Nuclear Dawn

(Artikel)
Joshua Peters, 31. Juli 2012

Nuclear Dawn

CAPTURE THAT POINT!

Die Gamescom rückt näher, Rian telefoniert rum, ich mache diesmal den Soundtrack fertig und alle sind schon aufgeregt. Da denkt man doch gerne mal an die letzte GamesCom zurück, um sich dann noch mehr zu freuen. Denn es ist awesome! Scheiße anstrengend, aber awesome! Und man kriegt so viel Sutff und hach. Ich glaube so langsam muss man es nicht mehr wirklich betonen. Aber da war doch was? Irgendwas hatte ich doch damals bekommen/angesehen und nicht getestet... Oh. Hehe. Nuclear Dawn. Also, hier gut fast ein Jahr zu spät der Test!


Okay, ich könnte mich jetzt lange rausreden und damit anfangen, dass ich ja nur Linux auf dem Rechner hatte und der sowieso zu schlecht war, aber nein. Ich hätte es bestimmt irgendwie testen können, aber ich habe es nicht getan. Außer jetzt halt. Hab' jetzt schon seit ein paar Monaten einen neuen PC hier stehen und da ist mir das Spiel wieder eingefallen. Also. Nuclear Dawn.
Der Name deutet es schon an: wir befinden uns in der Post-Apokalypse, die ja in den seltensten Fällen irgendwie freundlich ausfällt. Hier haben wir die beiden Fraktionen Consortium und das Empire, die sich gegenseitig an die Kehle wollen. Woran genau das liegt, erfährt man nicht, aber das ist ja im Grunde auch egal. Am Ende geht es wahrscheinlich eh wieder irgendwie um verschiedene Ideologien. Nicht, dass das Spiel einen Storymodus hätte, aber die Fraktionssymbole deuten sowas an. Das Consortium erinnert dabei an den Westen und das Empire an die ehemalige UDSSR. Als eine von vier verschiedenen Klassen macht man sich also auf, die Gegner zu vernichten und Ressourcenpunkte einzunehmen. Die Klassen sind auf beiden Seiten gleich: Der Assault ist der normale Soldat, der mit dem Sturmgewehr loszieht und eine Spezialbrille hat, die man akivieren kann, um getarnte Gegner zu sehen, auch wenn man dann allgemein schlechter gucken kann. Der Exo ist ein dicker, gepanzerter Soldat, der auch noch über verdammt viele Leben verfügt und sich mit schweren Belagerungswaffen oder einfach nur einer Gatling irgendwo auf den Weg setzen und damit zu einem menschlichen Geschützturm werden kann. Stealths sind, wie unerwartet, die Späher und Assassinen, die mit Messern ihre Gegner von hinten meucheln oder sie aus der Distanz per Scharfschützengewehr ausschalten, nur um dann wieder unsichtbar zu werden und zu verschwinden. Die vielseitigste Klasse ist der Support, welcher immer mit verschiedensten Granaten ausgestattet ist, aber Sanitäter, Techniker oder auf Wunsch auch ein mit einem Flammenwerfer bewaffneter "Barbeque" sein kann.


Die Ressourcenpunkte umkämpft man nicht etwa, damit man schneller 1000 Punkte hat als der Gegner und so dann gewinnt, sondern diese erobert man für den zweiten Aspekt des Spiels. Denn einer der Spieler ist der Kommandant und sitzt in seinem Kommandobunker. Was er da macht fragt ihr euch? Er spielt ein anderes Spiel als die anderen. Der Kommandant sieht die Karte nämlich von weit oben und kann wie in einem Echtzeitstrategiespiel auf Kosten der Ressourcen in seinem Einzugsgebiet Gebäude und Türme platzieren, die dem Gegner schaden und den Freunden helfen. Auch gibt der Kommandant viele Befehle, kann Spezialfähigkeiten benutzen, erforscht Verbesserungen für die Soldaten und kann später auch Artillerieunterstützung geben. Wenn man die Befehle der helfenden Hand aus dem Himmel befolgt, gibt es Extrapunkte. Und wir mögen Extrapunkte, denn Extrapunkte heißen auch Extra-Exp. Denn kein Shooter kommt ja heutzutage ohne Exp aus.
Wenn man sich durch die Spiele kämpft, steigt man also wie gewohnt Level und schaltet Perks für die verschiedenen Klassen frei. Dabei kommt es dann auch immer darauf an, wie viel man die entsprechende Klasse denn nutzt. Es gibt aber auch noch übergeordnete Upgrades, die dann alle Klassen nutzen können. Die Perks sehen allgemein ziemlich typisch aus - der Stealth macht mehr Schaden mit seinen Messerchen und der Exo kriegt NOCH MEHR LEBEN. Ein Spiel gewinnen tut man übrigens, wenn man den gegnerischen Kommandobunker zerstört, was in den Runden, die ich bestritt, noch nie vorkam, weil das verlierende Team eigentlich immer vorher aufgibt.


Mir hat Nuclear Dawn, ehrlich gesagt, schon recht Spaß gemacht und die Idee, die dahintersteht, finde ich auch verdammt gut, wenn ich ehrlich sein soll. Zwar habe ich online noch nie den Part des Kommandanten übernommen, zu dem man sich übrigens wählen lassen muss und von dessen Posten man per Mehrheitsentscheid auch wieder geschmissen werden kann, aber auch wenn man immer nur Fußsoldat ist, macht es schon Spaß. Kommt halt auch immer drauf an, was man lieber mag. Wer also mal Lust auf einen Shooter hat, der etwas anders ist und irgendwie doch nicht, der kann das Spiel durchaus mal anzocken!

Auch Ihr - Jozu

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07. April 2020 um 04:57 Uhr
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