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Schneepiraten in der Wüste
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Lost Planet war ein… nettes Spiel. Der Singleplayer des Third-Person-Shooters auf dem Eisplaneten war irgendwie merkwürdig, kurz und ziemlich chaotisch, aber man hat auf große Aliens geschossen und das war in Ordnung. Richtig schockiert hatte uns seinerzeit aber, dass gerade der Multiplayermodus ("Huch, sowas gibt's auch?") mit seinem Enterhaken-lastigen Herumgeschwirre und seiner massigen Anzahl an Waffen und Kampfanzügen für eine ziemlich lange Zeit begeistern konnte. Lost Planet 2 gibt ein sehr ähnliches Gesamtbild ab, macht in der Ausführung aber noch ein paar Dinge anders.
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Besser als es aussieht. Viel besser.
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Edmund McMillen und Florian Himsl von Team Meat sind schon komische Vögel. Sie entwickeln Super Meat Boy, eines der besten und populärsten Indie-Spiele von 2010, und ich dachte mir, als ich von The Binding of Isaac hörte: "Na, das geht ja schnell." Ich war skeptisch, sah mir Videos von diesem simpel aussehenden Action-Adventure-Shoot-'em-Up an und befand, dass ich später dafür noch Zeit haben würde. ...Gut, dass ich mir The Binding of Isaac erst im Zuge der Steam-Weihnachtsaktion gekauft habe, denn schlaflos durchzockten Nächte wären außerhalb der Feiertage echt lästig gewesen.
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Das Multiplayer-Spektakel
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Gears of War 3 erscheint als erster Ableger der Gears-Reihe auch in Deutschland. Für viele kommt damit ein unerwarteter dritter Teil einer unbekannten Franchise in die Ladentheken und löst Verwirrung aus. Andere haben sich vielleicht schon vorher die ersten Teile importiert und schon lange Blut geleckt: Gears of War läutete vor rund fünf Jahren das Zeitalter des Deckungs-Shooters ein und eine ganze Generation von Spielen folgte diesem Beispiel. Neben einem Koop-Modus gab es seit jeher auch einen umfangreichen Multiplayer. Mit dem dritten Teil haben Epic Games diese Sparte nochmal ordentlich aufgestockt: Völlig neue Modi und altbekannte Erfolgsrezepte haben mich die letzten Tage an den Bildschirm gefesselt.
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Ninja Gaiden meets Bayonetta
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Es ist schon witzig, wie lange Zeit im Beat 'em Up-Genre Devil May Cry die einzige Spieleserie war, die sich eine über alle Stränge schlagende Coolness-Darstellung des Hauptcharakters traute - Dante ritt auf Bazookaraketen, benutzte Feinde als Skateboard und trat Türen öffnende Kristalle mit einem gekonnten Elfmeter in die entsprechenden Fassungen. Umso interessanter, dass 2009 neben Bayonetta auch Ninja Blade von FROM Software erschienen ist, wobei beide Spiele im Konzept identisch waren: es passiert unglaublich viel skurriler Kram und man schlägt Gegner grün und blau. Trotz dieser und noch anderer Parallelen hat es Bayonetta zu meinem damaligen Spiel des Jahres geschafft, während Ninja Blade nicht mal ansatzweise in Nominierungsreichweite gekommen ist. Woran hat das gelegen und worauf hätte man bauen können??
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Earth Defense Force: Insect Armageddon
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Earth Defense Force 2017 gehörte eigentlich zu den Spielen, für die ich mir keinen Nachfolger wünschte. Alles war perfekt: der Kaufpreis billig, die Synchronstimmen schäbig, die Steuerung simpel, die Munition unendlich und die Anzahl an Waffen und Gegnern nahe dran. Darum habe ich auch den Mund sehr schief verzogen, als ich von Earth Defense Force: Insect Armageddon hörte und befürchten musste, das Spiel würde auf einer vom Entwickler unerwarteten Budgetwelle dahergesurft kommen und ein einwandfreies B-Videospiel mit nutzlosen, modernen Features verschlimmbessern. Die Angst war, wie sich herausstellte, vollkommen unbegründet, denn Insect Armageddon gehört zu der raren Spezies von Fortsetzungen, die Dinge verändern und gleichzeitig absolut ALLES besser machen.
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Die schöneren Seiten Moskaus
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Für gewöhnlich mache ich einen großen Bogen um alle Spiele, die mir Angst machen könnten. Ich steigere mich einfach viel zu sehr in solche Spiele rein und kriege sonst tagelang Wahnvorstellungen und kann nicht mehr ordentlich schlafen. Metro 2033 jedoch lockte mich trotz Warnung vor dunklen Gängen und Munitionsarmut mit Versprechen ausladender Atmosphäre auch jenseits des Horror-Genres.
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Und niemand erscheint
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Sonys PSP und Square-Enix haben es nicht leicht. Die portable PlayStation ist von vielen Problemen geplagt und Square-Enix sucht verzweifelt ein eigenes, modernes Profil. Für beide Unternehmen ragt deshalb die Veröffentlichung von The 3rd Birthday aus dem Alltäglichen heraus: Sonys Handheld wird endlich mal wieder mit Spielbarem versorgt und Square-Enix veröffentlicht endlich mal etwas ohne rundenbasierte Kämpfe und/oder Final Fantasy-Bezug für die Plattform. Schade nur, dass dieses Experiment gescheitert ist.
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Hier ist The Witcher einen recht interessanten Weg gegangen oder hat es zumindest versucht...