The Conduit

(Artikel)
Benjamin Strobel, 04. August 2009

The Conduit

Advanced Wii Shooting Experience

Leider verziehen sich die Gesichter immer, wenn ich davon erzähle. Ist ja nur ein Wii-Spiel. Ist ja nur ein Standard-Shooter! Und die Grafik ist ja von vorgestern! Und sicher ist die Steuerung dann auch der letzte Mist - und warum sollte man sich das Spiel überhaupt noch ansehen?

Das sind echt traurige Zeiten. Der Name Nintendo stand mal für Qualität. Und wenn Sega etwas published, darf man ja wohl auch etwas davon erwarten! Die stempeln ihren Namen doch nicht auf irgendwelche dahergelaufene 08/15-Titel! Von den traurigen, jüngsten Erzeugnissen des Sonic Teams mal abgesehen. Aber die ganze Idee, dass The Conduit nicht gut sein soll, ist sowieso voll daneben! Keine Diskussion! Hier meine Fußnoten: The Conduit im Test.

Dieses Item ist... Naja, auch egal. Man aktiviert damit unsichtbare Schalter und löst Minirätsel. Idee gut, Umsetzung lahm.
Ich mach das einfach mal wie beim Essen: Ich schlinge schnell die unliebsamen Dinge runter und dann kümmere ich mich ganz genüsslich um die leckeren Sachen.
Am faulen Ende haben wir es leider mit der schwachen Wii-Hardware zu tun, die Grafiken liefert, die von Vorgestern sind. Habe ich was Anderes behauptet? Nein. Aber das ist uns allen ja auch klar. Viel schlimmer ist jedoch, dass dem Spieler hier nur das Trauerspiel einer Story geliefert wird. Es geht um Veschwörung (nur eine miese Drogen-Story wäre noch schlimmer). Und um arachnoide Feinde. Und um Verschwörung! Außerdem um Verschöwrungen. Das Symbol der Illuminaten baumelt von jeder Decke. Fürchterlich. Die Einleitungen zu jedem Level kann man auch skippen, das tut echt keinem weh.

Warum steht eigentlich jeder so sehr auf Spinnenfeinde?
Kommen wir stattdessen zu den schönen Dingen! The Conduit macht Spaß! Das Gameplay bietet keine überdurchschnittliche Tiefe, es ist dem Spiel jedoch zugute zu halten, dass es ein sehr breites Waffenarsenal und eine exzellente Steuerung besitzt. Gegner-Horden? Kein Problem! Bewaffnete Spezialeinheiten? Kugel nach Maß! Dicker fetter Riesenfeind? Gib ihm!.

Das Spiel bietet äußerst umfangreichen Einstellungen für die Steuerung. Wem diese anfangs noch nicht zusagt, der kann sich die Sensitivtäten, Ausrichtungen und sogar jeden einzelnen Button ganz nach Wunsch konfigurieren. Und endlich funktioniert das Granatenwerfen per Nunchuck mal! Leichtes Schütteln und die Granate macht einen kurzen Bogen. Stärker schütteln heißt auch weiter werfen. Und das Zielen ist punktgenau! So macht das Spaß. Dasselbe gilt natürlich für das Schießen und Umsehen. Besonders realistisch ist außerdem der Melee-Angriff durch Schütteln der Wiimote. Will man eine Attacke wagen, muss in Kauf genommen werden, dass man danach einen kurzen Moment benötigt, um seine Waffe wieder in die richtige Position zu bringen. Wer also wie blöd danebenschlägt, wird es schnell bereuen. Ein gut platzierter Box haut dafür auch die dicksten Feinde um!

Wer das breite Waffenarsenal im kurzen Story-Modus noch nicht völlig ausgeschöpft hat, wird sich garantiert noch lange am Multiplayer erfreuen. Eine gesunde Menge an Maps und Modi sowie die Möglichkeit weltweit oder regional gegen Freunde oder Unbekannte zu spielen, machen The Conduit zu DEM Online-Shooter auf der Wii. Etwas Besseres gibt es nicht. Und wenn ich nicht ganz falsch bin, wird man diesen Titel auch in einigen Jahren noch regelmäßig spielen. Nex

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20. September 2017 um 15:00 Uhr
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