Starhawk

(Artikel)
Rian Voß, 18. August 2011

Starhawk

CRUSHING YOU WITH BUILDING

Um sich über andere Spieler in einem Shooter lustig zu machen gibt es viele verschiedene, mit der Zeit gereifte Methoden, ganz vorneweg das weitere Beballern einer Leiche, das Ausführen einer Assassination in Halo: Reach oder das berühmt-berüchtigte Teabagging. Jedoch ist keine dieser Methoden so effektiv und beschämend zugleich wie das Ordern von Gebäuden in LightBox Interactives PS3-exklusivem Third-Person-Shooter Starhawk. Strukturen lassen sich nämlich genau über die Köpfe von heranrückenden Gegnern bestellen. Da war mal ein Vorstoß-Trupp? DA STEHT JETZT 'NE WAND! Da war vorher ein tausend Tonnen schwerer Mech? DA STEHT JETZT 'NE WAND! Da war mal eine Wand? DA STEHT JETZT 'NE WAND!


Ok, keine Ahnung, ob das letzte funktioniert, aber die vorigen beiden auf jeden Fall. In dem spirituellen Nachfolger zu Warhawk rückt das Build 'n' Battle-Prinzip ganz stark in den Vordergrund, was man auch an der Ausführung merkt. Im Multiplayer hat jeder Spieler einen eigenen Pool zum Bauen von Gebäuden, die sich leicht in der Gegend platzieren lassen. Zudem ist der Bau aus jeder Position möglich, also wenn ihr ein Jetpack auf dem Rücken geschnallt habt, könnt ihr zum fliegenden Baumeister werden. Noch übler ist es, wenn ihr in einen Jet steigt (der als Kampfroboter multifungiert) und einfach mal auf Tiefflug geht und für die Bodenkräfte eine Schützenstellung fallen lasst. Und wuuuuuuusch! seid ihr wieder weg. Alles in allem macht das Bauen der Stätten einen durchdachten Eindruck und könnte sich als DAS Feature erweisen, das den Multiplayer von Starhawk nicht nur zu einer "Okay, ich hab's halt mal ausprobiert"-Erweiterung verkommen lässt, sondern auch noch Monate danach neue Spieler auf gefüllte Server lockt.
Eine andere witzige Sache ist die Geschichte mit den Com-Türmen. Die Kommunikationseinrichtungen werden benutzt, um bestimmte Gebiete der Karte unter die Fuchtel des eigenen Teams zu bekommen, was bedeutet, dass das zu einem Spawn-Areal für alle verbündeten Mitspieler wird. Und somit auch zu einer absoluten Killzone für Feinde, denn man wird nicht nur einfach irgendwohin lebend-teleportiert, nur um dann von einem bekackten Spawn-Camper erdolcht zu werden, sondern man wird aus dem Orbit per Kapsel abgeworfen und alles, was man bei der Landung unter sich begräbt, hat danach wohl nicht mehr dieselbe Form wie vorher. Um wie viel wollen wir wetten, dass es eine Trophy namens "Ding-dong, the witch is dead" gibt?

Um den Mehrspielerpart abzuschließen: Neben verschiedenen Modi für bis zu 32 Spieler wird es auch noch einen Horde-Modus geben, bei dem man mit drei zusätzlichen Leuten Welle um Welle verteidigen muss.


Doch nicht nur der Kampf Mensch gegen Mensch wird interessant, auch solo wird einiges geboten werden. Die Kampagne wird einen Space Western um den Miner Emmett Graves darstellen, der, zusammen mit seinem Bruder, von der wertvollen Rift-Energie mutiert wurde. Nur dass Emmett nicht ganz mutierte, womit er der erste und einzige seiner Art ist. Der Bruder ist dagegen ein Rebellenanführer mit durch die Haut gedrücktem Skelett geworden, gegen dessen Truppen nun Emmett bestimmte Dörfer und Stationen gegen ein gewisses Entgelt verteidigt. Auch hier ist das Build & Battle-Prinzip wieder gefragt, allerdings wird es auch viele Missionen geben, die nicht auf aktiver Verteidigung basieren, sondern nach und nach alle Features des Spiels ausreizen sollen.

Am Ende muss ich sagen, dass Starhawk definitiv als einer meiner Favoriten für die GamesCom '11 hervorgeht. Sinniger, langanhaltender Solo-Spielspaß kombiniert mit ein paar stimmigen, gut integrierten, nicht zu komplizierten Multiplayer-Features. Das könnte was richtig Gutes werden. Rian

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19. August 2019 um 10:05 Uhr
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