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Der Rollenspiel-Underdog
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Kennt ihr Adol Christin? Wahrscheinlich nicht, doch der Rotschopf rettet schon seit über 20 Jahren die Welt in der eigentlich nur in Japan bekannten RPG-Reihe Ys. Ihren Anfang auf Plattformen wie dem nur in Japan verfügbaren PC88 findend, erschienen die Spiele um Adol Christin auf vielen gängigen als auch obskureren Plattformen der späten 80er und 90er, nur eben so gut wie nie im Westen. Ys: The Oath in Felghana ist dabei der dritte Teil der Serie, welcher erstmals 1989 auf dem NEC PC-8801 und dem NEC PC 9801 sein Debüt feierte, damals unter dem Titel Ys III: Wanderers from Ys. 2005 erschien ein Remake, nur für den PC, welches jahrelang nur mithilfe einer Fan-Patches außerhalb Japans genossen werden konnte - bis Xseed Games diese Übersetzung lizenzierte und die schon 2010 erschienene PSP-Version letztes Jahr in die USA und nach Europe brachte.
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Jetzt mit EverythingPass
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Ataraxis ist krank. Todkrank, um genau zu sein. Und das gerade, nachdem etwas Frieden ins Land eingekehrt war. Nach 100 Jahren Krieg wurde das auch mal Zeit. Dass das tragisch für Ataraxis ist, kann man sich vorstellen, aber nicht nur das - er ist auch der Herrscher der Stadt Nexus und sein Tod würde wahrscheinlich wieder zu einem Bürgerkrieg führen. Da das doof ist und er auch nicht einfach so holterdipolter krank geworden ist, sondern durch einen Fluch, muss dagegen etwas unternommen werden. Aber wie kann man bloß genügend Leute auftreiben, die ihr Leben riskieren würden, um ein Heilmittel für den guten Mann zu finden? Achja. Geld.
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Hart, aber gerecht
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Es kristallisiert sich ein Muster heraus: Genau einmal im Jahr finde ich ein Spiel, das mich völlig vereinnahmt. Letztes Jahr war es NieR, vorletztes Valkyria Chronicles und eigentlich müsste nun Dark Souls, mit seinen bisher über 60 Stunden auf dem Zähler, die Liste fortführen, jedoch ist "vereinnahmen" nicht das richtige Wort, finde ich. Das klingt zu nett. Das ist wie einen Massenmörder als "leicht neben der Spur" zu bezeichnen. Nein, was Dark Souls mit mir angestellt hat, spottet jeglichem Vergleich. Es hat mich als Kind gefressen, zerkaut, verdaut und ich musste mich durch seinen Darm Zentimeter um Zentimeter mit Fingernägeln und Zähnen vorkämpfen, um letzten Endes als stolzer Mann wieder ausgeschissen zu werden.
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04.12.2011 | Rian | Knüppelhart
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Metzeln bis der Metz kommt
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Es gibt ja so ein paar Genres, bei denen regelmäßig neue Spiele mit wenigen Änderungen auf einen großen, schon vorhandenen Haufen ähnlicher Spiele geworfen werden. Darunter fallen für mich ganz besonders die Side-Scroll-Shooter alá Touhou und Konsorten und die Schlachtfeldspiele von Koei. Trotzdem erfreuen sich diese Spiele einer wirklich großen Fangemeinde (eher im fernen Osten, aber auch im Rest der Welt verkaufen sie sich scheinbar) also musste ich mich auch mal in die Materie begeben. Warum gerade Dynasty Warriors 6 und nicht den "neuen" siebten Teil? Stand halt zufällig rum.
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Ich sah auf die Uhr und es war drei.
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Ab und zu, wenn ich mal echt Langeweile und keine Lust auf all die Spiele, die bei mir im Regal rumstehen, habe, dann schaue ich mir an, was es denn Neues auf dem Arcade-Marktplatz gibt. Und wenn mir WIRKLICH langweilig ist, durchwühle ich die Indiespiele. Das hätte ich dieses mal vielleicht nicht tun sollen. Ich bin das letzte mal, als ich das tat, nämlich auf Cursed Loot gestoßen. Cursed Loot ist pures Dungeoncrawling in Retro-Optik (seht ihr ja in den Screenshots) und macht verdammt süchtig. Eigentlich müsste ich endlich mal die Assassin's Creed-Spiele spielen, hab' auch alle hier rumliegen, aber immer wenn ich die Xbox 360 an mache lande ich bei Cursed Loot.
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Werden Templer jetzt hip?
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Kommt mir das nur so vor oder sprießen immer mehr Spiele aus dem Boden, die irgendeinen Bezug zu den Tempelrittern haben? Klar erfreuen sie sich immer einer gewissen Popularität, aber irgendwie... Am Ende werden die von der Spieleindustrie noch so doll gemolken wie die Vampire in der Literatur. Gruselig. Aber immerhin würden die Zombies so mal abgelöst. Egal, ich schweife ab - Hoffen wir einfach, dass es nicht soweit kommt und widmen uns dem Spiel um den verfluchten Templer Denz auf der Suche nach seinem Vater.
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One day that wall is gonna fall
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Bastion ist das vielleicht innovativste Spiel dieses Jahr und das ganz ohne irgendwelche Physik-Spielereien oder andere Gameplay-Gimmicks. Supergiant Games erstes Spiel erreicht das, indem es die Rolle des Erzählers in Spielen revolutioniert und damit eine Art des Storytellings schafft, die mit keinem anderen Medium außer dem der Videospiele realisiert werden könnte: einem interaktiven Erzähler, der auf den Spieler und seine Taten reagiert.
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