seiner Hand auf den Boden projezieren kann: Dieser zeigt jetzt nicht nur an, wo man noch hin muss, sondern kann einem bei Bedarf auch den Standort des nächsten Shops, Speicherpunktes oder der nächsten Werkbank anzeigen.


Ich kann Dead Space 2 wirklich jedem Fan des ersten Teils ans Herz legen, auch wenn ihr den Teil bis jetzt wahrscheinlich schon habt. Wenn nicht, dann besorgt ihn euch. Und auch den Leuten, die den ersten Teil nicht kennen, aber auf guten Horror mit einer interessanten Geschichte stehen, würde ich das Spiel empfehlen. Eigentlich würde ich es jedem empfehlen, der alt genug ist.

Auch Ihr - Jozu

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06. Dezember 2019 um 12:47 Uhr
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