The Typing of the Dead

(Artikel)
Haris Odobašić, 03. November 2016

The Typing of the Dead

G...ä...n...s...e...b...l...ü...m...c...h...e...n...

Ich habe Mad Typing Skills! Ernsthaft! Ich kenne niemanden, der schneller in die Tasten haut als ich. Probiert es ruhig aus, ob ihr mit mir mithalten könnt. Ich schaffe über 100 Wörter pro Minute oder ein bisschen mehr als 600 Anschläge - ohne mich überhaupt warmgetippt zu haben. Wenn ihr das auf eine Länge von ca. 500 Wörtern für meinen Artikel hochrechnet kommt heraus, dass ich knapp fünf Minuten zum Schreiben gebraucht hätte, wenn ich nicht fair gegenüber Rian, Nex und Jozu wäre und deswegen nur mit einem Finger tippe. Die sollen ja auch mal Artikel kritzeln dürfen!

Dieser Artikel wurde erstmals am 4.12.2009 veröffentlicht.

Doch ich hatte nicht immer diesen unglaublichen Tippskill: noch vor einigen Jahren war ich ein Normalo unter den Tastenprüglern. Dann jedoch fing ich an, Typing of the Dead zu spielen. Ich probierte es ja anfangs mit dem Controller, aber könnt ihr euch vorstellen, wie schwer es ist mit der Bildschirmtastatur riesige Sätze in wenigen Sekunden herunterzuschreiben? Nachdem ich mehrmals resigniert dem Controller die Schuld gab, musste ich als eingefleischter Konsolero zugeben, dass das Pad eben doch nicht für alle Genres die beste Wahl ist.


In der Highscoreliste des Spiels findet sich dieser ganz besondere Eintrag: Sony sucks and Sega rules. Period.
Typing of the Dead ist eine 1:1-Umsetzung des Railshooters House of the Dead 2, nur eben mit dem Unterschied, dass man die Lightgun stecken lässt und zur Tastatur greift. Tun die Protagonisten im Spiel übrigens auch - in allen Zwischensequenzen sieht man sie mit Keyboard! Stellt euch das also bitte vor: Ihr killt Zombies mit den Wörtern, die ihr tippt! Wenn das nicht badass ist!

Jeder Zombie hat einen "Namen" und tippt man ihn ein, stirbt er! Die ersten Zombies heißen noch "Fret" und "Yolk", aber später gilt es auch "Sphincter" oder "Soul for sale" umzunieten. Auch für alle andere Interaktion im Spiel, sei es um Items aufzusammeln oder Wurfgeschosse abzublocken, reicht das Einhämmern des korrespondierenden Wortes.

Um das Spiel etwas aufzulockern, gibt es noch ein paar kleinere und größere Effekte, die Einfluss auf die Namen der Zombies haben können. So passiert es schon mal, dass aus einer Tür plötzlich ein Dutzend der modrigen Gefährten stürmen, die alle phonetisch oder thematisch ähnliche Namen haben. Endgegner hingegen erfordern meist eine andere Strategie und erwarten, dass man gleich volle Sätze eintippt oder stellen euch Fragen, die ihr mit dem Keyboard beantworten müsst.


Dieses Spiel ist eigentlich zu absurd, um zu existieren. Alleine das Konzept, Zombies durch Tippen umzuwetzen, ist jenseits jeglicher Genialität. Durch die schlechte Synchro und schon damals leicht antiquierte Grafik entwickelt das Spiel dazu eine Komik, die dafür sorgt, dass der Titel um einiges unterhaltsamer als die gar nicht mal schlechte Lightgun-Variante House of the Dead 2 ist. Und, neben dem Antrainieren von Tippskills, kann man mit diesem Spiel sogar ordentlich die Englischkenntnisse aufpolieren. Zumindest hat Vokabeln lernen noch nie mehr Spaß gemacht. Evil

Kommentare

Rian
04. Dezember 2009 um 01:29 Uhr (#1)
Grmlgrmlgrml, ich schaffe gerade mal 92 Wörter, grml.
Gast
21. September 2017 um 08:50 Uhr
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