2D Shooter (3)

(Artikel)
Haris Odobašić, 26. Januar 2017

2D Shooter (3)

...und von unten nach oben

Zum Abschluss der 2D-Shooter-Artikelreihe wird es Zeit auf die Crème de la Crème der modernen Shoot'em'ups einzugehen.

Assault Heroes & Assault Heroes 2
Das vierte Halo-Level aus der Vogelperspektive!
Gehört auch zu den ersten XBLA-Shooter und unterscheidet sich von den anderen fundamental darin, dass man hier anstelle eines lahmen Flugzeuges in einem krassen Buggy durch die Gegend fährt. Und wenn der Buggy kaputt geht, kann man auch zu Fuß weitermachen! Der Titel ist vollkommen auf Coop ausgelegt und bietet auch gehörig Abwechslung. Es gibt verschiedene, upgradebare Waffen für den Buggy, Untergrundareale, die man nur zu Fuß besuchen kann, und im Nachfolger kann man dann sogar die feindlichen Fahrzeuge klauen für noch mehr Action. Deswegen ist das Spiel, nicht umsonst, einer der größten XBLA-Hits und bei einem Preis von 400 Points für Assault Heroes 1 ein sicherer Tipp für spannende Coop-Partien.

Dieser Artikel wurde erstmals am 26.7.2009 veröffentlicht.

Söldner-X: Himmelsstürmer
An dieser Stelle kriege ich JEDES VERDAMMTE MAL Schaden :(
Nein, diesmal ist der Name nicht dem Wörterbuchfetisch eines Japaners entsprungen, bei Sölder-X handelt es sich wirklich um ein deutsches Spiel, das trotzdem komplett in Japanisch ist. Mindfuck!
Aber das soll nicht weiter stören, immerhin ist das hier ein Sidescroll-Shooter wie er typischer nicht sein könnte. Gradius und R-Type lassen grüßen, auch wenn Söldner-X dank des Waffem- und Powerupsystems genug Neuerungen bietet. Vor allem Letzteres motiviert, effektiv zu spielen. Auf der einen Seite hat nämlich jede Waffe eine begrenzte Energie, auf der anderen Seite füllt jeder konsekutive Kill die Powerup-Leiste. Wechselt man aber die Waffe, leert sich diese Leiste wieder. Darum gilt es sparsam zu schießen und vielleicht, oh mein Gott, nicht die ganze Zeit auf Dauerfeuer zu setzen!!

Außerdem sollte erwähnt werden, dass Söldner-X schwer ist -- verdammt schwer. Nicht Ikaruga-schwer, aber doch schwer genug, dass der Hersteller einen "Very Easy"-Schwierigkeitsgrad nachrüsten musste. Das heißt also auch ihr Pussies könnt das Spiel problemlos durchspielen. Ich hätte das Spiel ja locker auf Normal durchgepackt, wenn da nicht die Sonne immer komisch aufs Display geschienen hätte, jawohl!

Everyday Shooter
Eigentlich ist der Text rechts egal, das Spiel muss man sehen um es zu verstehen.
Kommen wir zu einem der einzigartigsten Titel im Spieleangebot des Playstation Networks. Das fängt schon damit an, dass dieser von Jonathan Mak im Alleingang entwickelte Titel kein Sidescroller ist, keine komischen Roboter oder Ähnliches als Fieslinge bietet und ähnlich wie Rez die Musik zu einem interessante Spielelement macht.

Ein auf ein Viereck beschränktes Gebiet ist das Spielfeld in der, je nach Level, verschiedene Gegner in bestimmten Mustern sich im Spielfeld bewegen. Da gibt es dann beispielsweise das Gebiet, in dem alle Gegner sich in Richtung Mitte bewegen, nur um dann plötzlich wie verrückt dem Spieler hinterherzujagen. Dadurch hat das Spiel eine besondere Komponente, da man immer erst beobachten muss um zu verstehen, wie genau das Spielfeld, auf dem man gelandet ist, funktioniert, bevor man es wirklich effektiv spielen kann. Hinzu kommt, dass der Soundtrack zu einem gewissen Teil vom Spieler mitbestimmt wird, denn für jeden abgeschossenen Gegner erklingt ein kurzer Ton oder Riff, der die Musik aktiv mitgestaltet. Und dazu ist der Zeichenstil des Spiels verrückt bis zum Geht-nicht-mehr. Ich muss zugeben, dass ich schon etwas verliebt in Everyday Shooter bin. Es ist ein eigenständiges Spiel, nicht umsonst von seinem Macher auch "Musikalbum" genannt, das wirklich mit wenig zu vergleichen ist und von jedem ausprobiert werden sollte. Auch wenn ich spätestens nach Level 3 oder 4 den Löffel abgebe :(.

So much win! *salutier*
Kommen wir aber zum letzten Spiel dieses Artikels, das ich schon zum Spiel der E3 2008 erklärt hatte. Fantastischer 4-Spieler Coop, pumpender Soundtrack und abgedrehte Partikel-Effekte, Vorhang auf für Geometry Wars 2
Der spielgewordene Albtraum eines jeden Epileptikers ist letztes Jahr im Rahmen von Microsofts Summer of Arcade-Offensive erschienen und hat sich nicht umsonst fantastisch verkauft. Auf der einen Seite ist das Spielprinzip, das auf eine Zwei-Stick-Steuerung reduziert wird, für jeden sofort zu begreifen. Der linke Stick bewegt das Raumschiff, der rechte Stick schießt in die jeweils gedrückte Richtung. Gleichzeitig ist die Herausforderung aber groß genug, da die Gegnerzahl fast exponentiell ansteigt. Schwirrt am Anfang nur ein zielloser Gegner umher, erwarten einen nach wenigen Minuten ganze Geschwader der verschiedensten Gegnertypen. Snake (nicht Solid! Sein geheimer Bruder aus dem Nokia-Handy), winzige Dreiecke, die in hunderten aus allen Ecken auf euch zufliegen, oder selbstmörderische Kamikazeflieger, die gegen Frontalbeschuss immun sind, machen euch das Leben schwer und hier entscheidet sich auch, ob aus dem normalen Zockermenschen ein Vollversager wird, der sich durch Kollision töten lässt und mit einem mickrigen, sechsstelligen Highscore später noch ins Bett nässt, oder ob man es "in the zone" schafft, diesen mystischen Ort, der sich wie eine Aura um einen besonders fähigen Zocker aufbaut und es ihm ermöglicht, mit übermenschlichen Reflexen zumindest für kurze Zeit jedem Gegner auszuweichen um sich dann für seine Punktzahl im Millionenbereich feiern zu lassen. Und das ist nur das Highlight des Vorgängers!

Im Nachfolger gibt es nämlich zusätzliche, süchtigmachende Spielmodi, die auch alle zu viert gespielt werden können. Einer meiner Favoriten ist der Pacifism-Mode, bei dem man nicht schießen kann. Ein Shooter ohne Schussfunktion, hah!
Keine Investition in der Xbox Live Arcade wird sich so sehr lohnen wie die 800 MS-Points für Geometry Wars 2 und kaum ein Spiel geht so an die Power wie dieses Göttergame. Kaufen, los! Evil

Kommentare

Bronko
26. Juli 2009 um 13:06 Uhr (#1)
Yeah den Everyday Shooter muss ich mir mal ansehen ^^ voll abgefahren
lupmac
26. Juli 2009 um 16:22 Uhr (#2)
Ich vermisse in der 2D shooter Serie irgendwie die althergebrachten Games, wie Contra bzw. Probotector, das auf dem Nintendo DS mit Contra 4 zum Beispiel eine herrliche Reinkarnation gefunden hat. Super Contra wurde kurz mal nebensächlich erwähnt...
Haris
27. Juli 2009 um 01:11 Uhr (#3)
Ich weiß, war aber schon Absicht. Der Artikel sollte sich um Shooter drehen, die man auf XBLA/PSN kriegt und dementsprechend schnell abends kaufen kann, wenn das Verlangen nach einem Shooter-Snack groß ist. Habe nämlich die Situation auch oft erlebt, dass ich abends Lust auf nen Coop-Shooter hatte und nicht genau wusste, was ich nun auswählen soll. Hab dabei auch nur versucht aktulle Titel zu besprechen, keine Remakes von alten Klassikern (darum wurden Gunstar Heroes, Contra etc. im ersten Artikel auch nur in einem Satz kurz erwähnt. Gomen!)
Werde aber sicher auch mal über das DS Contra schreiben, wenn ich dazu komme es auszutesten =)
Gast
21. September 2017 um 10:51 Uhr
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Shoot 'em up
Genre - Bei Shoot 'em Ups (auch: Shmups) muss der Spieler große Feindmengen abschießen und gleichzeitig gegenerischen Kugeln ausweichen. Oft ist die Bewegungsfreiheit eingeschränkt auf kleine Räume oder die Umgebung scrollt von allein zur Seite (Sidescroller) oder nach oben (Topscroller). Shmups mit besonderem Fokus aufs Ausweichen werden auch als Danmaku ("Bullet Hell") bezeichnet.

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