Revenge of the Titans

(Artikel)
Joshua Peters, 14. September 2011

Revenge of the Titans

ZOMG!!! TH3Y R COMIN

Als wir auf der GamesCom waren, haben wir wie jedes Jahr ordentlich T-Shirts gelootet. Ich habe mir auch schon extra keine T-Shirts mitgenommen, da ich ja wusste, dass wir welche bekommen würden. Darauf war ich dann also aber auch angewiesen. Eines dieser T-Shirts trug die Aufschrift Revenge of the Titans. Dieses tragend begab ich mich zu einem Pressetermin und wurde prompt darauf angesprochen:

"Hey, cool T-shirt. I've played the game, too. It rocks!"
"Uhmmm... yeah? I haven't played it yet..."
"..."
"But I've planned on playing it!"


Und so tat ich.


Revenge of the Titans ist im weitesten Sinne ein Strategiespiel, würde man aber wahrscheinlich unter Tower Defense verbuchen. Was ein bisschen anders ist als bei typischen TDs:

1. Die Gegner laufen nur grob auf einer vorgegebenen Bahn und nehmen auch gerne mal Umwege. Man muss also viel Gebiet abdecken und mehr bedenken.
2. Die Titans greifen die Tower an und zerstören sie. Man ist also immer damit beschäftigt Türme nachzubauen und Lücken auszubessern.
3. Man bekommt das Geld aus Erzvorkommen, die abgebaut werden wollen, und nicht etwa von den Gegnern. Diese lassen zwar manchmal Geld und Extras (wie z.B. ein Gegnerhorden-vernichtendes, orbitales Bombardement) fallen, aber ohne Raffinerien ist man verloren.


Somit reiht es sich nicht komplett in die Reihe der tausend generischen TDs ein, hat aber die wichtigsten Elemente von diesen übernommen. Die "Story" wird immer zwischen den Level erzählt. Hier kommt man auch in einen Forschungsbildschirm, welcher einem erlaubt pro geschafftem Level eine beliebige Technologie zu entwickeln, für die man die Vorraussetzungen erfüllt hat. Da es recht viele Forschungsgebiete gibt, können zwei Leute, die das Spiel spielen, zum selben Zeitpunkt komplett andere Builds haben. Das Spiel schlägt einem an einigen Punkten allerdings vor, was man vielleicht langsam mal erforschen sollte. Das mit den Briefings ist übrigens ganz putzig: während der Text auftaucht, hört man die betreffenden Leute immer "Bla Bla Bla" sagen. Allgemein ist die Vertonung des Spiels sehr gelungen.


Besonders mag ich, dass ein Gefühl der Überlegenheit wenn überhaupt nur in den ersten Leveln auftritt. Je weiter man fortschreitet, umso mehr entgleitet einem die Kontrolle über das Schlachtfeld. Klar gewinnt man am Ende, vielleicht auch erst nach einigen Versuchen, aber niemals "elegant". Jedenfalls nicht auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad - welcher scheinbar automatisch eingestellt ist. Was ich noch interessant fand war die Tatsache, dass am Ende einer Runde über Medallien, verbleibene Ressourcen und andere Faktoren festgelegt wird, mit wieviel Geld man im nächsten Level startet. Man spielt also neben dem eigentlichen Gewinn auch schon die Chanchen für's nächste Match aus. Zur Optik muss man, glaube ich, nicht viel sagen - retro und gut.

Ich kann das Spiel nur jedem ans Herz legen, der gerne mal etwas Abwechslung vom Tower-Defense-Einheitsbrei sehen möchte und sich mehr Strategie und wesentlich mehr Hektik wünscht.

Auch Ihr - Jozu

Kommentare

Bisher hat dieser Artikel keine Kommentare. Sei der erste, der einen Kommentar veröffentlicht!
Gast
21. September 2019 um 07:08 Uhr
GASTNAME
E-MAIL (nicht öffentlich)
      
SICHERHEITSFRAGE
Mit wie vielen "d" schreibt sich "dailydpad"?
ANTWORT

Themen

Indie
Themengebiet
Review
Sparte - Wenn es nicht bei drei auf dem Baum ist, testen wir es.

Gefällt dir unser Artikel?

Ähnliche Artikel