Dreamcast-Pannenhilfe

(Artikel)
Rian Voß, 04. Juni 2008

Dreamcast-Pannenhilfe

Reboot-Fehler beheben

Auf eine Sache bin ich ja jetzt ziemlich stolz: Ich gehe wunderbar mit meinen Konsolen, Spielen und Controllern um. Utensilien, die mit der Zeit bei mir zu Bruch gegangen sind, lassen sich an einer Hand abzählen.

Liste des Kaputtierens
- Laufwerk meiner Xbox Stumpy (ersetzt)
- Xbox-Controller (klötert beim Schütteln)
- Mies zerkratzte BG2-CD (tut mir bis heute noch leid ;__;)
Den unschönsten Hardwarefehler, den ich erlebt habe, musste jedoch ausgerechnet meine arme, kleine Dreamcast erleiden: Die hatte nämlich einen miesen internen Wackelkontakt, sodass sich das ganze Gerät in unregelmäßigen Intervallen neustartet. "Was tun?", sprach Rübezahl. Ich konnte mir zu der Zeit nicht weiterhelfen und habe den Gang zu eBay gemacht, um mir einen dringend nötigen Ersatz zu beschaffen. Wie das Schicksal es so wollte, bin ich grade am Tag der Ankunft meiner Zweitcast im Internet über eine Anleitung zur Behebung dieses kleinen Problemchens gestolpert. Also habe ich ein bisschen an meiner alten Kiste herumgebastelt und - siehe da: Sie lief! Naja, ich habe das treue Kerlchen dann an einen guten Freund verschenkt.

Jetzt sind gut zwei Jahre vergangen und meine "neue" Dreamcast hat dieselbe Krise wie mein alter Wegbegleiter. Aber diesmal war ich vorbereitet! Und da ich die originale Anleitung nicht mehr finden kann, will ich mein Wissen mal mit allen teilen, die ihre Dreamcast schon abschreiben wollen - dabei geht es ihr noch blendend!

Als allererstes schrauben wir unseren Freund aus Silikon, Plastik und Metall mal auf:


Eine Schraube befindet sich an jeder Ecke der Unterseite. Eine davon ist unter dem abziehbaren Modem versteckt. Normalerweise sollte ein einfacher Kreuzschraubendreher reichen, aber manche Dreamcasts brauchen die sogenannte, sternige TORX-Variante:


Die gibt's aber in jedem Baumarkt. Habe mir auch welche zugelegt, als ich an Stumpy rumgefummelt habe.

Wir heben dann einfach mal den Deckel ab und schauen uns das Innenleben unserer Lieblingskonsole an:


Sexy. Die Problemstelle ist auf dem Bild schon markiert und hier der Ausschnitt noch mal in groß:


Diese fünf nebeneinander liegenden Stecklöcher mit den metallischen Kontakten, aus denen dieses weißen Stengel da rausgucken, sind das Leid, das unseren Dreamcast an und ausgehen lässt wie eine ZDF-Marionette auf Killerspielejagd. Die Kontakte in der Mitte sollen ihre korrespondierenden Partner (hier) links nicht berühren. Aber wenn sie dennoch mal einen auf Hedonisten machen, dann heißt's: Blackout.

Was machen wir also? Wir basteln uns was, damit die beiden Metallnubsis eine anständige, höfliche und rein platonische Distanz zueinander wahren. Jetzt sollte eigentlich die Anleitung kommen, wie man kleine, 1cm lange Streichholzteile zurechtschneidet und anspitzt, aber irgendwie habe ich grade keine Streichhölzer, also habe ich einfach mal auf die ultimative Bastelressource zurückgegriffen: PAPIER!!!

Origami, go!


Falten.


Noch mal falten.


KNÜLLEN, KNÜLLEN, KNÜLLEN! Schön mit Gewalt!


Fertig!


Und dann mit Feingefühl zwischen die Kontakte stecken.

So, das sollte klappen. Und, äh, eigentlich soll man das bei allen Kontakten machen, doch meine Papierstücke sind immer rausgefallen und dann hatte ich die Lust verloren. Aber irgendwie hatte ich wohl grade die richtigen Stecker erwischt und mein DC läuft wieder. Tja, haha, so kann's gehen. Viel Erfolg! Rian

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16. Dezember 2019 um 15:13 Uhr
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