Der Orientierungssinn

(Artikel)
Joshua Peters, 18. Dezember 2016

Der Orientierungssinn

Gamer im Vorteil!

Es ist ja gemeinhin bekannt, dass man durch Rockband lernt Instrumente zu spielen, WiiSports Resort einem das Bogenschießen lehrt und dass man nach ein paar Stunden mit dem neuen Tony Hawk wirklich skaten kann. Was allerdings kaum einer weiß (oder was einfach nicht bemerkt wird, weil diese Vorgänge nicht so offensichtlich ablaufen, im Nachhinein aber alles so lächerlich offensichtlich wird) ist, dass Gamer einfach einen IMBA Orientierungssinn haben.

Dieser Artikel wurde erstmals am 3.11.2009 veröffentlicht

Liberty City - Wer kennt diese Straßen nicht wie seine Westentasche?
Aber das ist ja auch logisch. Ich meine - wir treiben uns mehrere Stunden am Tag in virtuellen Welten rum, von denen wir uns bei vielen ihren Aufbau merken müssen, da man sich trotz Minimap doch am besten an der Umgebung orientiert. Besonders weil die Map nicht mal immer vorhanden ist. Hierfür ist Overlord ein gutes Beispiel. Oder die Map ist störend oder sie ist doof zu erreichen. Bei Risen alle 20 Schritte auf die Map gucken? Niemals! Oder in Mass Effect immer wieder ins Menü und dann die Karte auswählen, nur um Choras Nest zu finden? Bwah! Die Architektur der Citadel hat man auswendig zu kennen! Und in den meisten Fällen ist es auch einfach so! Genau so in WoW - JEDER weiß, wo was in Stormwind zu finden ist! Ohne Map! Spiele wie Diablo 2 machen es einem da etwas schwer mit den randomized Levels, allerdings gibt es halt einige, die immer glich sind und glaubt ja nicht, ein Diablo-2-Spieler könnte euch nicht aus dem Kopf eine Karte der Hallen von Vaught zeichnen!

Ein Nicht-Gamer würde sich hier verlaufen!
Ihr seht schon: Wir sind krass, was das angeht. Und das Ganze lässt sich auch super auf das wirkliche Leben übertragen! Denn alles, was wir in der Spielewelt zur Orientierung benutzen, gibt es auch im RL! Zum Beispiel besondere Architekturen; bestimmt geformte Bäume; die NPCs, die in der Innenstadt den Wachturm verteilen oder an den Kassen sitzen. All das dient unserer superior Orientierung. Und es funktioniert! Und auch daran erkennt man Nicht-Gamer: Wenn ein Nicht-Gamer versucht, sich in einer Spielewelt zurecht zu finden, wird man merken, dass es ihm auch nach zwei Stunden noch nicht recht gelingt. Genau so ist es dann im RL: Sie bleiben an Bäumen hängen, sie laufen an den wichtigen NPCs vorbei und sie gehen oft einfach in die falsche Richtung: Peinlich! Zudem justieren sie niemals ihre Kamera nach! NIEMALS! Wenn ich das schon sehe! Ich entreiße den Leuten dann immer gleich die Maus oder den Controller: Da bekomme ich echt Zustände, wenn ich das sehen muss! Und auch hier wieder: Im RL -> Tunnelblick. Furchtbar.

Na ja, aber es kann halt nicht jeder so gut sein wie wir.

Auch Ihr - Jozu

Kommentare

juffel
03. November 2009 um 10:08 Uhr (#1)
ich habe es schon immer gewusst, dass es mir auch im RL was bringt, wenn ich in gtaVI das navi ausschalte!
Rian
03. November 2009 um 13:45 Uhr (#2)
Also, ich habe mich in Oblivion auch immer am Sonnenstand orientiert. Map und Quicktravel ist für Loser!
Ben
04. November 2009 um 02:00 Uhr (#3)
Bei mir ist das umgekehrt: Ich verstehe wegen der Minimaps jetzt auch im RL wie ein Navi funktioniert :D
Gast
22. September 2017 um 19:02 Uhr
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